Dialog 58

Was du zuerst lernen musst, ist konsequent auf deine eigenen intuitiven Eingebungen zu achten und sie unverzüglich durchzuführen.

Dialog 58, 12.02.1986

Ich gebe zunächst eine Antwort von Monika weiter:
Ja, ich bin bereit, eine Führungsposition innerhalb unserer Gruppe zu übernehmen. Doch fühle ich mich selbst nicht ausreichend geschult und viel zu unsicher mit meinen Entscheidungen. Deshalb bin ich sehr dankbar, dass du mich schulen willst, und nehme die zusätzliche Belastung gerne auf mich. Ich freue mich darauf, diesen Teil von mir kennen zu lernen, von dem ich bisher nur ahnte, dass es ihn gibt.

Das habe ich nicht anders von dir erwartet. Habe keine Sorge, dass du dieser Aufgabe nicht gewachsen sein könntest. Zu führen ist eine sehr starke Seite von dir und du wirst sehr schnell damit vertraut werden, wenn du erst einmal damit angefangen hast. Meine Schulung wird unmerklich stattfinden.

Eines Tages, vielleicht schon bald, werde ich dir eine erste Aufgabe zur eigenen Verantwortung übertragen, eine Aufgabe, die Führungsqualitäten verlangt, und du wirst sie mit meiner Hilfe durchführen. Ich werde dich korrigieren und beraten und so wirst du vom Mal zu Mal sicherer werden und eines Tages merken, dass du nur du selbst zu sein brauchst, um jedes Problem der Führung sicher meistern zu können.

Lass mich den richtigen Augenblick festlegen, damit zu beginnen. Zunächst aber bedarf es einiger Vorbereitungen: Was du zuerst lernen musst, ist konsequent auf deine eigenen intuitiven Eingebungen zu achten und sie unverzüglich durchzuführen. Lass dich keinesfalls mehr auf irgendwelche Diskussionen über den Sinn solcher Eingebungen ein, sondern lerne, deine Intuition als absolute innere Autorität anzuerkennen.

Nichts an ihnen ist unsinnig, doch alles stimmig. Nur du kannst dir unsicher werden. Sollten dir also Eingebungen kommen, deren sofortige Umsetzung dich in Konflikte stürzen, denen du dich nicht gewachsen zu sein glaubst, wende dich an mich.

Um dir dabei eine Rückenstärkung zu geben, fordere ich hiermit Rebecca und Jörg auf, dich auf diesem Weg und bei diesen Übungen bedingungslos zu unterstützen. Das wird für eure junge Gemeinschaft sicherlich eine große zusätzliche Belastung darstellen, Doch es ist wichtig, dass ihr euch dieser Belastung stellt, denn ihr braucht jetzt bald einen Führer in der Gruppe, der euch mit intuitiver Sicherheit leiten kann. Ich werde den Prozess sehr aufmerksam verfolgen und eingreifen, wenn über das Ziel hinausgeschossen wird, so dass also für die Gemeinschaft keine Gefahr besteht. Teilt mir bitte beide mit, wie ihr dieser Neuigkeit gegenübersteht.

Jörg:
Ich für meinen Teil will versuchen, Monika als meine intuitive Führerin anzuerkennen und ich fasse es als eine Chance auf, selber meine eigenen intuitiven Möglichkeiten dabei zu schulen. Ich weiß aber auch, dass mir diese neue Rolle nicht immer sehr leicht fallen wird, und ich bitte um deine Hilfe dabei. Ich habe heute bei unserem ersten Tag der Haussuche sehr intensiv gespürt, mit welcher traumwandlerischen Sicherheit es sich arbeitet, wenn man nur noch auf seinen eigenen inneren Führer hört und keine Wenn und Aber mehr zulässt.

Ich glaube, dass es ein sehr wichtiger Bestandteil unserer Gemeinschaftsbildung sein wird, diese Dinge zu schulen. Und weil ich weiß, dass Monika in dieser Hinsicht die besser entwickelten Qualitäten hat, bin ich bereit, sie als Führerin anzuerkennen.

Sehr gut. Ich werde dir helfen, wenn du wirklich meine Hilfe benötigst. Aber das wird nicht oft der Fall sein, wenn du dich immer wieder und vor allem vor allen größeren Entscheidungen zusammen mit Monika auf mich einstimmst.

Jetzt brauche ich noch Rebeccas Stellungnahme.

Haben wir es bei der Haussuche heute richtig gemacht? Ich hatte das Bewusstsein, dass du bei unserer gemeinsamen Einstimmung auf dich heute zum ersten Mal direkt und sehr deutlich zu mir gesprochen hast. Das hat mir eine ungeahnte Sicherheit in allen Entscheidungen dieses Nachmittags gegeben.

Ja, ich habe zu dir gesprochen, wie ich es sonst nur auf dem Papier tue, und du hast mich sehr gut verstanden. Ihr habt es richtig gemacht und ich bin zufrieden mit euch. Macht es beim nächsten Mal genauso. Stimmt euch auf mich ein und entscheidet dann, wer die Führung bei der Suche übernehmen soll. Wechselt das nicht einfach ab, sondern hört auf eure intuitive innere Stimme, die euch genau raten wird, wer in diesem Augenblick besser an mich angeschlossen ist.

Wir waren nach dieser ersten Suche total erschöpft. Das hat uns etwas gewundert und verunsichert. Deshalb die Frage, ob wir etwas falsch gemacht haben.

Nein, nichts an dem, was ihr getan habt, war falsch. Aber wenn die Intuition wirklich frei fließt, werden Dämme eingerissen und stürzen Fluten über euch herein, mit denen ihr nicht rechnen könnt. Eure Kontrollinstanzen können euch auf einmal nicht mehr vor all den Eindrücken schützen, die mit einem Male nach oben drängen – und das ist anstrengend. Aber daran werdet ihr euch gewöhnen. Je öfter ihr euch in diesen Dingen übt, um so erfrischter werdet ihr künftig eure Arbeit beschließen können. Ihr habt einen guten Tag erlebt und könnt zufrieden mit euch sein.

© Monika Laube. Du darfst diesen Artikel zum persönlichen Gebrauch unverändert kopieren und weitergeben, vorausgesetzt dieser Copyright Hinweis steht am Ende des Dokumentes.  Für eine gewerbliche Nutzung nimm bitte Kontakt mit mir auf.

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