Dialog 77

Begebt euch auf die Suche. Es ist eine Suche nach mir, denn wenn ich auch bei euch bin, müsst doch den Weg zu mir noch finden. Ich beschütze euch!

Dialog 77, 03.03.1986

So, da bin ich, so wach wie irgend möglich. Darf ich jetzt noch einmal die Frage wegen des Hauses stellen? Also erstens: Ist das Haus, das wir bis heute als Bild entwickelt haben, tatsächlich UNSER Haus oder beschreibt es eher die Idee unseres Hauses? Und zweitens: Wie sollen wir weiter vorgehen?

Euer Bild beschreibt sowohl euer Haus wie die „Idee“ davon. Das heißt:Ihr habt es sehr gut getroffen, wenn es auch nicht ganz so aussieht. Auf jeden Fall habt ihr aber jetzt eine Vorstellung davon, wie das Haus beschaffen sein müsste, damit ihr es mit euren Zielen und Plänen bewohnen könnt. Wenn ihr also ein Haus findet, dass dieselben Gefühle in euch auslöst wie das Haus auf euer Abbildung, dann seid ihr an der Lösung der Aufgabe angelangt. Von EINZELHEITEN solltet ihr euch nicht irritieren lassen, denn ich sage es noch einmal: Ihr habt das Haus sehr gut, aber eben nicht ganz wirklichkeitsgetreu getroffen.

Wie ihr jetzt vorgehen sollt?
Konzentriert! So konzentriert wie nur irgend möglich! Ihr habt nicht mehr viel Zeit, also bündelt eure Energien wie einen einzigen Lichtstrahl, den ihr aussendet. Eure Gruppenharmonie sieht im Augenblick zufriedenstellend aus, soweit haben wir das also schon einmal gemeinsam geschafft. Und ihr seid jetzt in der Lage, wirklich gemeinsam zu handeln.

Ihr müsst suchen! Daran hat sich nichts geändert. Aber ihr werdet jetzt gezielter suchen können, da ihr als Gruppe geeinter seid. Fahrt deshalb zunächst GEMEINSAM auf Suche, also mit EINEM Fahrzeug. Stimmt euch gut auf mich ein und setzt die Suche fort.

Fertigt ein kleineres Bild eurer Zeichnung an, dass ihr gegebenenfalls den Leuten zeigen könnt, die ihr fragt. Und vor allen Dingen: fragt mehr. Fahrt nicht so oft an einem Haus vorbei und denkt „das ist es ja doch nicht“, sondern fragt die Leute, die dort wohnen und ihr werdet von Mal zu Mal ein Netz knüpfen und einen Faden spinnen, der euch immer besser leiten wird, bis ihr am Ziel seid. Handelt in tiefer Gemeinsamkeit und stimmt euch auch unterwegs immer wieder neu ein, wenn ihr das Gefühl habt, dass sich der Kontakt zu mir verliert.

Nutzt eure zeit, um euch im Geiste mit dem Haus so oft zu beschäftigen wie möglich. Lasst euren Geist immer wieder zu dem Bild zurückkehren, dass ihr habt, und werdet sicherer und sicherer, dass ihr dem Ziel jeden Tag NÄHER KOMMT. Lasst niemals den Gedanken zu, dass ihr es nicht schaffen werdet, sondern denkt nur an die Gruppe und an ihre Aufgabe. Ihr habt bis heute viel in Bewegung gesetzt und gut gearbeitet. Das wird euch helfen.

Es gibt keine „Techniken“, die ich euch anbieten kann, auch keine konkreteren Hilfen, selbst wenn ihr mit so etwas vielleicht gerechnet haben solltet. Ihr wisst, dass IHR das Haus finden müsst und dass es eine wichtige, große Übung für euch ist. Eine Übung in Vertrauen, eine Übung im Sichanheimstellen, eine Übung im Gebet. Ihr beschreitet neue Wege und da gibt es nun einmal keine alten Landkarten, die ihr benutzen könnt. Ihr müsst euren Weg buchstäblich selber finden, aber mit mir an eurer Seite.

Ich will deshalb auch die Tage, an denen ihr sucht, nicht festlegen, denn es müssen Tage sein, an denen ihr euch gut und kräftig für diese Aufgabe fühlt. Graue, drückende Tage sind ungeeignet. Entscheidet diese Dinge also alleine.

Eure Abende sollen im Zeichen der Eindrücke stehen, die ihr während des Tages gewonnen  habt. Wenn ihr so verfahrt, wie ich es euch gesagt habe, werdet ihr keinen Mangel an Lernstoff für den Abend haben. Auch hier gibt es jetzt keine „Techniken“ mehr, die ihr übernehmen könnt. Alles ist neu und alles, was ihr tut, muss neu und einzigartig sein.

Einen einzigen Vorschlag mache ich euch: Heftet mehrere große Papierbögen an die Wand und füllt diese freien Flächen während eurer gemeinsamen Treffen – aber auch zu allen anderen Zeiten – mit allem, was spontan dazu drängt, festgehalten zu werden. Sei es in Wort oder in Bild. Lasst an der Wand sichtbar werden und heranwachsen, was in euch selber geschieht.

Begebt euch auf die Suche. Es ist eine Suche nach mir, denn wenn ich auch bei euch bin, müsst doch den Weg zu mir noch finden. Ich beschütze euch!

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