Dialog 264 (2)

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Wenn ihr eure Kräfte immer richtig zu nutzen bemüht seid und sie somit vergrößert, verdichtet sich auch das Energiefeld um euch herum, werdet ihr magischer, anziehender und Energie wird euch noch von anderen Seiten zuströmen. Das mag euch in Kontakt mit Möglichkeiten bringen, auf die ihr jetzt noch gar nicht kommt.

Dialog 264 (2) Fortsetzung vom 01.05.1987

Zum Land sage ich euch heute dies:
Auf gar keinen Fall kultiviert man ein Stück Land „mit links“, schon gar nicht eines wie dieses. Solche Projekte beanspruchen viel Zeit und Aufmerksamkeit. Und wenn ihr die nicht aufwenden könnt, dann ist es nicht verwunderlich, dass die Pflanzen dahinkümmern, die ihr gesetzt habt.

Zudem habt ihr eine funktionierende Wildnis betreten. Es gibt dort in der Tat starke Naturkräfte, die sich noch keineswegs zur Kooperation entschlossen haben. Sie sind zwar nicht gerade feindlich eingestellt, aber keineswegs von vorneherein zur Hilfe bereit. Die Mehrzahl der Naturkräfte wäre dagegen kooperativ, wenn sie von euch das entsprechende Bedürfnis spürte. Da ihr aber nur noch wenig auf dem Land seid, vergrößert sich die Kluft zwischen euch und ihnen. Bedenkt, dass diese Kräfte schon lange die Zusammenarbeit mit den Menschen vergessen haben. Am Anfang habt ihr eine gewisse Neugier geweckt, aber die lässt schon wieder nach – in dem Maß wie man euch dort weniger sieht.

Kulturpflanzen MÜSSEN unter diesen Umständen natürlich kümmern. Solche Pflanzen können in einer solch machtvollen Umgebung nur wachsen, wenn sich jemand ihrer ständig annimmt. Das wäre entweder eure Aufgabe oder es könnte auch ein Naturgeist übernehmen, wenn euer Kontakt zu diesen Kräften schon so weit gediehen wäre.

Nun sagt ihr: „Wie sollen wir das aber machen? Wir können nicht zugleich im Haus, im Garten, auf dem Markt UND auf dem Land sein!“

Richtig. Es ist also in der Tat eine Frage der weisen Einteilung. In diesem Punkt kann und will ich euch allerdings keine konkrete Hilfe geben – weil euch damit nicht geholfen wäre. Ihr müsst diese Dinge selbst herausfinden. Und eines Tages werdet ihr auch erkennen, warum das wichtig gewesen war.

Ich habe euch gesagt, dieses Jahr ist das Jahr der Rückzahlungen der Schulen. Das gilt auch nach wie vor. Trotzdem ist da auch das Land, das seine Zeit beansprucht und das ihr nicht aufgeben sollt. Das ist ein wichtiges Problem und ihr werdet es lösen müssen.

Alles hat eine gewisse Dynamik entsprechend seiner Eigenheit. Die Kunst besteht darin, genau das richtige Maß dieser Dynamik zu erkennen und die darin enthaltene Kraft zu nutzen. Das ist die wirkliche Ökonomie der Kräfteeinteilung.

Wenn man eine Zitrone ausgepresst hat, ist es sinnlos immer noch weiter zu drücken. Es wird keine Tropfen mehr kommen – und wenn man tagelang presst. So hat auch der Markt seine Möglichkeiten, aber es wäre Kräftevergeudung und eine Vergeudung der Mittel aus dem Markt mehr herausholen zu wollen, als darin enthalten ist. Ihr kennt inzwischen euer Geschäft und kennt auch dessen Grenzen und Möglichkeiten. Ihr kennt die einzelnen Märkte und habt bereits eine Sommersaison gearbeitet. Das sind alle Informationen die ihr braucht, um eure Kräfte und Mittel in Bezug auf den Markt richtig einzuteilen. Und weitgehend macht ihr das schon ganz richtig. Setzt eure Kräfte nicht auf Märkten ein, von denen ihr wissen müsst, dass sie euch finanziell überhaupt nichts bringen. Bereitet aber ruhig und gründlich den Sommer vor. Seid zur Stelle, wenn es soweit ist und macht das Maximum, das möglich ist. Dann habt ihr euer Kräfte richtig eingeteilt und Kapazitäten frei für andere Dinge.

So ist es zum Beispiel so, dass sich Schulden durchaus nicht nur aus Einkünften des Marktes zurückzahlen lassen. Durch die richtige Einschätzung und Nutzung der Märkte und ihrer Möglichkeiten vergrößert ihr eure Kraft und schafft euch Raum für andere Aktivitäten, die eventuell Geld bringen könnten!

Wenn ihr eure Kräfte immer richtig zu nutzen bemüht seid und sie somit vergrößert, verdichtet sich auch das Energiefeld um euch herum, werdet ihr magischer, anziehender und Energie wird euch noch von anderen Seiten zuströmen. Das mag euch in Kontakt mit Möglichkeiten bringen, auf die ihr jetzt noch gar nicht kommt.

Vergeudet ihr aber eure Kräfte durch chaotische Zeiteinteilungen, schwächt ihr euch und das Energiefeld um euch verdünnt sich. Das wiederum zieht KEINE neuen Kräfte an und ihr isoliert euch mehr und mehr.

Es ist also weniger eine Übung in Vertrauen, Monika, wenn ihr euch entschließt weniger Marktarbeit zu leisten, weniger Kulturpflanzenanbau auf dem Land zu betreiben, sondern Zeit und Arbeit dort (auf dem Land) einzusetzen, wo auf den ersten Blick kein Gewinn herauszuschauen scheint. Es ist eine klare Notwendigkeit so zu verfahren. Nur müsst ihr das richtige Maß erkennen, darauf kommt es an.

Die Märkte habt ihr schon recht gut verteilt. Das war relativ einfach, weil ihr da die Gegebenheiten gut kanntet. Diese Zeit ist also schon einmal verplant. Jetzt legt als zweites fest, wieviel ihr von der verbleibenden Zeit für Haus und Garten investieren wollt. Und dann wisst ihr, wieviel für das Land übrig bleibt.

Wenn ihr auf dem Land etwas erreichen wollt, wenn es euch also Kraft bringen soll (das ist erst einmal wichtiger als Geld), dann dürft ihr euch nicht so zurückziehen, wie ihr es zurzeit tut. Die Naturkräfte vergessen euch sehr schnell und nehmen sich zurück, was ihr bereits hattet. Ihr schwächt euch enorm, wenn ihr das Land so lange sich selbst überlasst.

Zu eurem Haus:
Empfindet ihr es denn nicht auch als eine Herausforderung, dass ihr nun gerade in einer kleinbürgerlichen Siedlung lebt? Es ist natürlich eine. Es ist richtig, ihr seid beide, jeder für sich aber auch beide zusammen, dieser Art zu leben immer aus dem Weg gegangen, seid davor „geflohen“, wie du es ausdrückst. Aber ihr seid damit eben noch nicht fertig, deshalb lebt ihr nun dort wo ihr seid. Die Herausforderung besteht darin, an dieser Erfahrung zu wachsen, anstatt sich darin zu verstricken.

Jörg:
Was ich nicht verstehe: Du hast uns bei der ganzen Haussucherei immer gesagt, dass wir „unser“ Haus schon kennen würden. Jedenfalls habe ich das so verstanden. Das kann sich aber doch dann nicht auf dieses Haus bezogen haben?

Nein.

Sind wir also nicht im richtigen Haus gelandet?

Doch. Aber es hat immer mehrere Möglichkeiten gegeben. Das war zu keiner Zeit festgeschrieben. Es hätte auch ein anderes Haus sein können. Eure Entwicklung hat dann aber dieses hier notwendig gemacht.

Deshalb war auch zu Beginn eurer Les Temps Nouveaux-Zeit (LTN) ein anderes Haus denkbar gewesen. Ich habe euch durchaus nicht an der Nase herumgeführt. Dass ihr erst sehr lange keines und dann die Häuser in Chef du Bois, St. Thamec und dann dieses hier gefunden habt, ist aber nicht etwa ein Versagen, sondern eine der möglichen Entwicklungen, die sich als für euch wichtig und notwendig herausgeschält hat.

LTN war eine Idee gewesen, ein schöner, großartiger Gedanke. Doch ihr selber wart noch nicht soweit gewesen, diesen Gedanken auch zum Leben erwecken zu können. Dennoch war es wichtig und sehr wertvoll für euch gewesen, diesen Gedanken zu entwickeln, ihn geboren zu haben, denn er lebt weiter und ihr seid noch nicht fertig damit. Vor allem aber seid ihr an diesem Gedanken gewachsen! Dieser Gedanke ist wie ein Licht, das ihr entzündet habt und das nun für euch selbst ein Orientierungspunkt ist. Das geschieht zwar völlig unbewusst, aber es geschieht.

LTN mag als Verein eine „Frühgeburt“ gewesen sein. Als Gedanke aber war er großartig und wertvoll für euch. Gedanken dieser Art müssen, wenn sie sich manifestieren wollen, erst einen Reifeprozess durchlaufen, so wie alles. Manchmal ist dieser Reifeprozess schon abgeschlossen, wenn die Idee entsteht. Dann kommt es sofort zur Umsetzung in die Tat. Bei euch ist die Idee sehr früh gekommen und ihr müsst ihr noch „nachreifen“.

Eure Vision von einem Zentrum ist durchaus richtig gewesen. Doch seid ihr derzeit nicht in der Lage, ein solches Zentrum auch Wirklichkeit werden zu lassen. Trotzdem ist die Vision richtig gewesen und ihr habt euch auf den Weg begeben, für ihre Umsetzung reif zu werden.

Zurzeit ist das Leben in dieser Siedlung an der Reihe. Und so wird eines zum anderen kommen, bis euch die Zusammenhänge klarer werden. Bis dahin müsst ihr mir glauben, dass das alles seine Richtigkeit hat. Also kein Grund, sich verunsichern zu lassen, Monika.

Du empfindest innerlich diese Spaltung, die dich einerseits froh sein lässt über dein kleines-Häuschen-mit-Garten-Glück, die aber andererseits zugleich eine Trennung von mir, eine Trennung vom Ganzen zu sein scheint. Zwar bist du niemals vom Ganzen getrennt, aber es kann sein, dass ein bestimmter Aspekt (der ja Teil des Ganzen ist) sehr stark gelebt werden muss und sehr viel Aufmerksamkeit beansprucht.

Euer Leben in der Siedlung ist so ein Beispiel dafür. Ihr habt lange suchen müssen, um gerade dieses Haus zu finden. Euer Geist (der immerhin LTN geboren hat) war euch stets voraus gewesen und hat es euch schwer gemacht, auf dem Boden EURER Realität zu bleiben. Endlich habt ihr euch aber doch durchgesetzt und das für euch zurzeit einzig richtige Haus gefunden. Jetzt drängt dort ein wichtiger Aspekt eures Lebens nach außen und das beschäftigt dich, beschäftig euch. Diese Symptome werden aber wieder abklingen und dann werdet ihr, um eine Erfahrung reicher geworden, zum „Ganzen“ zurückkehren.

Jörg:
Was ist das, was mich manchmal solch destruktive Dinge über unsere Beziehung sagen lässt, wie gestern Abend? Ich weiß doch genau, dass ich eigentlich ganz anders denke. Mir ist hinterher zumute, als habe ich gar nicht selbst gesprochen, sondern etwas anderes, jemand anders, etwas, das sich meiner bedient. Aber das sind natürlich nur Vermutungen. Deshalb: Sind wir nun Seelenhälften? Und wenn ja, was hat dann dieser zerstörerische Zug in mir zu bedeuten?

Ganz so abenteuerlich, wie du es darstellst, ist es nicht. Da spricht kein böser Geist aus dir, der in deinen Körper gefahren ist und sich deiner bedient, wie du es ausdrückst. Du bist für diese Dinge schon durchaus selbst verantwortlich. Aber ganz falsch liegst du andererseits auch nicht. Es ist sozusagen der unreine Teil in dir, der sich zuweilen durchsetzt. Das, was an deinem Geistigen noch irgendwie “irdisch“ ist. Was dich an Gelüste und Begierden sehr weltlicher Art fesselt, an Suchtmittel bindet und ein Gewicht an dem Ballon leichten, feinen Geistes ist, der danach strebt aufzusteigen. Stell es dir vor wie Mundgeruch, wie schlechter Atem, wie etwas also, das man reinigen kann und muss.

Dieser Teil von dir hat es nicht allzu leicht. Er führt ein recht finsteres Kellerdasein, seit du mit Monika zusammen so weit gewachsen bist. Früher hat er dich mehr beseelt. Heute gelingt es ihm nur noch selten von dir Besitz zu ergreifen, und nur dann, wenn du ihm dafür die Bedingungen schaffst. Im Vergleich zu früheren Zeiten, ist er schon ziemlich schwach geworden. Seine Gefahr für euch ist also relativ gering, aber dass sie gleichwohl vorhanden ist, hast du ja gestern gesehen.

Um nicht missverstanden zu werden: Fast jeder Mensch hat diesen Teil in sich. Dieses irdische Gewicht, das den Geist unten halten möchte. Auch Monika natürlich. Aber du hast mehr damit zu tun als sie.

Ihr seid Seelenhälften! Daran ändern auch deine selbstquälerischen Grübeleien nichts. Aber dass ihr Seelenhälften seid, bedeutet nicht, dass ihr gegen Gefahren immun seid, die eure Beziehung bedrohen. Also seid vorsichtig!

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