Dialog 333

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Ein positives Grundgefühl ist die erste Voraussetzung dafür, sich überhaupt für eine Sache entscheiden zu können. Und wenn etwas auf euch zukommt, ist es in jedem Falle Träger einer meiner Botschaften! Das solltet ihr euch immer gut merken. …Eure Überlegungen dazu sind immer müßig. Fragt nur, ob etwas in euch laut und deutlich „ja“ sagt oder nicht. Und wenn umgekehrt etwas „Nein“ sagt, dann müsst ihr euch ebenfalls fragen, was das ist und was es sagen will. Sind es nur Überlegungen und Stimmen, die zur Vorsicht mahnen, hat es selten Gutes damit auf sich.

Dialog 333 – 19.02.1988

Monika:
Ich fühle mich total verwirrt und so, als hätte ich den Boden unter den Füßen verloren. Ich finde meinen Rhythmus hier nicht, finde keinen Halt, fühle mich abgeschnitten. Astrologische Beratungen sind alles, was ich derzeit anzubieten habe, doch es scheint sich mir diesbezüglich alles entgegenzustellen.

Ich bin sehr erschöpft, schlafe bei meinen Übungen regelmäßig ein, bin ständig den Tränen nahe und fühle mich einfach kreuzunglücklich.

Jetzt ist es 4 Uhr morgens. Ich bin aufgewacht und grübele über den Albtraum, den ich eben hatte. Eine Art innerer oder unsichtbarer Tod einer ganzen Familie, richtig gruselig. Alle Mitglieder der Familie lebten rein körperlich noch eine Weile und verschwanden dann irgendwann einfach. Aber immer blieb ein Abbild übrig, das man plötzlich auf einem Wandbild entdecken konnte. Und es gab da eine Person, die konnte sich den Tod anderer herbeiwünschen und hatte so diese Familie getötet. Die ruhelosen Seelen der Toten aber geisterten weiterhin durch das Haus. Mir ist immer noch ganz gruselig. Ich träume seit ein paar Tagen sehr anstrengend und dieser Traum ist so belastend. Könntest du mir bitte etwas dazu sagen?

Jörg:
Außerdem hatte Monika noch einen zweiten Traum mit ähnlichen Todesinhalten. Sie wurde von einer Rockerbande verfolgt, die ihr mit Scherben das Gesicht zerschneiden wollten oder so ähnlich. Das soll ich dir noch sagen.

Dann bitte auch ich dich um Rat und Hilfe zu meiner Arbeitssuche. Ich hatte bei einem Angebot ein sehr gutes Gefühl, habe aber Bedenken, da ich zeitlich sehr gebunden wäre und der Ertrag entspräche dem Aufwand nicht wirklich. Außerdem habe ich da noch dieses Angebot von einem Informatiker, der einen Partner für die Bereiche Werbung und Marketing gegen Umsatzbeteiligung sucht. Hört sich auch interessant an. Aber passt das alles mit unseren Plänen zusammen?

Monika, du befindest dich noch immer in einem Reinigungsprozess und der ist hart und schwierig. Und zudem sehr schmerzhaft. Es ist noch nicht an der Zeit, dass du zu deiner Sache finden sollst. Ich habe es so bestimmt und ich will, dass du dich meinem Willen unterwirfst. Keiner der Schritte, die du in diesem Augenblick gehst, ist umsonst. Keiner wird sich als unnötig herausstellen – und das weißt du auch.

Du weißt noch nicht genug und kannst noch nicht genug, um den Menschen mit deiner Sache entgegengehen zu können. Du weißt und kannst zwar schon sehr viel und du kannst auch helfen, aber du spürst selbst, dass es damit noch nicht genug ist.

Und tatsächlich wartet auch noch mehr auf dich. Da, wo du jetzt nur einzelne Fäden erkennen kannst, wird eines Tages ein Netz mit feinen, gleichmäßigen Maschen sein, mit dem du die müden, verwirrten und beladenen Seelen der Menschen, die zu dir kommen, auffangen und sanft in deine Arme nehmen kannst.

Du fühlst dich abgeschnitten, weil du es auch wirklich bist. Ich selbst halte meine Hand zwischen dich und eine Welt, in die ich dich nicht gehen lassen möchte. Würdest du jetzt schon zu früh und zu viel mit dem arbeiten, was du kannst, würdest du in Gefahr geraten, auf halbem Wege stehen zu bleiben. Es wird dir nicht erspart bleiben, einen bestimmten Weg zu gehen, den ich für dich vorgesehen habe.

So viele Menschen um dich herum leben in derselben Wirrnis und in derselben Unklarheit wie du, sind vollkommen abgeschnitten von ihren Möglichkeiten und kennen keinen Rhythmus in ihrem Leben. Aber sie wissen es nicht! Sie wissen es nicht und deshalb leiden sie natürlich auch nicht darunter, jedenfalls nicht so wie du. Sie leiden auf andere Weise, gehen durch Kummer und Krankheit hindurch bis zum Tod und erhalten oft erst im allerletzten Augenblick die Weisheit, die sie ihr Leben verstehen lässt. Im Übergang von Leben zum Tod und für den ungeübten Menschen nicht wahrnehmbar vollzieht sich oft die Lehre, die Enträtselung eines ganzen, langen Lebens.

Du aber bist durch dieses Tor schon oft gegangen und jedes Mal ist es etwas heller um dich geworden. Jetzt ist dein ganzes Leben schon soweit bereichert, dass du Wege und Zusammenhänge erkennen kannst, wo andere überhaupt nichts wahrnehmen. Du hast eine wichtige Aufgabe in diesem Leben zu erfüllen. Dein Leiden ist der Gebärverlauf. Es muss sein, denn du musst dich von allem, was eigennützig ist, lösen lernen.

Eitelkeit und Stolz lassen sich nicht mit Liebe vereinbaren und du besitzt von beiden noch immer zu viel. Ich will nicht etwa deinen Stolz „brechen“, nein, ich will dich bei der Hand nehmen und dich sanft auf einen anderen Weg geleiten. Und sanft ist meine Führung mit dir, mit euch. Das könnt ihr nicht bestreiten. Trotzdem sind manche Schmerzen notwendig. Ich habe dir ein weiches Bett gegeben, damit du die Schmerzen deiner Geburt in Stille ertragen kannst.

Widme dich deiner Situation so aufmerksam wie möglich. Da wo du bist, gibt es viel zu lernen!

Deine Träume sind Angstbilder eines bedrohten Ichs und enthalten doch eine tiefe Weisheit: Wer auf meinem Weg voranschreitet legt seine körperliche, seine irdische Schwere mehr und mehr ab und es wird leicht und leichter. Der Weg des Geistes ist ein Weg der Vergeistigung. Er kann tatsächlich dazu führen – auch wenn das bei dir noch lange nicht ansteht -, dass du körperlich anwesend zu sein scheinst und doch an einem ganz anderen Ort bist.

Du bist auf diesem Weg der Vergeistigung. Noch am Anfang, denn der Weg ist lang, aber du bist doch weiter als viele Menschen. Dein Ich, und zwar das erdenschwere, kleine, ängstliche, stolze, eitle, süchtige Ich, dieses Ich weiß das sehr wohl und fürchtet sich vor diesem Weg, der nichts anderes zur Folge haben kann, als seine Auflösung! Für das kleine Ich springt bei dieser Sache nichts heraus!

Deshalb verzerren sich deine Träume ins Negative, Gruselige. Und doch konnte die Botschaft selbst nicht verhindert werden: Dein kleines Ich wird sich auflösen und die Monika, die mit ihm zusammenhängt, wird sterben. Nicht körperlich, verstehe das nicht falsch! Sondern dein geistiges Wachstum wird voranschreiten und so wirst du für andere Menschen irgendwann zwar noch sichtbar sein, aber in Wahrheit bist du bereits über sie hinausgewachsen. Das wollte der Traum dir sagen.

Noch verzerrter ist die Botschaft des anderen Traumes. Und doch geht es um dasselbe. Das, was man von dir kennt, das, was man als „die Monika“ kennt, wird nicht bestehen bleiben, wird sich verändern, wird sich transformieren und aufsteigen. Daran ist natürlich nichts Bedrohliches – außer man ist das kleine Ich. Dann hat man natürlich allen Grund Alarm zu schlagen.

So bist du in der paradoxen Situation, dass du leiden musst und eigentlich gerade deshalb Grund hättest dich zu freuen. Denn dass du durch dieses Leid gehst, ist ein Zeichen für dein Wachstum. Du bist also in einer wahrhaft privilegierten Situation!

Weißt du, dass alle Menschen, die den Weg des Geistes beschritten haben und auf ihm eine bestimmte Strecke zurückgelegt haben, dasselbe Feuer durchschreiten mussten, wie du? Wirklich Wissende suchen geradezu den Schmerz und das Leid, um den Reinigungsprozess nicht zu behindern. So, wie ich dir geraten habe, deine Schmerzen in der Brust dankbar zu begrüßen, suchen viele Wissende ganz bewusst den Schmerz und das Leiden auf, um sich in diesem Bad zu reinigen. Hierzulande ist das nicht gerade üblich und vollzieht sich nicht in der Öffentlichkeit. Es gibt aber andere Orte auf der Erde, wo du das sogar auf offener Straße beobachten kannst,  wenn du Augen dafür hast.

Diese Worte sollen dich stärken und ermutigen und ich sende sie dir mit meiner ganzen Liebe. Dein Leid wird reich entlohnt werden, aber es kann dir nicht erspart bleiben! Leide aber nicht still vor dich hin, sondern nimm an deinem Leben teil. Denn sonst erkennst du nicht die Botschaften, die es für dich enthält, und deretwegen ich dich an diesen Ort geführt habe.

Zu deiner Frage, Jörg:
Ein positives Grundgefühl ist die erste Voraussetzung dafür, sich überhaupt für eine Sache entscheiden zu können. Und wenn etwas auf euch zukommt, ist es in jedem Falle Träger einer meiner Botschaften! Das solltet ihr euch immer gut merken. Deine Überlegungen, Jörg, sind irreführend. Lasst die Sachen auf euch zukommen und seht, was geschehen wird. Es wird sich alles genau so entwickeln, wie es richtig für euch ist.

Das gilt auch für alles andere, was auf euch zukommt: Eure Überlegungen dazu sind immer müßig. Fragt nur, ob etwas in euch laut und deutlich „ja“ sagt oder nicht. Und wenn umgekehrt etwas „Nein“ sagt, dann müsst ihr euch ebenfalls fragen, was das ist und was es sagen will. Sind es nur Überlegungen und Stimmen, die zur Vorsicht mahnen, hat es selten Gutes damit auf sich. Die ungewöhnlichsten Überraschungen können in den seltsamsten Kleidern verborgen sein und nicht alles ist, was es zu sein vorgibt!

Kommentar von Monika:

Ich hatte diese Zeilen völlig vergessen. In den folgenden 22 Jahren hatte ich immer wieder die Erfahrung machen müssen, dass ich in Beratungssituationen keinen Zugang zu meinem Wissen bekam. Es war wie verhext. Erst nachdem ich in den letzten Jahren lernte, mich zwar sehr gut und fundiert vorzubereiten, dann aber in der Beratung alles an Gott zu übergeben, habe ich das Gefühl bei meiner Aufgabe angekommen zu sein, und zwar sehr viel stiller und demütiger als in den 80er und 90er Jahren. Und ja, mein kleines Ich versucht immer noch die Oberhand zu behalten. Aber es gelingt ihm nicht mehr so gut wie früher. Hätte ich damals gewusst, wie lange und beschwerlich der Weg bis hierhin sein würde, ich hätte den Mut verloren und aufgegeben. So ist es doch gut, dass wir nicht wissen, was die Zukunft für uns so in petto hat.

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