Dialog 350 – Sorgen an Gott übergeben

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Befreie dich, in dem du alles Schwere mir übergibst.

Sorgen an Gott übergeben

Dialog 350 – Juni 1988

Wir hatten den Eindruck, finanziell keinen Schritt von der Stelle zu kommen, egal wie sehr wir uns anstrengten. Bei Jörg löste der finanzielle Druck eine schöpferische Blockade aus, zumindest dann, wenn er an seinen eigenen Schreibprojekten arbeitete, also nicht für einen Auftraggeber. Wir fragten uns, wann wir endlich lernen würden, all diese Sorgen an Gott zu übergeben. Unsere Gebete halfen jeweils nur kurz, der Druck und die Angst kamen immer wieder. Wir sehnten uns nach finanzieller Freiheit.

Alles hängt miteinander zusammen und ist eng verknüpft. Es beginnt bei mir und endet bei mir. Mir alles zu übergeben wäre wirkliche Freiheit. Was du mit finanzieller Freiheit meinst, ist nur eine eingebildete, eine Illusion. Die existiert nicht. Umgekehrt kann es funktionieren: Befreie dich, in dem du alles Schwere mir übergibst. Dann hast du die Leichtigkeit beispielsweise gut zu schreiben, ob werblich oder literarisch, und dann stimmt es auch wieder finanziell.

Auch das viele aussichtsreiche Sachen nicht näherkommen wollen hat diesen Grund. Du ziehst sie nicht an, im Gegenteil, da ist sogar etwas in dir, das weist sie zurück.

Wie man es anfängt seine Sorgen mir zu übergeben – das muss jeder selbst herausfinden. Dazu gibt es keinen anderen Rat als den, es immer wieder zu versuchen.

All deine Sehnsüchte nach materiellem Besitz sind nichts anderes als Einflüsterungen, die dir nicht gut tun – euch beiden nicht. Ich stehe lediglich mit leeren Händen da, das ist richtig. Ich biete euch keine Reichtümer an, damit ihr zu mir kommt, sondern nur meine offenen Arme. Wenn ihr die aber gefunden habt, dann wird es keinen Mangel mehr geben. Das ist das ewig Paradoxe, das man verstehen muss, wenn man spirituell wirklich reifen will. Ich verspreche nichts und habe doch alles zu geben, während „die andere Seite“ euch viel verspricht, aber in Wahrheit nichts zu geben hat, sie tut nur so.

Konkret rate ich euch folgendes:
Beten muss man natürlich auch lernen und je öfter ihr es versucht, umso größer ist die Chance, dass ihr es schafft innerlich zu euch selbst und damit zu mir zu kommen.
Nicht zu beten ist jedenfalls keine Lösung. Bittet mich, euch die Last abzunehmen. Das ist alles was ihr tun könnt, müsst und sollt. Ich bin bereit, aber ihr müsst mir eure Sorgen auch übergeben, müsst loslassen. Und dazu wiederum müsst ihr beten.

 

Foto: Pixabay

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