Dialog 84

Du fühlst dich unsicher und daher verletzbar. Und in solchen Stimmungen fließt deine Energie nicht harmonisch mit der von Monika (oder anderen) mit, sondern sträubt sich widerborstig auf und richtet sich gegen alle anderen und sogar gegen dich selbst.

Dialog 84, 10.03.1986

Wenn die Intensität eines Gefühls „eine wichtige und gute Richtschnur ist“, wie du sagst, dann müssten wir heute unser Haus finden. Mir ist jedenfalls ganz so zumute. Ich würde gerne nachher mit dem Kind losdüsen und mich in der berühmten Gegend hinter Scaer noch einmal umsehen.

Ich werde dich ganz gewiss nicht aufhalten.

Da aus dir doch nicht mehr zu dem Thema herauszuholen ist und ich ansonsten keine Fragen habe, würde ich dich gerne bitten, den zweiten Teil von Monikas Frage neulich zu beantworten.

Es gibt keine „Berge von unerledigten Sachen“ zwischen euch, es gibt lediglich deine komplizierte Persönlichkeit, die es Monika so schwer macht, Zugang zu dir zu finden. Es sind die negativen Auswirkungen deiner großen Sensibilität und deiner große Begabung Dinge falsch zu verstehen, die es euch so schwer machen.

Es gibt eine Seite in dir, die noch längst nicht zur Reife entwickelt, sondern schrecklich verknotet ist: Die Fähigkeit, deinerseits zu leiten, Menschen zu führen, nur in einer ganz anderen Hinsicht, als es bei Monika der Fall ist. Wenn du erst einmal Ordnung in dir geschaffen hast, kannst du ein erhebliches Maß an geistiger Kraft entwickeln und auf Menschen wirken lassen.

Das Durcheinander, das in dir herrscht, ist allerdings Schuld daran, dass diese Kraft zur Zeit oft unberechenbar nach allen Seiten sprüht und alles andere als zielgerichtet wirkt. In diesem Durcheinander siehst du nur noch dich selber und niemanden sonst mehr. Du fühlst dich unsicher und daher verletzbar. Und in solchen Stimmungen fließt deine Energie nicht harmonisch mit der von Monika (oder anderen) mit, sondern sträubt sich widerborstig auf und richtet sich gegen alle anderen und sogar gegen dich selbst.

Ihr seid in einem Prozess, der euch bereits sehr verändert hat und noch sehr viel mehr verändern wird. Ihr seid im Begriff euch auf mich einzupolen, um meine Aufgaben erfüllen zu können. Mit jedem Schritt, den ihr dabei gehen werdet, wird sich auch deine Persönlichkeit glätten und die Schwierigkeiten, die immer wieder zwischen euch aufbrechen, werden sich langsam aber völlig sicher von selber auflösen.

Eine Übung, der du dich aber jetzt schon unterziehen musst ist, Monika als Führerin anzuerkennen. Es ist in der Tat eine Übung und je mehr du dich ihrer annimmst, um so rascher wird deine Veränderung voranschreiten und wirst du deinem Lebensziel näher kommen.

Ich sage dir: Monika ist eine ausgezeichnete Führerin und sie irrt sich selten in dem, was sie anordnet, sagt oder tut. Auch wenn es objektiv falsch oder sinnlos zu sein scheint, solltest du ihre Wünsche ohne darüber nachzudenken erfüllen und respektieren lernen, denn sie HABEN ihren Sinn! Selbst wenn Monika ihn nicht erkennt.

Euer Erlebnis bei der letzten gemeinsamen Suchfahrt war ein gutes Beispiel dafür. Du „wusstest“, dass ihr auf der richtigen Straße wart. Sie war anderer Meinung. Es war aber wichtig, dass ihr die Straße noch einmal zurückgefahren seid, nur erkennt ihr wieder einmal den Sinn davon nicht, weil ihr nie weiter als bis zu eurer eigenen Nasenspitze sehen könnt. Euer Weg verläuft in ganz bestimmten Bahnen und nichts dabei ist unnötig oder überflüssig.

Wenn wieder einmal solch eine Situation auftritt, erinnere dich daran! Erkenne deine Frau als Führerin eurer Gruppe an, ohne auch nur über einen einzigen Einwand nachzudenken! Das gilt immer und für jedes Detail, hörst du? Ich verlange das von dir und du wirst dich daran halten. Dann wird es bald keine „Berge von unerledigten Sachen“ mehr zwischen euch geben.

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