Dialog 34

Von heute an wiegen Übertretungen meiner Anordnungen doppelt und dreifach! Wir kommen keinen Schritt weiter, wenn ihr das nicht begreift. Also: Nehmt die Dinge ernst!

Dialog 34, 18.01.1986

Ich habe mir eben noch einmal deine Worte von gestern Abend durchgelesen. Die Strenge, die du zum Schluss gezeigt hast, hat mich sehr erschreckt. Ich verspreche dir hiermit, mich mit aller Kraft auf deine Anweisungen zu konzentrieren. Es wird keine Regelverletzungen mehr geben, soweit ich es verhindern kann und solange es für meine Person gilt. Für die Fehler, die bereits begangen worden sind, bitte ich um Verzeihung und sie tun mir jetzt wirklich von Herzen Leid. Es ist eben so: Wenn ich deine Worte empfange, fühle ich dich nahe bei mir. Wenn ich aber meinen Tag erlebe, bist du oft kaum sichtbar für mich und ich neige dann dazu, Dinge wie gewohnt alleine zu entscheiden. Ich bitte dich um Verzeihung!

Ich nehme deine Entschuldigung an, aber ich nehme dich auch beim Wort. Dich, deine Frau und Rebecca, wenn ich auch bei ihr großzügiger  verfahren kann, da sie noch neu in dieser Gemeinschaft ist. Aber denke daran: von heute an wiegen Übertretungen meiner Anordnungen doppelt und dreifach! Wir kommen keinen Schritt weiter, wenn ihr das nicht begreift. Also: Nehmt die Dinge ernst!

Ich werde euch für die bisherigen Regelverletzungen nicht bestrafen, weil ich deine Entschuldigung annehme, aber von nun an wird das anders sein.

(Anmerkung von Monika: Hier zeigt sich sehr deutlich unser damaliges Bild von Gott als einen strafenden Vater. In manchen Stimmungslagen war Jörg so in diesem Bild gefangen, dass die Durchgaben dann auch von ihm in entsprechende Worte übersetzt wurden. Hier war zum Beispiel eigentlich gemeint, dass Regelverstöße Konsequenzen haben würden, für die wir nicht mit Schutz durch Gott rechnen konnten.)

Ich gebe jetzt noch eine Frage von Monika weiter:
„Ich habe einen von H.’s nichts sagenden Briefen bekommen und die alten Gefühle der Abwehr sind wieder da. Ich traue H. einfach nicht, weil ich glaube, dass sie die spirituelle Ebene missbraucht, um nicht wirklich „leben“ zu müssen. Sie hat Fähigkeiten zu anderen Menschen geistig Kontakt aufzunehmen und ich habe Angst, sie richtet großen Schaden an, beziehungsweise dass Andere von ihr manipuliert werden. Ich bin wütend auf sie und weiß nicht, ob ich überhaupt antworten soll. Und wenn, dann würde ich ihr gerne die Meinung sagen. Warum nur gelingt es mir nicht, all diese negativen Gefühle zu J. und H. zu transformieren?“

Es gelingt dir nicht, weil du, wie du selber schreibst, Angst hast. du fühlst dich bedroht, selbst über diese Entfernung hinweg. Und obwohl du aus der Gruppe ausgeschieden bist. Außerdem hast du durchaus richtige Wahrnehmungen. Eure Bekannte richtet tatsächlich großen Schaden an. Und weil du dich mit der Gruppe noch immer verbunden fühlst, nimmst du das auch jetzt noch jederzeit wahr. Ich gebe dir freie Hand, ob und wie du vorgehen willst.

© Monika Laube. Du darfst diesen Artikel zum persönlichen Gebrauch unverändert kopieren und weitergeben, vorausgesetzt dieser Copyright Hinweis steht am Ende des Dokumentes.  Für eine gewerbliche Nutzung nimm bitte Kontakt mit mir auf.

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