Dialog 40

Visualisieren ist aktives Träumen. Ist, wenn es beherrscht wird, die Kunst, Gedachtes in Materie umzusetzen und von dieser Materie Besitz zu ergreifen.

Dialog 40, 22.01.1986, spät am Abend: 

Eine Frage von Monika:
Zur Haussuche: Ich bin etwas durcheinander und bitte um Hilfe. Welchen Umgang soll, kann eine solche Visualisierung haben? Ist ein Bild, in dem man schon für Besucher und Gäste Platz schafft, richtig? Oder greift man da schon zu sehr in die Zukunft? Kann ich bitte etwas mehr über das Visualisieren erfahren?

Du darfst nicht versuchen, dir selber Grenzen zu setzen, denn wo wolltest du damit beginnen und wo aufhören? Lass alles zu, was nach Ausdruck drängt und halte nichts zurück. Lass dein Bild wachsen und sieh es dir immer wieder an. Dann prüfe selber, wie gut es zu dir und zu euren Plänen, Wünschen, Träumen oder Hoffnungen passt. Dann wird ein Bild entstehen und reifen und Vorstellungen werden in dir wachsen und sich verfestigen, wo vorher nur vage Gedanken waren und auf einmal stellst du fest, dass du viel mehr als das Bild eines Hauses entworfen hast!

DANN ist es Zeit wieder zu mir zu kommen und mich zu befragen! Nicht vorher, nicht zu früh, denn wenn du zu früh kommst, müsste ich dich wieder an deine „innere Staffelei“ zurückschicken.

Eurer Haus steht bereits und es wartet auf euch. Was wir hier aber jetzt betreiben ist keine lustiges Ratespielchen, sondern ernsthafte Arbeit. Denn euer Haus ist zugleich auch ein Stück Zukunft für euch. Ein sehr wichtiges Stück sogar. Und wenn ich euch auffordere, euer Haus zu visualisieren, euch in euren Bildern zu versenken, sie in euch wirken zu lassen, dann geht es um mehr als nur das Haus!

Es geht um die nächsten Aufgaben, die ihr zu erfüllen habt – die ihr aber selber entdecken müsst!

Jörg fragte mich heute: „Warum kannst du mir das Haus nicht einfach zeigen?“ Der Grund ist, dass es dann nicht wirklich „euer“ Haus wäre. Ihr würdet es eventuell nicht einmal erkennen, selbst wenn ich euch vor die Haustür stellen würde. Und genauso ist es mit eurer nächsten Zukunft: Ich kann euch nicht sagen, so oder so wird sie aussehen, das würde euch höchsten verwirren und in die seltsamsten Pfade leiten. DEN WEG müsst ihr selber gehen und ich kann euch höchstens dabei beraten. Erst am Ende, erst wenn ihr eure Aufgabe gelöst und das Haus gefunden habt, werdet ihr das richtig verstehen. Bis dahin müsst ihr es mir glauben und mir vertrauen.

Visualisieren ist aktives Träumen. Ist, wenn es beherrscht wird, die Kunst, Gedachtes in Materie umzusetzen und von dieser Materie Besitz zu ergreifen. Insofern ist Visualisierung auch Manifestation. Aber sie greift weiter, weil sie Materie praktisch aus dem Nichts heraus entstehen lässt, während der Manifestation bereits ein klares Bild zugrunde liegt. Deshalb kann sie nur ihre Wirkung entfalten, wenn ihr wirklich keinerlei Hemmschwellen in den Weg gelegt werden.

Alles darf, muss, gedacht und geträumt werden. Dabei bleibt zwangsläufig auch vieles in den Maschen hängen, was später nicht mehr ins Bild passt, aber das ist nicht schlimm. Wichtig ist, dass das Netz immer und immer wieder ausgeworfen wird, bis der Fang eingebracht ist.

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