Dialog 260

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Habt keine Angst, was immer auch kommen mag. Ihr seid in meinen Händen und könnt nicht fallen. Solange ihr das nicht vergesst, kann es euch innerlich niemals an etwas fehlen. Ihr seht noch viel zu sehr auf das Äußere, deshalb sage ich das.

Dialog 260 – 20.03.1987

Monika:
Ich möchte dir gerne schildern, was in mir vorgeht, und bitte dich um ein Feedback, wenn möglich.

Es geht um unsere Wohnsituation. Ich verstehe nicht, warum wir immer noch hier sind. Es ist eine arge Belastung für Madame Simon, die mir heute ohne es selbst zu bemerken bestätigte, was ich schon seit langem fühle, nämlich wie sehr sie darunter leidet, dass wir hier sind. Das hat nichts mit uns als Personen zu tun, sondern einfach mit der Tatsache, dass sie das Haus nicht für sich alleine hat. Das macht ihr schwer zu schaffen. Sie fühlt sich eingeschränkt in ihrer Bewegungsfreiheit. Sie ist viel zu nett, um das direkt zu sagen und gibt sich viel Mühe, es sich nicht anmerken zu lassen. Trotzdem steht es jeden Tag deutlicher im Raum. Und auch die Nachbarn finden unsere Anwesenheit gar nicht lustig, weil sie merken, wie sehr es Madame Simone belastet.

All dies hat zur Folge, dass sich Florian nicht frei bewegen kann und unser Hund oft an die Kette muss. Ich möchte lieber mit noch weniger Komfort leben, als andauernd der Anlass für das Leid von Frau Simon zu sein. Ich verstehe nicht, warum es dein Wille ist, dass wir immer noch hier leben. Ich bitte dich uns zu helfen und ein Haus zu finden, damit Madame Simon ihre letzten Tage, Wochen oder Jahre so leben kann, wie sie es möchte. Und damit Florian ungehindert draußen toben kann und Sonja nicht an die Kette muss.

Dann habe ich heute das Bedürfnis gespürt, meine Energie nur noch für das Land und unseren ganz persönlichen Alltag einzusetzen. Das bedeutet sich von Cristal zurückzuziehen und die Organisation des Reiki Seminars abzugeben, ebenso von der Meditationskampagne. Da es dein Wunsch war uns zu engagieren, weiß ich nicht so recht, ob es ein endgültiger Rückzug oder eine vorübergehende Angelegenheit ist.

Ich habe mich im letzten Jahr so oft in meinen Gefühlen getäuscht, deshalb bitte ich dich mir zu sagen, falls ich mich wieder selbst austrickse.

Es ist nicht mein „Wille“, dass ihr noch immer in diesem Haus seid. Es ist einfach so, dass sich die Dinge für euch erst bis zu diesem Punkt bewegt haben. Ihr vergesst immer wieder euren eigenen Anteil an allem! Ihr könnt mitbestimmen, welche Bahn euer Leben einschlägt. Zurzeit bewegt ihr euch langsam. Das wisst ihr aber.

Für euch leiten sich dann Änderungen ein, wenn ihr wieder einen Schritt gehen könnt. Solange euch das nicht möglich ist, bleibt ihr dort wo ihr seid. ICH kann euch nicht in Bewegung bringen, das muss aus euch heraus geschehen.

Sicher, Madame Simon leidet unter eurer Anwesenheit, aber es ist ihr Schicksal eure Wege gekreuzt zu haben, das solltet ihr nicht vergessen. Und es ist euer Schicksal, ausgerechnet auf Frau Simon gestoßen zu sein. Vielleicht wird sie der Anstoß sein, der den Stein ins Rollen bringt?

Deine Empfindungen bezüglich Cristal und der Meditationskampagne sind richtig. Ihr müsst zurzeit in euch selbst suchen, wo es für euch weitergehen soll und eure Aufmerksamkeit wird davon ganz und gar in Anspruch genommen. Da bleibt keine Zeit für äußerliche Aktivitäten.

Du nimmst mich immer viel zu wörtlich. Sicher habe ich dich aufgefordert, dich für die Meditationskampagne zu engagieren, aber das heißt doch nicht, dass du jetzt dein Leben lang nur noch diesen Weg gehen sollst. Das galt damals, war damals richtig und hatte damals seinen guten Grund. Heute haben sich die Dinge geändert. IHR habe die Dinge geändert, denn ihr habt auf eurem Land eure Geschicke endlich einmal wirklich bei der Hand genommen. Ihr habt euch auf dem Land engagiert (das war richtig so!) und deshalb solltet ihr euch nicht mehr als unbedingt nötig auf anderen Ebenen engagieren. In diesem Punkt habt ihr meine Zustimmung.

Euch beiden rate ich noch dieses: Habt keine Angst, was immer auch kommen mag. Ihr seid in meinen Händen und könnt nicht fallen. Solange ihr das nicht vergesst, kann es euch innerlich niemals an etwas fehlen. Ihr seht noch viel zu sehr auf das Äußere, deshalb sage ich das.

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