Dialog 299

FroheWeihn2014

Ihr müsst weiterbeten, ob ihr euch dabei angeschlossen fühlt oder nicht ist ohne Bedeutung. Ich höre euch trotzdem.

Dialog 299 – 01.11.1987

Jörg:
Monika hat mir gesagt, sie fühle sich mutlos und traurig. Außerdem fühle sie sich wieder weit entfernt von dir und an nichts mehr so richtig angeschlossen.

Ich selbst habe eher eine sehr diffuse Traurigkeit, die ich höchstens auf meine Angst zurückführen kann, geradewegs in eine Katastrophe zu segeln. Also auch ich fühle mich entfernt von dir und leide deshalb mehr als vorher unter unserer Ärmlichkeit. Uns beiden gelingen die Gebete nicht mehr so richtig. Ich fühle mich ganz alleine, wenn ich sie spreche, und sie geben mir bei weitem nicht die Kraft, die sie mir zu anderen Zeiten geben konnten. Bitte sage uns, was da mit uns los ist und hilf uns aus dieser Stimmung heraus!

Ihr müsst wissen, dass ich niemals weiter oder näher von euch entfernt bin, sondern dass ihr selbst diese „Distanzen“ schafft, je nachdem auf welchen Teil von euch ihr hört. Zurzeit hat der kleine, der menschliche Teil von euch wieder einmal Oberhand und sofort fühlt ihr euch erdenschwer, hängen bleierne Gewichte an euren Gliedern, verliert ihr den Mut und das Vertrauen – und fühlt ihr euch entfernt von mir. Natürlich, denn in solchen Sümpfen halte ich mich nicht auf, dort werdet ihr mich also auch niemals antreffen.

Wer euch wirklich heraushelfen kann, seid einzig und alleine ihr selbst, und zwar indem ihr mich darum bittet! Ihr müsst weiterbeten, ob ihr euch dabei angeschlossen fühlt oder nicht ist ohne Bedeutung. Ich höre euch trotzdem. Gebete sind stärker als diese kleine Persönlichkeit in euch, die euch immer einreden möchte, dass der Mensch sich nur auf sich selbst verlassen darf und keinen Gott zum Leben braucht. Und die euch außerdem so leicht verunsichern kann, weil sie euch einzureden versteht, dass das Leben eigentlich eine recht gefährliche Angelegenheit sei und man niemandem trauen könne, nicht einmal sich selbst. Die also immer genau das Gegenteil von dem sagt, was ich sage.

Das einzige, was wirklich Gewicht hat, bin ich und sind eure Gebete zu mir. Und je öfter ihr das versucht, das Beten, umso fester und dicker wird die Verbindung, die ihr damit zu mir knüpft. Mit jedem Gebet kommt ein feiner Faden zu dem Seil dazu, dass ihr knüpft, und von Mal zu Mal wird es stärker. Und zwar auch dann, wenn ihr das nicht seht und euch entfernt oder nicht angeschlossen fühlt. Gebete sind niemals nutzlos und sie geben immer Kraft.

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