Dialog 295

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Euch mag euer Leben wie ein Labyrinth erscheinen. Und aus menschlicher Sicht ist es ja auch eines. Aber der Weg heraus, der Weg zu MIR ist so einfach! Ihr müsst auf eure innere Stimme hören lernen.

Dialog 295 – 10.10.1987

Jörg:
Wir sind beide ziemlich erschlagen von dem Ergebnis des heutigen Marktes. Null Francs an einem Samstag in Lorient, damit war nicht zu rechnen. Ich weiß, dass die Botschaft dahinter wahrscheinlich heißen soll, dass wir uns von Altem lösen und öffnen sollen für neue Wege. Aber zugleich müssen wir doch von irgendetwas leben! Ich war bereit gewesen, nur noch den Markt in Lorient zu machen, um an anderen Tagen frei zu sein auf dem Land zu arbeiten und für neue Ideen. Aber jetzt scheinst du uns auch noch diesen Markt nehmen zu wollen. Ich bin bereit das zu akzeptieren, doch ich finde es schrecklich so im Ungewissen gehalten zu werden. Kannst du uns nicht einen Hinweis geben, der uns hilft, das alles besser zu verstehen?

Ich will in der Tat, dass ihr mehr über eure Situation nachdenkt. Und zwar nicht nur bei einem gemütlichen Glas Wein, sondern wirklich!

Natürlich könnte ich dir einen Hinweis geben, der dir ohne große Umwege helfen würde, das Richtige zu tun. Ich könnte dir natürlich sagen: „Fahre heute dorthin“ oder „Sprich den und den an“, aber so funktioniert das nicht.

Was ihr lernen sollt ist doch, auf eure eigene innere Stimme zu hören. Und: Mir unbegrenztes Vertrauen entgegenzubringen. Euer Vertrauen ist aber nicht unbegrenzt. Ihr glaubt auf der einen Seite schon, dass ich immer für euch sorgen werde. Auf der anderen Seite aber nehmt ihr gerne die Dinge selber in die Hand. Ihr seid noch nicht an dem Punkt, an dem ihr wirklich bereit wäret mir euer Leben zu übergeben. Dazu muss noch einiges abgebaut werden.

Ich arbeite daran Stück für Stück, nehme euch niemals mehr als ihr ertragen könnt und sage euch auch nicht, was ich im Einzelnen alles vorhabe. Aber jedes Stück, von dem ich euch befreie, ist mit Entbehrungen und damit mit Leiden verbunden. Das ist unverzichtbar für euch. Sonst wäre es ja ein Sonntagsausflug, ein Kind des Neuen Zeitalters zu werden.

Was ist euch heute geschehen: Ihr beginnt zu begreifen, dass die Zeit abzulaufen beginnt, wo ihr für euch selber sorgen konntet. Ihr sollt aber keine Angst haben, sondern darauf vertrauen, dass dies mein Wille ist. Wenn ihr heute kein Geld eingenommen habt und statt Angst Dankbarkeit dafür empfindet, dass ich es bin, der eure Geschicke leitet, dann könnte ich euch doppelt und dreifach dafür belohnen. Solange ihr aber vor allem Angst habt, so lange muss ich euch in dieser Angst verharren lassen, bis ihr lernt sie zu überwinden und euer Leben mir zu übergeben.

Die Scheidewege sind jetzt für uns oft nicht so klar als solche zu erkennen. Jetzt kann jeder Schritt, den wir tun, richtig oder falsch sein.

Nein, es gibt immer nur einen. Nur ist in eurer Situation scheinbar das Risiko größer geworden, eine falsche Entscheidung zu treffen. Das aber macht euch aufmerksamer und das ist gut so.

Es gibt immer nur einen Weg, nämlich sich seiner inneren Führung zu überlassen. Was ihr als Führung empfangt ist nichts anderes, als die Führung, die jeder Mensch bei sich selber empfangen könnte, wenn er sich dafür öffnen würde.

Und wenn ich keine innere Führung höre?

Dann musst du die Wege gehen, die dir „einfallen“.

Aber du bist doch meine Führung, innerlich oder äußerlich, so wie jetzt. Warum hilfst du mir nicht, auch diese innere Führung zu empfangen?

Weil ich will, dass du zu MIR findest. Euch mag euer Leben wie ein Labyrinth erscheinen. Und aus menschlicher Sicht ist es ja auch eines. Aber der Weg heraus, der Weg zu MIR ist so einfach! Ihr müsst auf eure innere Stimme hören lernen. Das ist NICHT dasselbe wie Botschaften zu empfangen. Wenn du Botschaften empfängst, bist du in einem Zustand höherer Sensibilität. Das ist aber nicht dein Normalzustand, doch sollte es dazu kommen!

Auch bei den Caddys *war es nicht so, dass ich ihnen die Entscheidungen abgenommen hätte, auch wenn sich das heute vielleicht manchmal so liest.

Und wenn diese innere Stimme einfach nicht sprechen will und es muss auf der Stelle eine Entscheidung für oder gegen etwa getroffen werden?

Sie spricht immer. Ihr müsst nur lernen sie zu hören.

Was ist der Unterschied zwischen deinen Botschaften und der inneren Stimme?

Meine Botschaften sind essentieller Natur. Die innere Stimme dagegen kann euch anleiten, in jedem Augenblick das Richtige zu tun. Sie kann ein immerwährender praktischer Führer, Begleiter und Ratgeber in allen Fragen sein, während du auf meine Botschaften ja nur zu Zeiten erweiterter Wachsamkeit zurückgreifen kannst. Die innere Stimme kann euch raten, was zu tun ist, und meine Botschaften können euch helfen, das auch zu verstehen.

Ist die innere Stimme also Intuition?

Ja, das ist dasselbe. Und auf diesen Punkt wollte ich hinaus. Einer von euch muss die Führung der Gemeinschaft übernehmen, denn es geht nicht an, dass ihr sie einerseits mir überlasst und dann doch tut, was ihr für richtig haltet. Das muss klarer werden.

Ich habe Monika schon einmal die Führung der Gemeinschaft übertragen. Ich tue es nun wieder. Ich werde von Zeit zu Zeit mit meinen essentiellen Botschaften den eingeschlagenen Kurs kommentieren. Aber Monika soll entscheiden. Das mag hart für dich klingen, aber es ist besser so.

Was heißt das praktisch?

Monika hat die innere Stimme mehr als viele andere Menschen. Sie soll endlich lernen, diese Gaben auch zu nutzen. Sie soll praktisch den Weg festlegen, der gegangen werden soll. Und ich werde dir zuweilen sagen, was davon zu halten ist. Bisher seid ihr in eurem Lebenslabyrinth ziemlich wahllos mal rechts und mal links gegangen. Ihr habt aber die Möglichkeit, intuitiv die richtigen Entscheidungen zu treffen. Du kannst meine Botschaften empfangen, hörst aber nicht gut deine innere Stimme. Bei Monika ist es umgekehrt. Also ergänzt euch! Monika bestimmt den Weg und du empfängst die Botschaften, die diesen Weg beschreiben.

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*) Begründer der Findhorn Community, einer spirituellen Gemeinschaft in Schottland

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