Dialog 286

Bluete6081841

Immer wenn ihr Dinge tut, die wirklich richtig für euch sind, besteht zumindest die Möglichkeit, dass ihr euch unmittelbar an meine Kraft anschließen könnt- sofern eure Widerstände euch nicht daran hindern.

Dialog 286 – 02.09.1987

Monika:
Das Land ist uns noch immer sehr wichtig und wir möchten beide einen Weg finden, ihm einen festen Platz in unserem täglichen Ablauf einzuräumen. Nur, warum tun wir es nicht?

Vielleicht sollten wir als einziges Motiv für die Arbeit auf dem Land die Erforschung der Naturreiche gelten lassen und alle unsere Handlungen dort darauf ausrichten? Dann würden wir auch nicht so leicht in Gefahr geraten, andere, unbewusstere Absichten einzusetzen.

Rebecca hat mir einen Brief geschrieben, der mich total verwirrt. Ich bin mir nicht bewusst, mich ihr gegenüber so verhalten zu haben, wie sie es beschreibt. Ich sehe zwar, dass sie auf mich ihr Autoritätsproblem projiziert, aber ich bin dennoch bestürzt. Ich frage mich, ob ich vielleicht wirklich so bin: Raum einnehmend und andere an die Wand drückend. Und sorge ich vielleicht wirklich dafür, dass andere mitleiden müssen, wenn ich selbst leide?

Ich bin so verwirrt. Ich weiß nicht, wie ich mit diesem Brief umgehen soll. Wenn ich schon solche Briefe verursache, wenn ich meinem Empfinden nach ausgesprochen liebevoll bin, dann ich eigentlich Rebecca nur noch von mir befreien.

Immer wenn ihr Dinge tut, die wirklich richtig für euch sind, besteht zumindest die Möglichkeit, dass ihr euch unmittelbar an meine Kraft anschließen könnt- sofern eure Widerstände euch nicht daran hindern. Aber manchmal, ganz überraschend, noch ehe die Widerstände aufmerksam geworden sind und eingreifen konnten, steht einer von euch ganz überraschend vor einem Stück Wirklichkeit und dann hat er so eine Ahnung von dem was richtig ist, so wie du heute. Beim Aufschreiben haben dann schon wieder die inzwischen alarmierten inneren Sperren auf dich eingewirkt und so bist du wieder abgekommen von der Spur. Nur du selber kannst diese Leistung vollbringen, dich durchzusetzen und zu sehen was wirklich und was wichtig ist. Ich kann es dir zwar sagen, aber das würde nichts bewirken. Mein Rat: Ja, versucht es wieder mit dem Land. Dann werdet ihr schon sehen, was passiert.

Zu Rebecca:
Du bist nicht so wie sie dich sieht. In keinem einzigen Punkt. Sie steckt in einer Krise und sieht die Dinge zurzeit stark verzerrt. Aber sei nicht zu streng mit ihr. Du hast eben im Vergleich zu ihr (und zu den meisten Menschen) einen sehr geschärften Blick für das was stimmt. Das ist zwar noch nicht der Blick für das Wirkliche, aber eine Art Vorstufe davon. So etwas hält nicht jeder aus, das macht Angst, und das ist das ganze Geheimnis. Die Menschen fühlen sich dann vielleicht wirklich an die Wand gedrückt und bekommen Schweißausbrüche in deiner Nähe, weil ihr zugemauertes Ich die Bedrohung spürt, die von dir ausgeht. Dein Blick sagt ihnen: „Mauere dich nur zu, ich durchschaue dich doch!“.

Aber natürlich sind das Fähigkeiten, auf die du ruhig stolz sein darfst, denn du hast lange daran arbeiten und schwer dafür leiden müssen, dass du jetzt so sein darfst wie du bist.
Einmal, wenn du wirklich ganz „durch“ bist, wirst du auf Menschen weniger bedrohlich wirken. Im Moment ist deine Kraft noch nicht kanalisiert und wirkt deshalb oft unkontrolliert auf andere ein. Später, wenn sich deine Kraft in Liebe umgewandelt hat, wirst du also niemandem mehr Angst machen. Aber bis dahin werden dir immer wieder solche Erlebnisse bevorstehen.

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