Dialog 81

Es ist wie mit dem Brotbacken: Eigentlich eine ganz einfach Angelegenheit, aber man könnte auch ein sehr schwieriges Rezept und ein noch schwierigeres  Verfahren daraus machen, ohne dass sich am Ende an dem Brot etwas ändert.

Dialog 81, 06.03.1986

Gott, Vater, Kumpel oder wie auch immer, ich danke dir für diesen reichen und erfüllten Tag!

Ich kann noch gar nicht absehen, welche Konsequenzen sich aus diesem Tag ergeben werden, aber es werden reichlich Konsequenzen sein. Ich habe heute morgen schon gespürt, dass dieser Tag ein Tag der Kraft sein würde und ich empfinde es bis zu diesem Augenblick in jeder Zelle meines Körpers. Ich danke dir.

Ist schon in Ordnung. Ihr habt viel geleistet und seid durch die Tiefen eurer Seelen getaucht. Das hat euch mir sehr nahe gebracht. Wir werden das miteinander noch öfters erleben, aber nicht mehr in dieser Weise. Ihr seid alle einen Schritt weiter gekommen, einen beachtlichen Schritt, und ich bin zufrieden mit euch!

06.03.1986 (abends)
Ich bin noch immer ganz erfüllt (und ganz erschöpft) von der Erinnerung an den Tag heute. Solche Tage hat man nicht immer. Und ich kann es immer noch gar nicht glauben, wie zuversichtlich ich plötzlich alle Dinge sehe. Da wird mir erst einmal deutlich, dass ich sie – ohne es recht zu wissen – vorher offenbar anders gesehen haben muss. Doch so langsam merke ich die „heimliche Veränderung“ auch an mir.

Monika:
Eine Frage zu Rudolf Steiner. Er hat angeblich seine Erkenntnisse auf intuitivem Weg erlangt. doch sind seine Theorien so kompliziert und unzugänglich, dass ich ihn nicht ernst nehmen kann. Ich glaube, deine Wege sind sehr einfach und deshalb effektiv. Warum ist Steiner für so viele Menschen eine Autorität?

Steiner selbst hat seinen Erkenntnissen immer am allerwenigsten getraut und deshalb mit viel intellektuellem Aufwand eine sehr komplizierte Sache daraus gemacht. Es ist wie mit dem Brotbacken: Eigentlich eine ganz einfach Angelegenheit, aber man könnte auch ein sehr schwieriges Rezept und ein noch schwierigeres Verfahren daraus machen, ohne dass sich am Ende an dem Brot etwas ändert.

Weil aber seine Erkenntnisse im Grund schon richtig waren und deshalb auch Wirkung zeigen, wenn sie praktisch angewendet werden, musste man notgedrungenerweise auch seine Theorien anerkennen. Und ihr Menschen habt nun einmal großen Respekt vor Denkern und intellektuellen Theoretikern.

Es ist wie mit den Heilpflanzen: Im Grunde könnten die Rezepte so einfach sein, aber die Menschen trauen ihnen erst, wenn sie sich möglichst kompliziert anhören.

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