Dialog 91

Jeder von euch sieht sicher die Notwendigkeit ein, dass er sein Leben ganz und gar geradlinig auf mich ausrichten muss. Aber da ihr es nicht tut, wisst ihr entweder nicht, wie man es macht, oder euch leuchtet die Notwendigkeit doch noch nicht so ganz ein. 

Dialog 91, 17.03.1986

Ich will euch zunächst etwas sagen, bevor ihr mit euren Fragen kommt. Ich habe euch gestern auf einen sehr wichtigen Punkt verwiesen und ihr habt die Botschaft offensichtlich auch verstanden.

Es nützt euch nichts, wenn ich mich eurer Probleme annehme und euch aus euren Schwierigkeiten führe, solange ihr nichts daraus LERNT! Alle Probleme, die ihr jetzt habt, ich sage wohlgemerkt alle, rühren daher, dass ihr aus meinen Hilfen und Ratschlägen nicht das gemacht habt, was möglich gewesen wäre. Ihr habt sie zwar schön ordentlich gesammelt, aber als Arbeitsbuch benutzt es keiner so richtig. Ihr wartet lieber auf frische und neue Anweisungen und lasst die alten verstauben.

Ich habe euch immer und immer wieder mit den verschiedensten Worten gesagt, dass der Schlüssel für alle Probleme, der Schlüssel für euer ganzes weiteres Leben, in der geraden Ausrichtung auf mich liegt. Indem ihr mich wirklich an die erste Stelle setzt, löst ihr alle Probleme, die sich in eurem täglichen Leben stellen, beinahe „nebenbei“. Sie spielen also eine untergeordnete Rolle und können euch dadurch viel weniger belasten, als sie es jetzt tun.

Ich habe euch das immer wieder gesagt. Euer Ordner ist voll davon, aber ihr habt diesen Hinweis noch nicht Wirklichkeit werden lassen. Und weil das so ist, hängt und hakt euer Leben an allen nur denkbaren Ecken, findet ihr kein Haus, läuft euer Marktgeschäft schleppend und wachsen euch die Dinge über den Kopf.

Wenn ihr diese Woche die dreisprachigen Handzettel vor euch habt und Adressen schreibt, solltet ihr eigentlich zögern. Gesetzt den Fall, der erste Interessierte käme schon bald, schon in zwei Wochen zum Beispiel angereist, um die neue spirituelle Gemeinschaft kennen zu lernen. Was würde er wohl vorfinden? Bestimmt keine Gemeinschaft, die ihr Leben wirklich auf Gott ausgerichtet hat. Eure Freunde in Eourres zum Beispiel stehen in keinem wörtlichen Kontakt mit mir und sind mir doch viel näher. Warum? Weil sie ihr Leben nach mir ausrichten und ihnen gar nicht der Gedanke kommt, es anders zu machen.

Ich gebe zu, eure Situation ist eine besonders schwierige. Ich vergleiche euch mit einer Gemeinschaft, die schon seit vielen Jahren besteht und erst zu dem werden musste, was sie heute ist. Ihr dagegen werdet erst seit wenigen Monaten geführt und es ist wohl für einen Menschen sehr schwierig, sein Leben von Grund auf zu verändern. Aber das erklärt nicht alles.

Auch in drei Monaten lässt sich manches schon verändern, aber nicht einmal da habt ihr viel vorzuweisen. Das einzig Regelmäßige an euer Lebensführung ist, dass Jörg täglich zu mir kommt. Dann werden die neuen Botschaften durchgelesen, befolgt oder auch nicht und der Zettel abgeheftet. Ihr müsst zugeben: Ihr macht nicht allzu viel aus dem Geschenk, dass ich euch mit meiner Führung angeboten habe.

Ich bin euch nun nicht etwas böse darum oder mache euch Vorwürfe. Das ist ja gerade das Wesen unserer Beziehung miteinander, dass ihr auch aus euren Fehlern lernt, da ihr ja offensichtlich nicht aus meinen Ratschlägen lernen könnt. Ich bin weiterhin an eurer Seite und helfe euch, denn mich überrascht das nicht, was hier geschieht. Quält euch jetzt also nicht und macht euch auch nicht etwa gegenseitig Vorwürfe oder sucht Schuldige. Ihr alle seid gleichermaßen „schuld“, in euren Maßstäben, nicht in den meinen.

Was also können wir tun?

Jeder von euch sieht sicher die Notwendigkeit ein, dass er sein Leben ganz und gar geradlinig auf mich ausrichten muss. Aber da ihr es nicht tut, wisst ihr entweder nicht, wie man es macht, oder euch leuchtet die Notwendigkeit doch noch nicht so ganz ein. An diesem Punkt muss sich jeder einmal selber prüfen, denn es nützt gar nichts, wenn ich es euch sagen würde.

Wie man es MACHT, ist an sich ganz einfach, nur: Wenn nicht ein wirklicher Wille und ein tiefes inneres Bedürfnis dahinter stehen, werden Handlungen leicht zu leeren Floskeln und taugen nicht viel. Dennoch sind Anweisungen, die befolgt werden, besser als solche, die nicht befolgt werden. Erkennt das Wesentliche für eure tägliche Lebensführung und baut euch einen leichten aber stabilen Rahmen, der jeden eurer Tage umspannen soll. Und an den haltet ihr euch zunächst einmal.

Arbeitet einmal wirklich mit eurem Ordner, den ihr angelegt habt. Er ist zu schade, um schon im Archiv zu verschwinden. Arbeitet damit, dann werden sich manche eurer heutigen Probleme sehr gut lösen lassen.

© Monika Laube. Du darfst diesen Artikel zum persönlichen Gebrauch unverändert kopieren und weitergeben, vorausgesetzt dieser Copyright Hinweis steht am Ende des Dokumentes.  Für eine gewerbliche Nutzung nimm bitte Kontakt mit mir auf.

Schreibe einen Kommentar