Dialog 79

Du musst tatsächlich „einen inneren Drang“ spüren, mir zu folgen. Und wenn das geschehen ist, wirst du merken, dass du schon längst zu mir unterwegs bist.

Dialog 79, 05.03.1986

Ich gebe zunächst einmal eine Antwort von Susanne wieder:
Ich bin sehr dankbar über dein Angebot (und das von Monika, Jörg und Rebecca), Fragen stellen zu dürfen. Mir scheinen die vielen „Detailfragen“ unwichtiger als meine Entscheidung, ob ich in der Gruppe mitmachen will,obwohl ich keinen Drang verspüre, das auf der Stelle entscheiden zu müssen. Ich wäre mir aber gerne klar, ob ich diese Entscheidung vor mir herschiebe oder ob sie einfach noch nicht reif ist. Ich würde gerne lernen, in allem sicherer zu wissen, ob etwas deinen Gesetzen entspricht oder nicht.

Meines Wissens gibt es noch gar keine Angebot von mir, dass du mir Fragen stellen kannst. Höchstens eines von Monika und Jörg. Deshalb solltest du wissen: Zuallererst musst du dich innerlich für mich entschieden haben, das heißt in diesem Falle für die Gemeinschaft, und erst dann können wir die Beziehung zueinander suchen. Ob du diese Entscheidung nun „vor dir herschiebst“ oder ob sie einfach noch nicht „reif“ ist, ist im Grunde ein und dasselbe. Es bringt dich nicht sehr viel weiter, solche Gedanken anzustellen. Sie sind nutzlos. Du musst tatsächlich „einen inneren Drang“ spüren, mir zu folgen. Und wenn das geschehen ist, wirst du merken, dass du schon längst zu mir unterwegs bist. Also: Diese Entscheidung steht noch aus.

Susannes zweite Frage:
Ist es recht beziehungsweise nötig, dass ich in den kommenden Gesprächen mit meine Eltern deinen Namen oder die hiesige spirituelle Führung erwähne? Darf ich mit meiner Schwester Chris über alles reden?

Nötig ist nur, was eben unbedingt getan werden muss, und dafür besteht hier kein Anlass.

Die „hiesige spirituelle Führung“ ist ein Lichtstrahl, den ich auf einen winzigen Punkt in der Bretagne richte, wo er seine Kraft entfalten und Licht um sich verbreiten soll. Aber noch sind wir in der allerersten Phase der Vorbereitung und jedes unnötige Wort, das darüber verloren wird, schwächt die Gruppe in ihrer Arbeit. Wer zu dieser Gruppe findet, muss seine ganze Aufmerksamkeit auf ihr Wirken, auf sich und damit auch auf mich richten. Und das Wirken der Gruppe muss Botschaft für die Umwelt sein, keine gesprochenen oder geschriebenen Worte – es sei denn, ich ordne es aus einem bestimmten Grund an, den nur ich kenne.

Wer mit der Nachricht von meiner Führung an die Außenwelt tritt, muss selber stark in seinem Inneren sein, denn er wird sich allerlei Anfechtungen ausgesetzt sehen. Er muss aber vor allem einen bestimmten Grund dafür haben und das kann nur ein Grund sein, der der Gruppe dient.

Und der liegt hier nicht vor. Nur weil es ein „unerhörtes Erlebnis“ ist und man ein „Mitteilungsbedürfnis“ empfindet, sollte nicht über diese Dinge geredet werden. Dass du mit Chris reden willst ist eine andere Sache und gar nicht zu vermeiden, doch sollte auch sie sich über die Konsequenzen im Klaren sein, die für die Gruppe aus zu viel „Öffentlichkeit“ im Augenblick entstehen würden, und ihr sollt euer Wissen um diese Gruppe und ihrer Führung behutsam und respektvoll behandeln.

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