Dialog 291

20141117_101552

Die Dinge werden gedacht, sie werden wichtig, aber sie bleiben als Ideen in völliger Freiheit. Man darf nicht versucht sein sie einzufangen, sie müssen freiwilllig kommen. Der Geist formt seine materielle Gestalt, aber er tut das auf seine Weise.

Dialog 291 – 19.09.1987

Monika:
Heute kam wieder einmal ein Kettenbrief au der spirituellen Szene hier an und ich fühle mich hin- und hergerissen. Einerseits haben wir einen solchen Versuch schon hinter uns, ohne je eine müde Mark zu sehen. Andererseits könnte es ja auch eine Möglichkeit sein finanzielle Mittel zu manifestieren.

Denn ich wünsche mir die Mittel für das geplante Hühnergewächshaus, das den Grundstein für unsere Permakultur legen soll, die mich so in ihren Bann gezogen hat. Doch ich habe Angst wieder in alte Fehler zu verfallen und meine Energie in Luftschlössern zu vergeuden. Bitte bremse mich, wenn ich mir selbst auf den Leim gehe. Oder wenn das wieder nur Mittel dazu ist, mich selbst darzustellen.

Außerdem geht mir die Geschichte mit Rebecca sehr an die Substanz. Ich bin so enttäuscht. Und ich fühle mich nicht in der Lage, Renate zu sehen und mir anzuhören, was sie zu sagen hat. Denn ich kann ja nicht einfach dicht machen. Und ihre Vorwürfe sind auf der Ebenene, auf der sie sich befindet, nicht zu entkräften, ich kann mich also nicht wehren. Ich möchte nichts mit ihr zu tun haben, weil ich das Gefühl habe mich schützen zu müssen. Oder drücke ich mich etwa? Will ich nicht in meinen Spiegel schauen, wie Rebecca meint? Bitte, was kann ich tun und was bin ich und was nicht?

Ich rate von diesem Kettenbrief ab. Er ist das ungeeignete Mittel der Manifestation, denn es sind ja nicht nur dein Wille und deine Motive im Spiel, sondern die sehr viel anderer Menschen. Und wie es mit deren „Reinheit“ aussieht, weißt du nicht.

Wenn das Hühnergewächshaus für eure Arbeit wichtig ist, dann wird es sich auch manifestieren lassen. Nur: Geh nicht zu weit vor mit deinen Plänen. Du setzt manchmal in großen Sprüngen über die kleinen aber wichtigen Aufgaben deiner Gegenwart inweg und dringst in deinen Gedanken weit in die Zukunft vor.

Du solltest diese Permakultur Schritt für Schritt entwickeln und nicht als Projekt vorausplanen. Das Gewächshaus wird dann kommen, wenn es dafür an der Zeit ist und die Motive stimmen, die ihr daran knüpft. Es hat keinen Sinn es erzwingen zu wollen, also lass es ruhig in deinem Kopf entstehen und tue damit, was du willst, aber fixiere dich nicht darauf. Mache dich nicht von dieser Idee abhängig, sonst erreichst du genau das Gegenteil!

Manifestationen kommen immer leicht und mühelos. Und sie kommen immer ganz von selber. Den mal an das Stroh: Du hast wohl gewusst, dass Stroh in großen Mengen gebraucht wird, und du hast dir sicher auch Gedanken gemacht, wie man es beschaffen könnte. Aber es war keine Idee, in die du dich verrannt hättest. Du wusstest einfach, dass du es brauchen würdest- und dann hatte Jörg die richtige Idee – und schon kam das Stroh wie von selbst zu euch. So muss das laufen: Die Dinge werden gedacht, sie werden wichtig, aber sie bleiben als Ideen in völliger Freiheit. Man darf nicht versucht sein sie einzufangen, sie müssen freiwilllig kommen. Der Geist formt seine materielle Gestalt, aber er tut das auf seine Weise.

Warum sage ich dir das alles? Weil du immer ein bisschen in Gefahr bist, an einer Idee zu verbrennen, an der du Feuergefangen hast. Was das Gewächshaus betrifft, so musst du ganz einfach wissen, dass es kommt. Das muss dir völlig klar sein, da darf es überhaupt keinen Zweifel geben. Und dann kann das klappen. Niemals darfst du sagen: Ich will! Diese Art von Wollen bringt dich von deinem Ziel nur weg.

Was Rebecca betrifft:
Wenn du das Gefühl hast sie nicht sehen zu wollen, dann höre auf dieses Gefühl! Die Phase, in der eure Beziehung derzeit steckt, verlangt dann eben eine Trennung voneinander. Der Zeitpunkt, ab dem man wieder aufeinander zugehen kann, ergibt sich von ganz alleine.

Du hast in keinen Spiegel zu schauen. Umgekehrt ist es richtig. Du stellst für Rebecca immer wieder einen Spiegel dar, sie will es nur nicht wahrhaben. Während du in Bereichen, wie wir sie oben eben behandelt haben, immer wieder meine Führung benötigst, bist du hier wenig auf meine Hilfe angewiesen. Ich sagte dir ja schon, dass keiner der Vorwürfe Rebeccas auf dich zutrifft. Es sind alles Verzerrungen der Wirklichkeit.

Du kannst ohne weiteres einen solchen Vorwurf einfach in sein Gegenteil umdrehen, dann weißt du wie du tatsächlich bist. Wirft sie dir also beispielsweise vor, du seist dominant und würdest andere an die Wand drücken, dann heißt das in Wirklichkeit: Du bist sehr sicher und selbstbewusst in deinen Beurteilungen von anderen Menschen. Und du hast dadurch die Möglichkeit demjenigen, der dafür reif ist, viel zu schenken für seine Weiterentwicklung.

Doch wer dazu noch nicht reif ist, empfindet diese Sicherheit als Dominanz und fühlt sich von deinen Gaben erdrückt. Das ist eines der wichtigen Dinge, die du noch verbessern musst: Zu wissen, wann ein Mensch deiner Gaben würdig ist und wann es dazu zu früh ist.

Rebecca macht durch dich eine harte Schule durch, aber das entspricht durchaus meinen Plänen. Du aber lernst ebenfalls durch sie, wie du ja weißt, und natürlich ist auch dein Lernen mit Leiden verbunden. Leid ist ein sehr guter Lehrmeister für die, die vor großen Schritten stehen und sehr weit kommen wollen.

Weil du (und sie auch nicht) aber an dem Lernstoff nicht zerbrechen, sondern weiterkommen sollst, musst du auch stets auf deine Gefühle dabei achten. Wenn du also das Gefühl hast, jetzt mit ihr nichts zu tun haben zu wollen, dann darfst du dem ohne weiteres nachgeben. Schütze dich nur, das ist wichtig.

Schreibe einen Kommentar