Dialog 266

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Wenn du Ideen, Visionen, Ziele und Träume hast, ist das zunächst nur ein Bild, also noch nichts Besonderes. Was zählt ist die Umsetzung! Das, was du hier so als Mangel empfindest ist also genau die Aufgabe, die zu lernen du hier bist!

Dialog 266 – 17.05.1987

Monika: Ich komme eben vom Land zurück und komme mit meinen Eindrücken überhaupt nicht zurecht. Ich bin völlig durcheinander und verstehe überhaupt nichts mehr. Wenn schon in einem Stück funktionierender Wildnis (wie du es genannt hast) fast jeder Baum und Strauch krank ist, was können wir dann dort ausrichten mit unserem Unwissen und begrenzten Möglichkeiten? Machen wir durch unsere Eingriffe nicht alles noch viel schlimmer?

Ich hatte immer das Bild vor Augen, dort einen Naturpark entstehen zu lassen. Aber beim Anblick der leidenden Pflanzen verlässt mich jeder Mut. Wenn die Naturkräfte es nicht schaffen, die Pflanzen gesund zu erhalten, was können wir denn dann noch tun? Der Anblick tut so weh! Kannst du verstehen wie ich mich fühle?

Zurzeit fühle ich mich so einsam wie noch nie. Nicht einmal mit Jörg kann ich meine Gefühle teilen. Es ist, als ob sich alles auflöst, nichts ist mehr gültig. Ich habe keinen Halt mehr. Ich brauche dich, muss näher zu dir kommen können, sonst gehe ich unter. Wie kann ich einen direkten Kontakt zu dir herstellen? Könntest du mir einen Hinweis geben, wie ich das üben könnte?

Und: Meine Beziehung zu Jörg ist in Gefahr. Wir sind wie Fremde. Ich kann den Weg über die Sexualität nur gehen, wenn ein inneres Gefühl der Verbundenheit da ist. Was können wir tun, um uns wieder näherzukommen.

Deine letzte Botschaft hat Angst in mir ausgelöst. Ich habe das Gefühl nur Fehler zu machen und du sagst, wir dürften uns keine Fehler mehr leisten. Ich bin inzwischen so verkrampft und durcheinander, dass ich mich völlig elend und entkräftet fühle.

Und immer wieder die gleiche Erfahrung: Ich habe Ideen, ich Visionen, ich fange Feuer, aber nie geht es über die Geburt hinaus. Bei der Durchführung geht mir die Luft aus und meine geistigen Kinder verhungern. Schwierigkeiten sind wie hohe Mauern, deren Anblick mich schon lähmt. Warum das so ist, weiß ich nicht. Ich weiß, dass ich einen Weg finden muss, eine Brücke zum Ziel. Aber ich habe keine Ahnung, was ich da tun könnte.

Du sagst, wir müssen ein reines Leben führen und dass dazu auch geistige Übungen gehören. Was hast du damit gemeint?

Sehr viele Möglichkeiten habt ihr auf dem Land. Deine Vision von einem Naturpark ist durchaus richtig. Gerade darum geht es doch: Die Natur (nicht nur auf eurem Stück Land) ist krank und sie braucht Hilfe. Menschliche Hilfe! Denn sie selbst kann sich von ihren Krankheiten nicht befreien. Ihr beide könnt zwar nicht die Ursachen dafür abstellen, aber ihr könntet die Naturgeister ERMUTIGEN, alle Aufmerksamkeit auf dieses Land und seine Pflanzen zu richten. Um es mit EURER HILFE entstehen zu lassen. Siehst du, welch wichtige Aufgabe ihr auf dem Land finden könntet?

Wenn ich die Landschaft dort eine funktionierende Wildnis genannt habe, dann bezog sich das auf das Wirken der Naturkräfte dort, nicht auf den Gesundheitszustand des Landes. Der ist überall sehr, sehr schlecht. Deswegen braucht es ja Hilfe! Ihr könnt sehr viel ausrichten, indem ihr neben dem Platz, den ihr für eure eigenen Pläne benötigt, behutsam rodet, alles alte und kranke Gewächs liebevoll entfernt und durch junge Pflanzen ersetzt, die IHR herangezogen habt, die also mit EUREM Geist erfüllt sind.

Natürlich sind das alles langwierige Prozesse, aber wenn ihr nicht aufgebt, könntet ihr dieses Stück Land tatsächlich in einen kleinen paradiesischen Naturgarten verwandeln, der bei den Menschen Staunen und Achtung vor den Wundern der Natur und der Schöpfung hervorruft. Während vielleicht rings herum nur noch Krankheit wuchert. Nicht gleich mutlos werden!

Die Aufgabe ist schwer, aber ist sie nicht auch schön? Die Naturgeister draußen BRAUCHEN euch, nur wissen sie ebenso wenig wie ihr, wie sie mit euch Kontakt aufnehmen und zusammenarbeiten können, zumal sie euch so unregelmäßig sehen. Das ist alles noch nicht richtig angelaufen, hat alles noch keine innere Zugkraft. Und ein wenig herrscht dort draußen jetzt das Durcheinander, denn einerseits habt ihr bereits deutlich eingegriffen, andererseits ist aber niemanden klar, was ihr eigentlich vorhabt und was daraus werden soll. Arbeitet ihr aber erst einmal regelmäßig auf dem Land, wird sich das alles einspielen. Also denkt daran: Ihr sollt nicht nur pflegen, ihr sollt auch Neues schaffen dort draußen!

Dein innerer Zustand ist ein Spiegel der äußeren Umstände, in denen du lebst. Ja, vieles löst sich auf, du wirst es sehen. Doch was übrig bleibt sind deutliche, klare Linien, die das Bild besser zeichnen als es bis jetzt geschehen ist.

So einfach, wie du dir das vielleicht vorgestellt hast, geht es nun wirklich nicht. Du kannst nicht eine wirklich große Aufgabe (wie das Land) so ganz nebenbei neben Haus und Garten mit links erledigen Das braucht schon etwas mehr Aufmerksamkeit. Das braucht deine volle Liebe. Eher könntest du den Garten beim Haus einmal mit links erledigen, der ist nämlich einfacher zu handhaben.

Um dir deutlich zu machen, was wichtig ist, was also an erster und was an zweiter Stelle usw. kommt, muss sich vieles auflösen und zu einem neuen, klareren Bild zusammenfügen. Diese Vision ist also ganz richtig, nur deine Schlussfolgerung ist es nicht: Du erlebst die Geburt einer Aufgabe!

Näher zu mir kommst du, indem du dich diesem Prozess mit Hingabe widmest, aber auch indem du es zugleich zulässt, dass ich zu dir spreche! Ich habe dir schon mehrfach angeboten bei dir zu sein, aber du bist noch misstrauischer als Jörg es je gewesen ist!

Immerhin hörst du mich ja, wenn du nur innig genug darum bittest, wie diese Nacht, wo ich dir den Hinweis auf Jörg gegeben habe: Die DRINGENDE Notwendigkeit, dass er das Schreiben aufnimmt. Das hat er bisher nie aufgenommen, obwohl ich es ihm seit Monaten zu erklären versuche. Er stellt sich hartnäckig taub. Deshalb habe ich den Weg über dich gewählt.

Wenn du willst, dass ich zu dir spreche, wie ich es mit Jörg tue, dann lasse es einfach geschehen! Das ist alles, was da zu tun ist.

An der Beziehung zu Jörg ist kein wirklicher Fehler. Nur ist er sehr vereinsamt und kann sich aus eigener Kraft kaum noch befreien. Wie du weißt, wäre das Schreiben einer der wenigen Wege, die ihm noch offen stehen. Es ist eine Lebensentscheidung für ihn, die da ansteht. Es geht tatsächlich um sein Leben und um seinen Tod. Verzweifle daher nicht an der Beziehung, sie ist schon richtig so wie sie ist, sondern versuche sie zu verstehen, such deinen Teil in ihr zu finden und wachse gemeinsam mit Jörg an dieser Aufgabe.

Die letzte Botschaft ist tatsächlich sehr hart ausgefallen. Ich musste euch etwas hart anfassen, um Prozesse in Gang zu setzen, was ja auch geschehen ist. Aber keine Angst: Die Fehler, die ich eigentlich meine, sind einzig die, die Aufmerksamkeit an die falsche Sache zu verschwenden. Gewiss, alles braucht seine Zeit und für alles muss etwas von dieser Zeit da sein, auch für Haus und Garten.

ABER: Wenn euch innerlich wirklich klar wäre, was in eurem Leben die Nummer Eins zu sein hat, sähe einfach alles was ihr tut anders, richtiger aus. Findet das nur erst einmal heraus und ihr werdet mich besser verstehen. Wenn ihr herausgefunden habt, was einen ersten Platz in eurem Tun verdient, dann wird alles, was ihr in die Hand nehmt, mehr und mehr (nicht sofort) Ziel und Richtung und damit KRAFT bekommen. Im Augenblick ist alles noch sehr ungeordnet, also ziel- und kraftlos. Und das teilt sich euch natürlich mit. Körperlich, seelisch und geistig.

Über die geistigen Übungen werden wir ein anderes Mal reden. Das braucht Zeit. Vor allem aber setzt es eine gewisse Vorgabe eurerseits voraus: Ihr müsst euch also wieder auf den Weg begeben haben, sonst wären alle Übungen fruchtlos.

Wenn du Ideen, Visionen, Ziele und Träume hast, ist das zunächst nur ein Bild, also noch nichts Besonderes. Was zählt ist die Umsetzung! Das, was du hier so als Mangel empfindest ist also genau die Aufgabe, die zu lernen du hier bist!

Ich bin dieses Stück Land!

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