Dialog 347 – Verteilung knapper Mittel

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Alles tun, was in den eigenen Kräften steht und dennoch darauf vertrauen, dass alles von mir zur richtigen Zeit in der richtigen Weise kommen wird. Und für jede dieser Gaben dankbar sein und wissen, dass es meine Gaben sind!

Verteilung knapper Mittel

Inzwischen waren wir in unser angemietetes Haus eingezogen und hatten unsere wenigen in der Bretagne untergestellten Möbel und Hausrat geholt. Aber es war schwierig mit unseren Einnahmen die fehlenden Dinge zu kaufen, wie zum Beispiel die dringend benötigte Kücheneinrichtung, und gleichzeitig unsere Schulden abzubauen.

Dialog 347 – Mai 1988

Monika:
Es gibt so viele Dinge zu beschaffen, das schaffen wir nur mit deiner Hilfe, das wissen wir. Aber wir wissen nicht, wie wir das, was wir haben, in deinem Sinne richtig ausgeben, so dass es uns auch weiterbringt. Deshalb bitte ich dich um Rat. Ich selbst denke daran, für die Mittel die uns zur Verfügung stehen ein Kuvert-System anzulegen und zum Beispiel 50 % von Jörgs Einnahmen auf unsere Geldgeber zu verteilen. Aber da sind ja auch Miete, Haushalt, Möbel und meine monatlichen Einkünfte sind ungewiss, nachdem der Messe Job vorbei ist.

Das Kuvertsystem ist eine gute Lösung, 50 % sind allerdings sehr viel. Ihr solltet diesen Betrag soweit möglich anstreben, aber ihr werdet es vielleicht nicht immer schaffen. Trotzdem ist es ein sehr konsequenter und mutiger Entschluss so vorzugehen. Es mag zugleich auch doppelte Wirkung haben: Nicht nur müsst ihr weniger an Druck ertragen mit jedem Schein der in ein solches Kuvert wandert, sondern ihr werdet beobachten, um wie vieles leichter sich eure Ziele erreichen lassen.

Was das System selbst betrifft, so gibt es natürlich verschiedene Möglichkeiten. Ein Umschlag für jeden Geldgeber und die Umschläge werden in einer Art Dringlichkeitsstufe geordnet bzw. markiert und in dieser Reihenfolge nacheinander befüllt. Oder man verteilt die Eingänge gleichmäßig auf alle Umschläge. Oder man sammelt generell Geld in einem großen Kuvert und macht keine Unterschiede bezüglich der Empfänger.

Es ist im Grunde gleichgültig welches dieser Systeme man bevorzugt. Raten würde ich zu der  ersten Form. Sie ist überschaubarer und man sieht am ehesten Fortschritte, weil ein Geldgeber nach dem anderen ausscheidet.

Ich würde auch vorschlagen, das Kuvertsystem auch auf euren persönlichen Bereich auszudehnen. Zum Beispiel ein Umschlag für Möbel und Einrichtung, ein Umschlag für Bekleidung usw. als Übergangslösung bis zu der Zeit, wo ihr etwas großzügiger kalkulieren könnt.

Wenn ihr gebrauchte Möbel kauft, tut es immer in dem Bewusstsein, dass es Zwischenlösungen sind. Deshalb schafft euch möglichst keine teuren Objekte an, es sei denn, ihr hättet an etwas großen Gefallen. Stattdessen sollt ihr jedes dieser Stücke später wieder durch schöne neue Möbel ersetzen, denn ich möchte, dass ihr euch mit Schönem umgeben lernt. Und je mehr euch das ein Bedürfnis ist, umso rascher werdet ihr die Mittel dazu auch erhalten. Glaubt mir.

Solange ihr noch nicht die Mittel habt, euch eure Wünsche zu erfüllen, solange solltet ihr davon träumen! Das ist wichtig. Freut euch darauf, was bald alles euer sein könnte. Blättert ruhig und oft in Katalogen und zögert nicht Möbelhäuser und Ausstellungen zu besuchen. Beschäftigt euch ruhig jetzt schon mit Möbeln so, als wolltet ihr sie morgen kaufen. Richtet euer Zuhause hübsch behaglich ein. Und wisst vor allen Dingen, dass ich euch alles was ihr benötigt geben werde. Wenn …

… immer dieses dumme Wenn, nicht wahr? Also noch einmal: Selbstverständlich werdet immer ihr diejenigen sein, die das Geld verdient haben. Aber an mir ist es, beispielsweise Jörg das Schreiben zu ermöglichen, ihm die Kunden zu beschaffen und so weiter. Und das wiederum setzt ganz einfach nur Vertrauen in mich voraus. Mehr nicht, das aber gründlich.

Alles tun, was in den eigenen Kräften steht und dennoch darauf vertrauen, dass alles von mir zur richtigen Zeit in der richtigen Weise kommen wird. Und für jede dieser Gaben dankbar sein und wissen, dass es meine Gaben sind!

Das vergesst ihr sehr leicht und seht stattdessen sorgenvoll und unzufrieden immer nur auf das, was ihr noch nicht erreicht habt. Das müsst ihr ändern. Das darf so nicht bleiben, denn so schneidet ihr euch selbst vom Strom der gewaltigen Energie ab, die ich aussende für meine Kinder.

Seid nicht unglücklich, seid nicht unzufrieden, sondern fühlt euch geborgen und seid froh miteinander. Genießt, was ihr jetzt habt, und freut euch auf das, was ihr bald haben werdet. Aber grämt euch nicht darüber, dass ihr es jetzt noch nicht habt.

Alte Regeln, nicht wahr? Hatten wir schon vor drei Jahren. Trotzdem immer wieder aktuell. Diese Dinge zu lernen ist eine der schwersten Aufgaben, das weiß ich. Doch wenn das erst einmal gelungen ist, ist alles weitere wirklich einfach. Dann fließt es wirklich! Und ihr werdet zurückblicken und daran denken, wie ihr so lange vor dem Tor gestanden und geglaubt habt, es sei verschlossen, anstatt zu sehen, dass es immer offen gestanden hat!

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Foto Pixabay

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