Dialog 368 – Zielgerichtet loslassen

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Quelle: Pixabay

Es muss dir wichtig sein und doch wieder nicht wichtig. Du musst mit heiterer Gelassenheit auf deine Ziele zugehen lernen, nicht verkrampft und fordernd.

Zielgerichtet loslassen

Ich spielte mit dem Gedanken ein Seminar zu besuchen, aber eigentlich war kein Geld dafür da. So fragte ich, ob ich an dem Seminar teilnehmen würde.

Dialog 368 – Januar 1992

Es ist kaum möglich, deine Frage so zu beantworten, dass du sie nicht missverstehst. Und richtigerweise sollte sie auch gar nicht beantwortet werden. Wie du gleich sehen wirst:

Es ist völlig ausgeschlossen dir zu sagen: Du wirst an dem Seminar teilnehmen. Ich werde dir aber auch nicht sagen: Du wirst nicht teilnehmen. Zu anderen Zeiten und in anderen Phasen deiner geistigen Entwicklung hätte ich dir vielleicht in solch einer Weise geantwortet, um dich beispielsweise zu mobilisieren, deine Kräfte wirksam werden zu lassen, das scheinbar unmögliche möglich werden zu lassen. Oder um dich umgekehrt vor einer Enttäuschung zu bewahren. Jetzt möchte ich aber weder das eine noch das andere tun.

Es ist in der Phase, in der du stehst, wichtig, dass du ebenso lernst loszulassen wie deinen Willen gleichzeitig auf dein Ziel zu richten. Wenn es deine Sache ist und du sie wirklich willst, wird es auch klappen. Gleichzeitig sollst du aber die Fähigkeit erwerben loslassen zu können. Es muss dir wichtig sein und doch wieder nicht wichtig. Du musst mit heiterer Gelassenheit auf deine Ziele zugehen lernen, nicht verkrampft und fordernd.

Die Dinge, die für dich wichtig sind, bewegen sich schon von ganz alleine auf dich zu. Es ist nicht nötig, ihnen entgegen zu laufen. Mach es so und alles wird sich in deinen Händen zum Guten wenden und die Dinge kommen von ganz alleine in Fluss. Die Zeit der fixen Ziele ist vorbei. Du brauchst innere Ziele. Dann werden sich die äußeren Bedingungen von ganz alleine einfinden.

Einige Tage später:

Es freut mich, dass du nicht an dem Seminar teilgenommen hast. DU hast entschieden und du hast GUT entschieden. Ich wollte, dass du selbst entscheidest.

Diesen Weg solltet ihr in Zukunft stärker gehen: Selber zu wissen, was ihr wollt. Mich in EUCH zu finden. Denn da bin ich doch. Ihr sollt euch nicht mehr so abhängig von meinen Antworten auf eure Fragen machen. Reift selbst heran! Spürt eure Mitte!

Schau mal: Jörg kommt nach Hause und als er aus dem Zug aussteigt „weiß“ er, dass du nicht fahren kannst. Ist das nicht ein wunderbares Wissen? Wenn du inzwischen selber entschieden hast, dass du nicht fahren willst? Nehmt das mal als Beispiel und trainiert euch und traut euch mehr zu.

Ihr müsst eure Sache jetzt selbst in die Hand nehmen. Ich begleite euch nur noch inhaltlich, bis auf wenige Ausnahmen. Je weniger ihr euch von mir abhängig macht, umso größer wird eure Freiheit sein.

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