Dialog 323

spring-awakening-678133_640

Es gibt aber einen göttlichen Plan in jedem Leben. Also auch für euch. Einen für jeden und einen für euch beide gemeinsam, wobei das untrennbar miteinander zusammenhängt. Nach diesem Plan ist euer Leben wie eine Pyramide aufgebaut, mit einer Basis und einer Spitze. In dieser Pyramide hat jeder Stein seinen festen, ihm zugewiesenen Platz. Er kann nur an der für ihn bestimmten Stelle eingebaut werden, nicht irgendwo.

Dialog 323 – 06.01.1988

Monika:
Eben, beim Ordnen deiner Botschaften, fiel mir auf, dass wir seit langem immer wieder Geld brauchen und uns bereits vor 2 Jahren gesagt hast, wir würden immer nur auf die äußeren Dinge schauen, aber für die Manifestationen bedürfe es er Entwicklung der inneren Kraft. Außerdem hätten wir eine zu passive „Papa wird’s schon richten-Haltung“.

Mir scheint, es hat sich seit damals nicht viel verändert bei uns. Unser Glaube an dich ist noch immer nicht so stark, dass wir keine Angst haben. Und es fällt uns beim besten Willen nicht viel ein, was wir tun könnten. Weder innerlich noch äußerlich. Zwar beten wir täglich und zwar versuchen wir in dem Geschehen deinen Willen zu sehen – aber reicht das, um uns aus dieser Lage zu befreien?

Ich HABE Angst davor, dass es eventuell dein Wille sein könnte, dass wir auf der Straße sitzen. Und ich habe Angst, dass mich alle Leute für verrückt halten, an eine Führung zu glauben, die uns solchen Härten aussetzt. Es kommt sogar vor, dass ich es bedauere mich vor 3 Jahren voller kindlichem Vertrauen auf den Weg gemacht zu haben. Findest du nicht, dass wir auch einmal eine Belohnung verdienen?

Okay, ich bin jetzt wahrscheinlich ungerecht und sehe alles verzerrt. Aber die ganzen letzten Jahre scheinen mir eine ewige Folge von Prüfungen und Härten gewesen zu sein. Ich möchte jetzt meinen freien Willen dazu benutzen dürfen, eine Lösung unserer Schwierigkeiten zu finden und ein wenig verschnaufen!

Ich fühle mich von dir verraten. Ich habe so daran geglaubt, dass du uns helfen würdest. Ich habe so darum gebetet. Ich fühle mich so zerrissen, so haltlos, so verwundbar.

Was nützen mir Fähigkeiten, die ich nicht bewusst handhaben kann, die mich krank und schutzlos machen? Wann immer ich etwas hatte, das mir Spaß und Freude machte, wurde ich direkt oder indirekt gestoppt.

Du bist mein einziger Halt, aber es tut weh, sich an dir festzuhalten.

Es erschreckt euch, dass ihr offenbar seit Oktober 1986 „keinen Schritt weitergekommen seid“? Wenn ihr wüsstet, dass ihr um die Lösung einer der schwierigsten Aufgaben ringt, denen Menschen sich stellen können, würdet ihr euch weder erschrecken noch wundern. Ihr hättet im Gegenteil allen Grund stolz auf euch zu sein. Mehr oder weniger habt ihr nur etwa ein Jahr gebraucht, um eine wirkliche Veränderung einzuleiten. Das mag euch wie Hohn klingen, aber das ist natürlich keiner.

Es gilt noch immer: Solange ihr nur auf „das Äußere“ schaut und nicht das Wesen der Dinge erkennt, solange könnt ihr auch euer Wesen nicht harmonisch in Einklang mit der Welt bringen.

Alles hat Wesen und von all den Lichtpunkten, aus denen die Welt „zusammengesetzt“ ist, gibt es eine besondere, ausgewählte Anzahl, praktisch eine kleine Handvoll solcher Licht- und Wesenspunkte, die für euch bestimmt dazu sind, dass ihr euch ihrer in diesem von mir geschenkten Leben bedient.

Euer großes Ich oder, wie ihr es nennt, höheres Ich kennt diese Punkte und streift durch die Welt, um sie zu finden und sich mit ihnen zu verbinden. Es ist wie bei einem Computerprogramm, in dem ein Angebot von Informationen mit einer ganz bestimmten Kennung abgefragt wird. Hunderte Millionen Informationseinheiten reagieren auf diese Anfrage nicht oder geben verwirrende Antworten. Erst wenn die richtigen Informationen angesprochen wurden, ergibt das Ganze einen Sinn.

Eure Angewohnheit, die Dinge immer nur von ihrer äußeren Seite zu betrachten, ist wie ein Abfragen des Computers nach Informationen, die man nicht kennt. Eine entsetzlich mühsame Angelegenheit.

Aber hier seid ihr nun höchstwahrscheinlich wirklich durch, zumindest habt ihr jetzt die Chance dazu. Denn jetzt kennt ihr die Informationen, nach denen ihr fragt, und könnt deshalb die Antworten viel leichter sortieren in „brauchbar“ und „unbrauchbar“. Das konntet ihr vorher nicht. Und so war für euch immer alles möglich oder auch unmöglich. Ihr wusstet nie, woran ihr wart.

Das hat sich geändert, seit ihr auf einmal so zornig und glücklich. Das war einer der wirklich besten Schritte seit Beginn meiner Führung. Ich will euch das erklären, sonst heißt es wieder, ich würde euch nur wieder darin bestärken, in die nächste Sackgasse zu rennen.

Monika hat – ohne es zu wissen – alle entscheidenden Erkenntnisse bereits formuliert. Nur hat sie ihre Erkenntnisse sozusagen negativ verdreht.

Der Unterschied zwischen „dem Haus, das ihr jetzt im Süden sucht“ und „dem Haus, das ihr in der Bretagne gesucht hattet“ ist ein ganz erheblicher. In der Bretagne habt ihr wirklich immer nur das Haus gesehen und mehr nicht. Äußerlichkeiten. Ihr hattet keinen Kontakt zu dem Wesen der Dinge. Haus war Haus. Markt war Markt. Geld war Geld. Alles war getrennt voneinander und deshalb musste auch alles getrennt behandelt werden. Folglich hat auch jeder einzelne Bereich eure volle Aufmerksamkeit verlangt – und sich bitterlich gerecht, wenn ihr ihm die nicht geben konntet, denn das konntet ihr nicht. Ihr habt nur 100 % zu verteilen und konntet deshalb nur jedem Bereich den ihm zustehenden Teil geben. Jeder forderte aber 100 % und weil ihr die Dinge nur von außen sehen konntet, musstet ihr ins Schwimmen kommen. Markt, Land, Haus, Garten, spirituelles Wachstum, alles wollte 100 % von euch. Sie können gierig wie Raubtiere sein, diese „Dinge“, wenn man sie nicht beherrschen kann und sich von ihnen beherrschen lassen muss.

Es gibt aber einen göttlichen Plan in jedem Leben. Also auch für euch. Einen für jeden und einen für euch beide gemeinsam, wobei das untrennbar miteinander zusammenhängt. Nach diesem Plan ist euer Leben wie eine Pyramide aufgebaut, mit einer Basis und einer Spitze. In dieser Pyramide hat jeder Stein seinen festen, ihm zugewiesenen Platz. Er kann nur an der für ihn bestimmten Stelle eingebaut werden, nicht irgendwo.

Stelle dir nun vor, dass jeder Mensch als „Lebenskapital“ alle Steine von mir bekommt, die zum Bau SEINER Pyramide nötig sind. Dann siehst du als Bild vielleicht eine riesige Baustelle vor dir, in der jeder Mensch an SEINER Pyramide arbeitet. Manche sind fertig, andere im Bau, einige bleiben unvollkommen und bei manchen kommen die „Besitzer“ mit ihrem Steinhaufen überhaupt nicht zurecht, es bleibt ein wüster Hafen Baumaterial und nirgendwo ist eine Ordnung zu erkennen. Dann muss die Aufgabe in einem neuen Leben neu begonnen werden – solange bist die Pyramide steht!

Wenn ich euch sage, dass ihr die Dinge immer wieder von außen setzt und ihr Wesen nicht erkennt, dann ist das wie mit den behauenen Bausteinen eurer Pyramiden. Äußerlich gesehen könnte jeder passen. Aber in Wahrheit gibt es für jeden Stein nur EINEN Platz, an dem er eingefügt werden kann. Das ist das Puzzlespiel des Lebens. Wer das WESEN der Dinge nicht sieht, sondern nur auf das Äußere achtet, der muss tatsächlich viel herumprobieren und folglich auch viele Rückschläge und Enttäuschungen einstecken.

Wer aber an mich glaubt, der hat den Weg der Erkenntnis beschritten und lernt nun mehr und mehr das Wesen der Dinge zu erkennen. Auf diesem Weg – und nun kommen wir langsam zum Wesentlichen – gibt e aber so etwas wie einen Durchbruch. Erst wenn das geschehen ist, kann es mit dem Bau der Pyramide wirklich zügig vorangehen. Dann nämlich greift man mit großer Sicherheit stets die einzig richtigen Steine heraus und das Leben bekommt Richtung, Ziel und Reichtum, wo vorher Wirrnis, Qual und Mangel herrschte.

Euch auf diesen Durchbruch hinzuführen, habe ich mich eurer angenommen. Durchbruch heißt aber, dass etwas brechen muss – und das tut weh.

Ist es schon passiert? Oder wird es bald passieren? Braucht ihr noch mehr Druck oder war es genug? Dazu sage ich nichts Das müsst ihr erleben. Darüber zu lesen ist ohne Bedeutung.

Das wirklich Entscheidende an eurem „Leben im Süden“ ist, dass ihr jetzt innere Werte damit verbindet und euch die äußeren Umstände weniger wichtig erscheinen. Das ist ein großer Unterschied zu dem „Haus in der Bretagne“. Und deshalb seid ihr wirklich entscheidend vorangekommen.

Ihr seid nicht auf der Welt, um „irgendein Leben“ zu leben. Um das wirklich zu begreifen, musstet ihr sogar bis in die Rue des Sports in Riec gehen – und an ihr scheitern. Wer in der Rue des Sports leben will, der muss ein ganz normales Leben führen. Das heißt, auf der großen Baustelle sind diese Menschen zufrieden, wenn sie hier und da einen passenden Stein erwischen, aber im Wesentlichen sitzen sie noch auf den Fundamenten, während um sie herum die Pyramiden in den Himmel wachsen.

Ihr seid auf der Welt um zum Durchbruch zu kommen. Das steht bei euch an. Deshalb MÜSSEN euch alle Versuche, wie normale Menschen zu leben, hartnäckig misslingen.

Was du, Monika, also als Strafe, Prüfungen und Härte erlebst, sind nichts dergleichen, sondern es sind die Schmerzen der Bausteine, die euch immer wieder auf die Füße fallen, weil sie falsch eingebaut wurden und nicht halten können und deshalb herausfallen.

Jetzt, indem du sagst: „Ich pfeife auf Gott und benutze meinen freien Willen, so zu leben, wie ich das will!“, hast du den allerwichtigsten Schritt getan, seit du auf der Welt bist! DU bist der Baumeister deiner Pyramide, DU bist der Schmied deines Glücks. Dein freier Wille ist der Joker im Spiel des Lebens mit mir. Und du kannst, ja du MUSST ihn immer einsetzen können. Er darf nie blockiert sein.

Ich muss jeden Versuch verhindern, eine bürgerliche Existenz aufzubauen. Dazu seid ihr nicht auf der Welt und das ist meine Führungsaufgabe. Auf euch wirkt da wie Härten und Prüfungen, aber das ist eben nur eure Sichtweise.

Je früher ihr euch aus dieser bürgerlichen Umklammerung befreit und euch auf eure wirklichen Aufgaben besinnt, umso besser für euch.

Obwohl es keinen Ort gibt, wo ihr eure inneren Ziele nicht leben könntet, kann der eine oder andere Ort dafür mehr oder weniger geeignet sein. Wenn euch also der Süden hilft, eure wirkliche innere Bestimmung zu leben, dann nutzt diese Hilfe.

Zu eurer aktuellen Lage:
Solange ihr den Druck der Schulden noch wie eine finstere Bedrohung empfindet, seid ihr noch nicht ganz „durch“. Erst wenn euch „die Sonne des Südens“ (sprich, das Licht eures wirklichen Innersten) beginnt auszustrahlen, werden auch die Schatten verschwinden.

Ihr habt euch auf ein bürgerliches Leben einlassen wollen, aber seine Spielregeln nicht eingehalten. Denn eure Wesen, euer wirkliches ICH, strebt nach Licht, nach Freude, nach Fülle, wovon aber das bürgerliche Leben der Welt der Erscheinungen nur einen billigen Abklatsch geben kann. Nachdem ihr gemerkt habt, dass es nicht das war, was ihr wolltet, wollt ihr nun gehen und weigert euch die Rechnung zu bezahlen. Dagegen aber läuft diese Welt Sturm und schreit nun „haltet den Dieb“. Das ist ganz normal.

Im Moment seid ihr sozusagen hin und her gerissen zwischen alter und neuer Welt und könnt euch aus der Umklammerung der alten nicht befreien. Genau das verursacht die Schmerzen. Je stärker und wichtiger das in euch wird, was ihr mit „dem Süden“ verbindet, umso leichter werdet ihr euch aus diesen Problemen lösen können.

Schreibe einen Kommentar