Dialog 308

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Und – ganz wichtig – akzeptiere alles, was von da an kommt, als meinen Willen, und zwar jetzt schon. Du musst in dem Bewusstsein dorthin gehen, dass du lediglich meinen Willen auf der Erde ausführst.

Dialog 308 – 30.11.1987

Jörg:
Wir brauchen deinen Rat. Die Dinge überschlagen sich jetzt. Alle wollen sie jetzt ihr Geld und ich weiß nicht was tun. Die Bank hat den Ausgleich des Überziehungskredit gefordert und wenn wir das nicht sofort erledigen könnten, sollte ich vorbeikommen, um eine „der Situation angemessene Lösung zu suchen“. Das kann man zwar als freundliches Angebot verstehen. Es kann aber auch nur eine kühle Standardfloskel sein, die eher drohend gemeint ist. Was sollen/können wir tun?

Warte die neuesten Entwicklungen ab. Sie mögen dir vielleicht schon Klarheit geben. Mit der Bank solltest du jedoch tatsächlich reden. Aber es wäre gut, wenn du nicht mit leeren Händen gehst, also auch einen Vorschlag machen kannst.

Betrachte die Bank als deinen PARTNER, nicht als deinen Gegner. Deine Pläne haben sich nicht so wie gewünscht entwickelt, daran ist nichts Ungewöhnliches, das kommt vor, und nun muss eine Lösung gefunden werden. MIT der Bank, den auf die seid ihr angewiesen.

Du kannst vorschlagen, dir in Deutschland eine Arbeit zu suchen und die Bank bitten, noch etwas Geduld mit euch zu haben. Auf einen vernünftigen Vorschlag wird man jederzeit eingehen.

Sie diese Dinge nicht als Bedrohung, sondern als Chance. Ihr habt viel zu lange keine Initiative gezeigt. Habt wohl Vertrauen gehabt, dass sich alles irgendwie regeln würde, aber das ist nicht genug. Ihr müsst auch euren Teil dazu beitragen, der muss aber von EUCH kommen. Hätten eure diversen Gläubiger jetzt nicht Alarm geschlagen, wie lange wäre euer passives Leben weitergegangen?

Ein paar Tage später …

Auf der einen Seite bin ich zwar überhaupt nicht ängstlich oder besorgt wegen dieses Gesprächs mit der Bank. Andererseits bin ich aber doch ziemlich zappelig innerlich. Dieses Gespräch ist mir sehr unangenehm und ich wollte es wäre schon vorbei. Was geht da vor in mir? Was sehe ich nicht?

Du siehst wie immer das Wesentliche nicht. Für dich geht es wieder einmal nur um die Äußerlichkeiten, nämlich wie du aus der Situation das Beste machen, wie du den Bankdirektor am ehesten überzeugen kannst. Dabei wäre etwas ganz anderes zu lernen: Nämlich wie man erkennt, dass alles was euch geschieht mein Wille ist!

In diesem Satz steckt mehr drin, als du auf den ersten Blick denkst. Er enthält sogar alles, was für euer Leben von Bedeutung ist. Aber du kannst ihn noch immer nicht vollkommen entschlüsseln. Und deshalb scheinen sich die Dinge, die euch begegnen, immer wieder zu feindseligen Ungeheuern aufzurichten, was eigentlich gar nicht sein müsste. Aber das versteht ihr jetzt noch nicht.

Für heute so viel: Leg dir nicht in deinem Kopf zurecht, wie du deinen Gesprächspartner am besten überzeugen willst, sondern versetze dich einfach in seine Lage und sei ehrlich mit dir und mit ihm. Seine Lage ist: Er fühlt sich irgendwie veralbert, nachdem aus dem angekündigten großen Geschäft nichts geworden ist. Worauf es jetzt ankommt ist Verständnis dafür und Ehrlichkeit. Sag ihm, dass Schwierigkeiten aufgetreten sind, mit denen ihr nicht gerechnet habt und dass ihr in eine heikle Situation geraten seid. Mach ihm Vorschläge, wie man die Situation klären könnte. Und – ganz wichtig – akzeptiere alles, was von da an kommt, als meinen Willen, und zwar jetzt schon. Du musst in dem Bewusstsein dorthin gehen, dass du lediglich meinen Willen auf der Erde ausführst. Verantwortlich bist du allenfalls für die Dummheiten, die du immer wieder machst. Für die großen Linien des Spiels bist du nicht zur Verantwortung zu ziehen. Die habe ich entworfen.

Vielleicht ist es blöd das zu sagen, aber mir wäre es wahrscheinlich lieber, du würdest uns einmal klipp und klar sagen: „Ich will, dass ihr dieses lasst und jenes tut.“ Irgendeine klare Anweisung. Ich glaube, ich wäre stärker und könnte Belastungen besser ertragen, wenn ich wüsste, du hast das genauso und nicht anders gewollt.

Aber das tut ich doch die ganze Zeit: Ich erkläre dir fortwährend, dass alles, was euch zurzeit geschieht, mein fester Wille ist. Was willst du denn noch mehr? Reichen dir denn die Schwierigkeiten noch nicht, dass du nach weiteren verlangst? Die Belastungen die ihr ertragt sind bereits enorm. Und immer stehe ich bei euch, rate euch zu den nächsten Schritten und erinnere euch daran, dass es mein Wille ist, der hier geschieht.

Warte nur ab. Man muss den Entwicklungen nicht entgegenlaufen. Sie kommen schon rechtzeitig auf einen zu. Außerdem tut es gut, sich zuweilen daran zu erinnern, dass ich anderen Menschen ganz anderes Leid aufbürden muss, damit sie verstehen lernen. Euch habe ich bisher immer mit dem Nötigsten versorgt. Mehr als das Nötigste konnte ich euch nicht geben, weil ihr sonst friedlich eingeschlafen wärt und die Chance vertan hättet. Ansonsten aber habe ich euch regelrecht geschont!

Was mich sehr belastet, sind die offenen Rechnungen speziell von unsere Lieferanten. Ich habe das Gefühl diese Menschen missbraucht zu haben, die uns doch bereits eine Dienstleistung erbracht haben. Warum lässt du hier keine Änderung zu?

Alles zu seiner Zeit.
Außerdem: Was dich daran stört, ist dein verletzter Stolz. Die Sache ist nicht wirklich peinlich in dem Sinne, dass du dich ehrlich in der Schuld dieser Leute fühlen würdest. Sondern es stört dich, dass du mit leeren Händen vor diesen Menschen stehst. Bei einer Behörde stört dich das weniger, weil eine Behörde anonymer ist. So sieht das aus.

Es gehört alles zu meinem Plan, darum nimm alles so wie es kommt.

Eine Frage zum Geschäft. Der Handel funktioniert nicht kommt überhaupt nicht in Fahrt. Irgendetwas machen wir doch offensichtlich falsch. Du hattest gesagt, wir sollen das Geschäft mit deiner Hilfe machen, aber das haben wir anscheinend bis jetzt noch nicht getan. Wir haben es alleine versucht und es klappt nicht. Nur – wie hilfst du uns dabei? Wie macht man Geschäfte zusammen mit dir?

Ganz wie die übrigen Dinge, die ihr tut. Man fragt mich und vor allem, man „weiß“, dass es nur mit meiner Hilfe gehen kann. Man hat mich wirklich und wahrhaftig an die erste Stelle gesetzt. Solange das nicht geschehen ist, kann ich nicht viel ausrichten.

Aber das ist keine Frage der Entscheidung des Kopfes („so, jetzt setzen wir den mal an erste Stelle, vielleicht klappt es dann wirklich besser“), sondern es ist eine innere Entscheidung. Die, an der ihr zurzeit auf allen Ebenen arbeitet und um die es überhaupt in eurem Leben geht. Der Handel ist nur eine Erscheinungsform von vielen, die euch Hilfe und Zeichen sein können. An ihnen könnt ihr lernen.

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