Dialog 33

Leiden, dessen Ende abzusehen ist, ist kein Leiden, sondern eine Geduldsprobe. Wenn Leiden läutern soll, dann muss es ganz durchlebt werden, sonst kann es seine reinigende Kraft nicht entwickeln.

Dialog 33, 17.01.1986
Monika und mir geht es nicht gut. Mir geht es nicht gut, weil es Moni nicht gut geht. Und außerdem geht es mir sowieso nicht gut, seid ich gestern bei der ASSECDIC in Quimper war.
Es macht mich ganz krank, wenn ich sehen muss, wie Moni leidet und so gar keine Kraft aus dem schöpfen kann, was du ihr sagst. Was haben dann deine Botschaften an sie für einen Zweck, wenn sie seitenweise nur lesen muss, dass sie leiden soll? Leiden ist ja schön und gut, aber man muss doch auch den Sinn dahinter sehen können, sonst hält man das doch nicht aus!
Wenn ich Moni so sehe habe ich richtig Lust, alles hier hinzuschmeißen, mit ihr nach Deutschland zurückzuführen, mir eine gut bezahlte Stelle zu suchen und ihr ein Leben zu ermöglichen, bei dem sie sich wirklich mal auf ihr Weise entfalten kann. Ich finde das selber so schlimm, dass sich so ein Mensch im Alltag aufreibt. Dafür ist sie doch gar nicht gemacht!

Nein, dafür ist sie sicherlich nicht gemacht. Aber wofür sie gemacht ist, kannst du nicht wissen. Dass deine Pläne unsinnig sind, weißt du sicherlich selber. Außerdem gehen sie an dem Problem deiner Frau erst recht vorbei. Ein Leben, „bei dem sie sich wirklich mal auf ihre Weise entfalten kann“ kannst du ihr mit Geld nicht kaufen. Sie wird diese Bestimmung finden, aber eben deshalb ist sie jetzt hier.

Leiden, dessen Ende abzusehen ist, ist kein Leiden, sondern eine Geduldsprobe. Wenn Leiden 
läutern soll, dann muss es ganz durchlebt werden, sonst kann es seine reinigende Kraft nicht entwickeln.

Du kannst schon etwas tun. Aber nicht, was du dir ausgedacht hast.
Du kannst deiner Frau mehr 
Aufmerksamkeit schenken und dich weniger in deinen Gedanken verlieren. Du siehst von ihrem Leid immer nur einen Zipfel. Du wirst überhaupt erst darauf aufmerksam, wenn sie weint oder wenn sie es dir sagt.
Du bist in vielerlei Hinsicht viel praktischer veranlagt und erdenverbundener als sie und könntest ihren Alltag um manches erleichtern, was sie jetzt noch zusätzlich bedrückt. Du kannst viel Kraft daraus schöpfen, etwas praktisch erledigt zu haben. Mehr noch, solche Dinge helfen dir, dich nicht ständig in Grübeleien zu verlieren. Wenn du mehr auf deine Frau achten und ihr praktische
Dinge abnehmen würdest, von denen sie oft viel zu viele hat, könntest du ihr wirklich helfen.

Später am Tag:
Wie sieht es eigentlich mit dem Auto aus, dem Zweitwagen, den wir doch für den Markt brauchen. Hast du nicht gesagt: Manifestiert euch diesen Wagen?

Ja, aber da war noch nicht deutlich, wie viele Lernschritte ihr noch machen müsst, bis ihr zu diesem Punkt kommt. Heute muss ich euch selbst in den kleinsten Dingen eures alltäglichen Lebens führen, weil ihr sonst hoffnungslos verloren gingt. Für die Manifestation eines Autos fehlt euch noch jede Voraussetzung.

Dann ist es also erst einmal nichts mit diesem Auto?

Das habe ich nicht gesagt. Wir werden das abwarten müssen. Ich haben nur gesagt, dass IHR es nicht werdet manifestieren können. Was nicht bedeutet, dass ihr keines bekommen könnt. Nicht jeder, der ein Auto besitzt, hat es sich manifestiert.

Aber zum Kaufen reicht doch unser Geld niemals.

Und woher weißt du das?

Ich frage mich gerade, wieso du nicht wissen konntest, dass wir zum Manifestieren von Dingen noch nicht reif sind. Wieso gibt es Dinge, die du nicht weißt?

Da ist er wieder, der alte Unglaube. Du hast ein Bild von mir, und jetzt passt da für dich etwas nicht zusammen. Jörg, du wirst dich damit abfinden müssen: Ich wusste es nicht, oder zumindest hört es sich in deiner Sprache so an. Ich wusste nicht, was für zwei störrische Esel ich mir da für meine Pläne ausgesucht habe.

Du sprichst heute mit mir, wie ein Kumpel vom Biertisch.

Ich spreche ja auch nicht immer so, aber heute scheint es die Sprache zu sein, die du am besten verstehst. Und ich will, dass du mich verstehst. Deshalb habe ich heute diesen Tonfall gewählt.

Jeder, der mich hört, empfindet mich anders. Und vieles, was nachher davon gedruckt wird, ist noch einmal gründlich aufgearbeitet worden, damit es „in das Bild passt“, dass man sich gemeinhin von mir macht. Aber immer spreche ich so, wie es dem Naturell des jeweiligen Empfängers entspricht – und seinen Stimmungslagen.

Auch du „druckst“ mich in deiner Sprache, weil auch du dein Bild von mir hast. Für dich bin ich 
ein Vater, wie du ihn dir selber vielleicht immer gewünscht hast. Du sprichst mich sehr vertraulich an und deshalb kann ich dir auch in deiner Sprache antworten. Wir sind halt auf „du“ miteinander. Aber wie wir miteinander reden, darauf kommt es nicht an. Wichtig ist nur, dass du mich verstehst und dass du Vertrauen zu mir fasst. Wir befinden uns immer noch in der Übungsphase und wenn es um solche Dinge geht wie jetzt, warum sollte ich dir da Angst machen? Im Gegenteil: Auch das ist eine Übung in Vertrauen für dich! Lerne, das, was ich sage, als meine Worte zu nehmen, wie immer sie sich anhören.

Nimm dir nicht die Bücher zum Maßstab, die du als meine Worte kennst. Nicht die Bibel und nicht die Bücher von Eileen Caddy. Es gibt für dich nur einen Maßstab und das sind die Worte, die DU empfängst. Zu Eileen habe ich ganz anders gesprochen, weil sie ein ganz anderer Mensch ist als du. Als sie den Weg zu mir gefunden hatte, war sie bereits viel weiter und ihre innere Reife war eine andere.

Deshalb sind deine Worte nicht weniger die meinen, sie klingen eben nur anders,
weil auch du ein anderer bist. In dem Maße, wie du dich veränderst, werden sich auch deine Texte verändern. Das sind Begleiterscheinungen und nicht wichtig. Und solltest du einmal diese

Seiten veröffentlichen wollen, wirst du auch den Wunsch haben, sie noch einmal zu überarbeiten, um sie „auf mein Niveau“ zu bringen. Wenn es aber soweit ist, sprich noch einmal mit mir- DAMIT ICH DICH DAVON ABBRINGEN KANN.

Ich möchte noch einmal etwas zu gestern sagen: Ich war sehr bedrückt nach diesem Besuch bei Der ASSEDIC in Quimper. Eigentlich bin ich es noch immer. Ich fühle mich diesem riesigen Apparat irgendwie ausgeliefert und wir brauchen doch so dringend unser Geld.

Du bist nicht diesem Apparat ausgeliefert sondern mir. Wenn ich will, dass eure Zahlungen kommen, dann werden sie kommen. Wenn sie allerdings auf sich warten lassen, liegt der Grund auch bei mir.

Du hast uns aber in Aussicht gestellt, dass die Zahlungen bald erfolgen würden.

Da ihr ständig die Spielregeln unseres Miteinanders verletzt, dürft ihr auch bei mir nicht darauf pochen, dass ich sie einhalte. Wohlgemerkt: Ich sage nicht, dass ich eure Gelder zurückhalte. Ich sage nur: Diese Dinge befinden sich in stetem Fluss. Wie sie fließen und wohin, bestimmt ihr sehr stark mit.

Was sind das für Regelverletzungen, die du uns vorwirfst.

Es sind unzählige und ich führe sie nicht im Einzelnen auf. Ihr haltet euch nie strikt an meine Anweisungen, das ist das Entscheidende. Kleine Abweichungen hier und da kann ich akzeptieren, aber ihr legt meine Worten noch immer zu großzügig aus.
Jörg: Wenn ich sage: Heute keinen 
Wein, dann darfst du nicht nach dem Markt in ein Café gehen und dort einen Wein trinken, auch wenn das nur ein winziges Gläschen ist. Ich meine, was ich sage. Und wenn ich „keinen Wein“ sage, rede ich nicht nur von Flaschen. Das ist EIN Beispiel. Wenn ihr sucht, werdet ihr noch andere finden.

Warum reitest du bloß so auf diesen Kleinigkeiten herum?

Weil es keine Kleinigkeiten sind. Es sind hoch wichtige Übungen! Ihr müsst lernen, euren Geist auf EIN Ziel zu richten und das bedeutet immer, dass andere Ziele dabei herausfallen müssen. Das sind Übungen und ihr MÜSST sie machen! Verlasst euch darauf, ich werde euch erst weiterführen können, wenn ihr das gelernt habt.

© Monika Laube. Du darfst diesen Artikel zum persönlichen Gebrauch unverändert kopieren und weitergeben, vorausgesetzt dieser Copyright Hinweis steht am Ende des Dokumentes.  Für eine gewerbliche Nutzung nimm bitte Kontakt mit mir auf.

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