Dialog 313

winterrose1

Wenn es (scheinbar) nicht weitergeht, dann deshalb, weil etwas in euch sich dagegen sperrt. Das ist nicht nur negativ zu betrachten. Es ist überhaupt nicht negativ, denn dieses Etwas in euch, dass sich da sperrt, mag seine guten Gründe haben und mag es sehr gut mit euch meinen. Und dieses etwas ist mit mir identisch.

Dialog 313 – 12.12.1987

Monika:.

Heute sind wieder eine hohe Rechnung und eine Mahnung ins Haus gekommen, die wir nicht bezahlen können. Das habe ich nicht verkraftet. Ich habe das Gefühl, einfach nicht mehr zu können. Jeden Tag bitte ich dich, mir zu einer Lösung zu verhelfen, aber es fällt mir nichts ein. Ich habe keine Ahnung, was ich noch tun soll. Ich weiß, du willst das alles so. Aber warum lässt du uns so leiden? Ich verstehe nicht mehr. Warum gibt es keinen anderen Weg zu dir zu finden? Warum hilfst du uns nicht? Es ist uns doch schon lange klar, dass nur du uns helfen kannst. Ich tue doch alles, was ich nur tun kann, um zu dir zu kommen.

Du könntest dir all diese Fragen ebenso gut selber stellen. „Warum helfe ich mir nicht? Es ist doch schon lange klar, dass nur ich mir helfen kann.“ Und so weiter.

Wenn es (scheinbar) nicht weitergeht, dann deshalb, weil etwas in euch sich dagegen sperrt. Das ist nicht nur negativ zu betrachten. Es ist überhaupt nicht negativ, denn dieses Etwas in euch, dass sich da sperrt, mag seine guten Gründe haben und mag es sehr gut mit euch meinen. Und dieses etwas ist mit mir identisch.

Selten ist jemand der leidet der Meinung, dies sei gut für ihn. Die reinigende Kraft des Leidens wird kaum richtig erkannt. Ich will für euch hoffen, dass niemals der Tag eintreten wird, an dem ihr sehnsüchtig auf diese Zeit zurückblickt, weil ihr innerlich wieder stehengeblieben seid. An dem ihr begreifen würdet, dass jetzt, wo ihr meint nichts ginge mehr, dass gerade jetzt die wichtigsten Dinge geschehen.

Jörg:
Warum sehen wir denn diese wichtigen Dinge nicht? Und was nützt es denn, dass sie passieren, wenn wir nichts davon merken?

Jeder Augenblick, den ihr zurzeit erlebt, verändert euch und dient eurer Entwicklung. Euer Verstand mag euch vormachen, es ginge nicht mehr weiter. Doch in Wahrheit will er nur die Entwicklungen nicht sehen. Sie wurden ja auch nicht für ihn gemacht, entsprechen nicht seinem Wahrnehmungsvermögen, werden nicht auf seiner Wellenlänge gesendet.

Ihr aber entwickelt euch in jedem einzelnen Augenblick, reift an diesen Erfahrungen, speichert Kraft, reinigt euch du bereitet euch vor. Bis ihr eines Tages vor Entwicklungen steht, die genau diese Vorbereitung verlangen werden.

Keine Sekunde die ihr jetzt erlebt ist überflüssig oder hätte durch eine bessere ersetzt werden können.

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