Dialog 76

Du bist an einem kritischen Punkt. Ich sagte ja schon, ihr bewegt euch derzeit in einem Tal zwischen zwei Wellen und das gilt für dich ganz besonders.

Dialog, 02.03.1986

Monika:
Ich habe dich nie vom Inhalt her angezweifelt und ich stelle auch keine Vermutungen an. Aber ich habe Gefühle, die ich klären muss, damit ich sicherer werden kann mit ihnen. Wenn ich also das Gefühl habe, dass Jörg einen Anteil hat an einer Antwort, wie anders kann ich mir Klarheit darüber verschaffen, als es bei ihm anzusprechen? Dich zu fragen würde heißen, ihn zu übergehen. Ich verstehe deine Antwort nicht. Du weißt, dass ich nicht an der Echtheit gezweifelt habe. Das ist doch nicht das Problem, sondern es ist eines zwischen Jörg und mir. Sollte ich mich da so sehr täuschen? Ich habe es jedenfalls gründlich satt dauern zu hören: …“muss das sein … dafür haben wir jetzt kein Geld etc.“. Nein, ich verstehe deine Antwort wirklich nicht.

Solange ich keinen Anlass sehe eine Niederschrift von Jörg richtig zu stellen, hast du ebenfalls keinen Anlass dazu. Insofern geht es hier durchaus um eine Frage von Vertrauen und Zweifel. Ich habe mehrfach betont, dass meine Antworten nur in sehr seltenen und nur sehr unbedeutenden Fällen von Jörg „verfremdet“ wurden. Alles, was ich selber also nicht korrigiere hat dieselbe Gültigkeit.

Es gibt keinen Grund, MIR zu erklären worin das Problem liegt. Wenn es eines zwischen euch beiden gibt, dass durch diese Sache angerührt wurde, dann müsst ihr euch damit auseinandersetzen, aber lasst mich dabei aus dem Spiel. Ansonsten rate ich dir: Wenn du tatsächlich das Gefühl hast, dass Jörg eine Antwort beeinflusst hat, dann solltest du dich sehr wohl an mich wenden. Das bedeutet ja nicht, dass du ihn dabei übergehen musst, aber ICH bin die einzig richtige Instanz dafür.

02.03.1986 (abends)
Auch wenn im Augenblick Schwierigkeiten zwischen Monika und mir aufbrechen, deren Herkunft mir nicht klar ist: Ich habe dennoch das Gefühl, dass wir gut zusammenarbeiten und weiterkommen miteinander. Rebecca ist so verändert zur Zeit, dass ich sie manchmal gar nicht wiedererkenne – und das ist dein Werk.

Das sind für mich wunderbare und sehr handgreifliche Beweise deiner Nähe und du musst jetzt gar nicht mehr am Wohnwagen rütteln oder so. Jetzt, wo ich gar keine Beweise suche, kommen sie. Es ist doch immer dasselbe!

Ansonsten steht für uns halt jetzt das Haus an, und da ist mir manches noch nicht so klar. Ich habe zu dem Haus, das jetzt an der Wand hängt, ein sehr inniges Verhältnis. Für mich ist es mein „Gruppenhaus“ und ich kann es mir gar nicht mehr anders vorstellen. Monika und Rebecca geht es ebenso. Deshalb fragen wir: Ist es „unser Haus“? Sollen wir DANACH suchen? Oder beschreibt es eher die Idee des Hauses?

Frage vertagt bis morgen früh. Tut mir Leid, aber das muss sein. Für diese Frage brauche ich dich in wirklich wachem Zustand und das bist du abends einfach nicht. Ich brauche deine ganze Konzentration und die ganze Wachheit deines Geistes. Und die kannst du mir nur frühmorgens anbieten.

Warum bin ich in letzter zeit abends immer so erschöpft?! Du hast schon recht. Ich bin nicht mehr wirklich wach, auch wenn sich in mir die Fragen zu überstürzen scheinen.

Du bist an einem kritischen Punkt. Ich sagte ja schon, ihr bewegt euch derzeit in einem Tal zwischen zwei Wellen und das gilt für dich ganz besonders. Im Augenblick ist der Abend eine ungünstige Zeit zu mir zu kommen. Ich rate dir eher, ins Bett zu gehen, damit du morgen früh wirklich ausgeruht zu mir kommen kannst.

Also gut.

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