Dialog 301

icebeauty3

Du musst mich tatsächlich nicht immer um jedes Detail im Einzelnen bitten. Ein Gebet, dass diese Dinge einschließt, tut es natürlich auch. Wenn du dir sicher sein kannst, dass du wirklich darum bittest!

Dialog 301 – 3.11.1987

Monika:
Ich habe Schwierigkeiten, dich konkret um die Dinge zu bitten, die wir brauchen. Vor allen Dingen, weil es so viele sind, dass es mir seltsam vorkommt, alles einzeln aufzuzählen. Ich vergesse auch immer ein paar. Und dann das Ganze auch noch mehrmals am Tag. Meinem Empfinden nach ist ein inniges Gebet und die einmalige Bitte darin um die benötigten Dinge stimmiger. Damit meine ich nicht, dass ein einziges Gebet reicht, ich das einmalige Aufzählen.

Und möchte gerne eine Frage zu W. stellen, die mich schon lange beschäftigt:
Zu keinem der Männer, die ich vor Jörg kannte, hatte ich eine so intensive Beziehung. Und diese Beziehung ist von meiner Seite her nie abgeschlossen worden, denn ich leide immer noch unter den Geschehnissen von damals, obwohl ich mir W. heute gar nicht mehr als Partner vorstellen könnte. Mir ist, als hätte ich ihn damals „gesehen“. Ich erinnere mich, dass ich sehr oft auf ihn eingeredet habe, er aber mich nicht hören wollte. Irgendwie ist er ein Teil von mir. Als er sich von mir trennte und es damit begründete, dass er mich nicht liebe, da „wusste“ ich, dass das nicht stimmte und er sich das Herz förmlich aus der Brust reißen musste, um sich von mir zu trennen. Ich verstehe heute, dass es für mich gut so war, aber es schmerzt immer noch …

Die vorgeschlagene Übung habe ich gestern gemacht, aber die Energien sind viel zu schnell in mich eingedrungen, als dass ich sie hätte unterscheiden oder gar dich um Hilfe hätte bitten können.

Jörg:
Monika sagt, wenn ich in schlechter Stimmung wäre, dann würde ich sehr starke Energien aus dem Bauch herausschießen. Ich selber fühle in solchen Momenten einen starken Druck in der Bauchmitte, der richtig weh tut. Ist da wirklich etwas dran, dass ich Energien abschieße und wenn ja, warum funktioniert das nur bei „negativen“ Dingen? Wieso schieße ich solche Energiepfeile nicht immer ab und wieso merke ich davon selber auch nichts?

Zuerst zu Monikas Fragen:
Es ist ganz normal, dass die Energien schneller in dich einströmen, als dir das bewusst werden kann, da du eben noch ganz stark mit dem Wachbewusstsein arbeitest. Das ist aber ein sehr viel langsameres „Instrument“, als der Fluss der Energie, mit dem ich dich durch diese Übung vertraut machen will. Sammle erst einmal Erfahrungen damit. Du wirst dann merken, dass du dein Wachbewusstsein immer weniger bemühen musst. Dein eigenes Energiefeld wird mehr und mehr die Leitung übernehmen. Und je mehr du dich diesem Energiefeld überlassen kannst, umso mehr wirst du dich mir überlassen haben!

Deine Wahrnehmung von Energiefäden ist vollkommen richtig. So etwa könnte man es beschreiben, so würden manche Menschen es beschreiben, wenn sie „sehen“ könnten. Es gibt noch andere Arten dies zu „sehen“, andere Bilder, wenn du so willst. Das ist von Mensch zu Mensch verschieden. Entscheiden ist, dass man es überhaupt sieht. Du siehst es zwar noch nicht, aber du „stellst es dir vor“, wie du sagst. Das bedeutet: Dein Energiefeld hat dir diese Nachricht übermittelt und dein Kopf hat dir ein Bild davon gezeichnet. Mit der Zeit wirst du deinen Kopf dafür immer weniger brauchen.

Zum Bitten:
Du musst mich tatsächlich nicht immer um jedes Detail im Einzelnen bitten. Ein Gebet, dass diese Dinge einschließt, tut es natürlich auch. Wenn du dir sicher sein kannst, dass du wirklich darum bittest! Der Vorteil bei der Aufzählung ist, dass einem unter Umständen bei den häufigen Wiederholungen klar werden kann, dass man die eine oder andere Sache vielleicht doch nicht unbedingt so nötig braucht, wie man immer gedacht hat. Und dass andere Sachen in Wahrheit mehr Gewicht haben, als man am Anfang geglaubt hat. Um das unterscheiden zu lernen, sollte man sich das möglichst konkret vor Augen halten. Aber mache es, wie es sich für dich richtig anfühlt. Du musst selbst herausfinden, wie es stimmig für dich ist.

W. ist einer von den Menschen, mit denen du schon früher in einer Beziehung gestanden hast, deren Wege du also schon zu anderen Zeiten gekreuzt hast, und die jedes Mal eine Bedeutung für dich hatten und du für sie natürlich auch.

Das heißt: Du musstest diesem Menschen W. wiedertreffen, damit das nächste Stück eurer Beziehung gelernt werden konnte. Und ihr musstet euch trennen, nachdem das geschehen war. Du empfindest, dass diese Beziehung noch nicht zu Ende ist? Das ist richtig. Du wirst ihn auch wiedertreffen, aber nicht mehr als W. wird er eine Rolle in deinem Leben spielen. Weh tut es, weil der Geist sozusagen „hellwach“ wird, wenn er auf einen wirklich wichtigen Geist trifft. Solche Beziehungen gehen nie ohne Wunden auseinander.

Jörg, es stimmt selbstverständlich, dass du Kraft aus deiner Bauchmitte „schießen“ kannst. Dass du es nur merkst, wenn es Krach zwischen euch gibt bzw. überhaupt nur dann, wenn du dich mit jemandem streitest, liegt daran, dass nur in diesen Momenten dein Wachbewusstsein weitgehend ausgeschaltet ist und deine Energie alleine das Regiment übernommen hat. Solange dein Wachbewusstsein da mitmischt, wird diese Kraftquelle kaum richtig genutzt werden. Um zu lernen, dich von deiner Energie leiten zu lassen kannst du es mit der gleichen Übung versuchen, die ich Monika gegeben habe.

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