Dialog 355 – Das Gesetz der Manifestation

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Alles was man braucht ist die selbstverständliche, durch nichts zu erschütternde, lächelnde Zuversicht, dass Gott seine Hand über alles hält. Und dass man bereit ist, jeden Weg mit ihm zu gehen.

Das Gesetz der Manifestation

Ich hatte mich zum ersten Mal sehr intensiv und schonungslos mit unseren Finanzen auseinandergesetzt, hatte umgeschichtet und Sparmöglichkeiten gesucht und ernüchtert festgestellt, dass wir regelmäßig mehr Geld ausgaben als wir einnahmen. Geschuldet war dies den hohen Kreditraten. Ich sah keine Möglichkeit, diese Situation zu ändern. Der Abgrund schien bedrohlich nahe. Es konnte uns nur eine Manifestation helfen. Ich erinnerte mich an die Geschichte von Findhorn, wo mehr als einmal solche Manifestationen stattgefunden hatten und bat Gott um Hilfe.

Dialog 355 – Juni 1991

Ihr habt das alles bisher nicht sehen, nicht wahrhaben wollen und seid leichtsinnig mit euren Mitteln umgegangen. Und erfahrt jetzt zum zweiten Mal, dass es so nicht geht.

Die Arbeit, die du da geleistet hast, ist sehr wichtig. Das hättet ihr viel früher machen sollen. Es hätte euch viel Kummer und Geld erspart und eure derzeitige Situation wäre weniger schwierig.

So musste es aber so kommen. Lernen ist Leiden und manche müssen besonders stark leiden, um zu begreifen und zu lernen. Ihr wisst nun endlich, woran ihr seid. Eine Tendenz zum Abgrund ist tatsächlich da. Aber ob es dorthin führt, liegt nun bei euch.

Dass ihr jetzt sehr sorgfältig und verantwortungsbewusst mit eurem Geld umgehen müsst, wisst ihr selbst. Für alles, was nicht in deiner Liste auftaucht, muss nun in der Tat das Gesetz der Manifestation gelten.

Manifestation hängt von bestimmten Bedingungen ab, das weißt du. Ihr habt diese Bedingungen aber noch nie richtig verstanden. Anfangs seid ihr fast schwärmerisch darauf „gesprungen“ und habt geglaubt, schon indem man etwas über das Gesetz der Manifestation gelesen hat, habe man eine Option darauf erworben, dass sie auch stattfände.

Dann seid ihr mehr mit dem Kopf daran gegangen und habt geglaubt, wenn man etwas dringend benötigt bzw. meint es dringend zu benötigen, müsse es sich auch einfinden. Da waren zu Zeiten Wünsche dabei wie ein neues Auto einer bestimmten Marke, ein Haus mit einem bestimmten Zuschnitt und so weiter.
Beweise für die Richtigkeit dieser Annahme habt ihr zum Beispiel der Findhorn-Literatur entnommen. Klar: Wo liegt schon der Unterschied zwischen einem Zedernholz-Gewächshaus und einem Auto einer bestimmten Marke?
Ich sage euch: Er kann gewaltig sein, dieser Unterschied!

Ich habe euch damals in Frankreich gewähren lassen, ja, euch sogar in eurem falschen Denken und Tun bestärkt. Weil ihr anders nie gelernt hättet, was Geld und Werte eigentlich sind!

Was aber ist die Manifestation und was sind ihre Gesetze?

Ob ihr jetzt reif dafür seid, denn das ist die erste Voraussetzung wird sich bald zeigen.

Es genügt nicht etwas dringend zu brauchen. Und es darf keine Forderung oder fordernde Erwartung dahinter stehen. Nicht einmal Verzweiflung genügt.

Alles was man braucht ist die selbstverständliche, durch nichts zu erschütternde, lächelnde Zuversicht, dass Gott seine Hand über alles hält. Und dass man bereit ist, jeden Weg mit ihm zu gehen. Das ist eigentlich alles, es ist jedenfalls das Entscheidende, aber das ist schon sehr, sehr viel verlangt.

Der Mensch denkt und Gott lenkt. Da ist viel Wahres dran. Was ihr glaubt zu brauchen ist Denken. Nichts anderes. Ob ihr es auch wirklich braucht, ob es gut und wichtig für euch ist, könnt ihr niemals wissen. Das müsst ihr mir überlassen. Und ich teile zu oder versage die Wünsche, so wie es gut für euch ist. Und gut heißt nicht immer bequem. Das Versagen eines Wunsches kann manchmal für euch besser sein, als seine Erfüllung.

Wenn aber die Grundvoraussetzung stimmt, wenn das lächelnde innere Einverständnis in meinen Ratschluss vorhanden ist, wenn ihr keine Angst mehr habt, sondern wirklich innerlich fest davon überzeugt seid: „Herr, dein Wille geschehe, wie im Himmel also auch auf Erden“, wenn ihr das wirklich glaubt, dann funktioniert das Gesetz der Manifestation.

Den ersten Fehler hast du bereits gemacht, als du voller Verzweiflung gefragt hast: Wie können wir manifestieren, was wir an Geld jetzt brauchen? Ich soll also für euer nachlässiges Verhalten mit Geld jetzt geradestehen?! Das ist spirituelle Unreife, die von vornherein alles verdirbt.

Du hast eine saubere Aufstellung gemacht. Ihr wisst woran ihr seid. Jetzt legt doch einfach alles in meine Hände! Übergebt mir eure Sorgen, packt euer berühmtes Paket und schickt es ab zu mir.

Ihr braucht nicht diesen oder jenen Betrag. Ihr braucht nicht dieses oder jenes Produkt. Ihr braucht Hilfe zum Überleben. Man muss nicht immer genau wissen, was man im Einzelnen benötigt. Auch das ist eine falsch verstandene Auffassung von Manifestation. Es kann auch stimmen, wenn man einfach darum bittet, alles Nötige zu bekommen, was Gott einem zuzuteilen bereit ist. Ganz gleich ob das viel oder wenig ist.

In eurem Fall geht es darum zu begreifen: Unser Vater wird uns alles geben, was wir benötigen. Und dann nicht abzuhaken, ob das, was man glaubte dringend zu brauchen auch dabei war, sondern grundsätzlich nur zu glauben.

Glauben!

Manche einfache Leute, die nichts von mir wirklich wissen, sind fester im Glauben als ihr. Ihr besinnt euch immer nur dann auf mich, wenn nichts mehr sonst zu gehen scheint.

Wenn ihr jetzt eine Million bekämt, würdet ihr dann an mich denken? Wirklich? Innerlich? Würdet ihr dann solche Fragen an mich stellen, wie die nach den Gesetzen der Manifestation? Wohl kaum. Ihr hättet, was ihr wolltet, würdet euch neue Computer und Autos und was weiß ich nicht alles kaufen. Und erst wieder nach den Gesetzen der Manifestation fragen, wenn alles Geld ausgegangen ist.

Betrachtet eure Situation als eine Chance. Lernt, was es heißt einverstanden zu sein. Dann habt ihr das Gesetz der Manifestation verstanden.

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