Dialog 35

Verunsichert dich schon das? Dann hast du einen ersten Hinweis auf deine Belastbarkeit.

19.01.1986

Ich gebe jetzt Fragen von Rebecca an dich weiter:
Erste Frage:
Du sagtest die Zeit sei gekommen, wo du auch über mich deine Hand halten wolltest. Hältst du nicht über jeden Menschen und alle Kreatur deine Hand? Und hast du nicht auch davor deine Hand über mich gehalten?

Rebecca, ich bin der Herr über alles Lebendige auf Erden und mein Blick ruht auf allem. Auf jedem Menschen und auf jeder Kreatur. Auf jeder Pflanze und auf jedem Stein. Wenn ich aber meine Hand ausstrecke, weil ich jemanden auserwählt habe meinen Willen zu erfüllen, so ist dies ein ganz besonderer Vorgang. Mein Blick ruht auf allem und alles muss den Weg gehen, den ich bestimmt habe. Manche aber sollen einen besonderen Weg gehen und über sie halte ich meine Hand. Das erhebt sie nicht über die anderen Menschen, aber es macht sie auserwählt in meinem Sinne.

Zweite Frage:
Du sagtest bevor ich einen Rahmen für meinen Tag bekäme, müsstest du mich noch prüfen, wie es mit meiner Bereitschaft dir zu folgen bestellt sei. Das hat mir die Angst in den Nacken getrieben. Misstraust du mir noch ehe unser Kontakt richtig begonnen hat? Bist du dir über deine Wahl unsicher geworden. Warum verunsicherst du mich, bevor du mir die erste Aufgabe gestellt hast?

Misstrauen könnt nur ihr Menschen einander und ich bin niemals „unsicher“ in dem, was ich will. Aber du kannst dir noch lange nicht sicher sein. Zwar nicht in dem, was du willst, denn deinen Willen mir zu folgen erkenne ich, aber in dem, was du KANNST! Du hast noch keine Prüfung von mir erfahren und weißt noch nicht, wie belastbar du bist. JETZT mag es dir gut gehen und der Gedanke erfüllt dich, mich an deiner Seite zu wissen. Aber ich habe dich auserwählt, weil ich Pläne mit dir habe. Und bevor wir zu denen kommen, wirst du eine Schule durchlaufen müssen, die dich sehr fordern kann.
Du darfst dich nicht mit anderen vergleichen Monika und Jörg haben ihre eigenen Aufgaben vor sich, auf die ich sie vorbereite. Und wenn ich ihnen schon sehr früh einen festen Rahmen für ihren Tag gebe, dann deshalb, weil sie ihn benötigen. Dein Rahmen wird ein anderer sein. Und es kann sein, dass du ihn später oder auch sehr viel später bekommst. Zunächst aber müssen wir prüfen, wie es um deine Belastbarkeit bestellt ist und wie sich dein Wunsch, mir zu folgen, in der Praxis bewährt.
Verunsichert dich schon das? Dann hast du einen ersten Hinweis auf deine Belastbarkeit. Habe keine Angst, dass ich meine Hand wieder von dir nehmen wollte. Im Gegenteil: Mit großem Wohlwollen blicke ich auf dich und deine Ernsthaftigkeit. Sei nicht ungeduldig, wenn ich noch keine „Aufgabe“ an dich stelle, und überlasse mir die Entscheidung über diese Dinge. Lebe deinen Tag weiterhin in dem Bewusstsein, dass ich immer bei dir bin und jeden deiner Schritte verfolge! Beobachte dich und halte engen Kontakt zu der Gemeinschaft. Stelle mir alle Fragen, die dich bewegen und lerne Vertrauen in den Kontakt mit mir zu fassen.

Dritte Frage:
Mein Kontakt zu L. Wenn ich mit L. zusammenkomme ist immer erstmal eine Fremdheit zu spüren. Ich habe das Gefühl in eine fremde Welt einzutauchen und nehme eine Gespanntheit und Anstrengung in mir wahr, als koste es mich viel Energie da zu sein. Das verschwindet allmählich und ich habe am Ende eines solchen Besuches das Gefühl eines schönen Austausches. Ich glaube, ihr etwas zu geben durch meine Art zu sein, und mich interessiert ihre Sichtweise und ihr Weg als alleinstehende Mutter. Trotzdem empfinde ich keine richtige Freundschaft.

Wie kommt es zu dem Gefühl der Anspannung? Und welche Wichtigkeit soll ich diesem Kontakt beimessen? Verschwende ich meine Zeit oder soll ich den Kontakt vertiefen? Wie wichtig bin ich für sie, wenn sie meint, nur weil ich mal bei S. war, ohne auch sie zu besuchen, sie würde jetzt nicht mehr mit mir reden?

Mit deiner Freundin verbindet dich ein Stück gemeinsame Vergangenheit, ohne dass ihr euch jemals wirklich soweit berührt hättet, dass eure Wesen miteinander verschmolzen worden wären. Jetzt, wo diese Vergangenheit zu verblassen beginnt, wird deshalb auch die Fremdheit größer und deutlicher. Und ihr bewegt euch voneinander fort. Richtiger: Du bewegst dich von ihr fort, weil du dich rascher und mutiger bewegst als sie. In eurer Beziehung bist du heute ausschließlich die Gebende und sie ausschließlich die Empfangende. Das aber ist kein befriedigender Austausch aus dem gemeinsam etwas Neues entstehen kann. Und so kommt es, dass du deine Besuche als anstrengend empfindest. Da aber auch Geben satt machen kann, wenn es von Herzen kommt, fühlst du zugleich ein Gefühl der Befriedigung, denn du hast Hunger gestillt und das macht froh und ausgeglichener. Insofern „verschwendest“ du deine Zeit nicht, aber du solltest sie für die nächste Zukunft besser nutzen. Widme dich solchen Menschen, mit denen dich wirklich etwas verbindet, deren Beziehung zu dir dich erfüllt und die dir auch etwas geben können im Austausch für deine Gaben.

Und um auch deine letzte Frage zu beantworten: Für L. bist DU sicherlich sehr wichtig, aber das alleine soll kein Kriterium sein für dich, diese Freundschaft weiter zu pflegen. Deshalb musst du den Kontakt zu ihr keineswegs beenden, aber du sollst dich tiefer auf dich und deine neuen Aufgaben einlassen, die da lauten, alle Fragen, die dich bewegen, zu mir zu bringen und meine Antwort als die einzig wahre Antwort anzuerkennen. Das wird dir eine ganz neue Standfestigkeit im Leben geben und du wirst auch solche Besuche ohne Anspannung und Belastung erleben können.

Monika und ich haben heute nicht alle Aufgaben erfüllen können, die du uns aufgetragen hast.

Aber ihr habt euren Tag nach Kräften gut eingeteilt, und das ist es, worauf es mir ankommt. Merkt ihr, wie viel mehr ihr jetzt schafft und wie viel leichter euch alles fällt, seit ich bei euch bin?
Setzt die verbliebenen Arbeiten morgen mit auf den Plan und wir wollen sehen, wie weit ihr kommt.

© Monika Laube. Du darfst diesen Artikel zum persönlichen Gebrauch unverändert kopieren und weitergeben, vorausgesetzt dieser Copyright Hinweis steht am Ende des Dokumentes.  Für eine gewerbliche Nutzung nimm bitte Kontakt mit mir auf.

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