Dialog 27

Du fragst dich, wie konkret die Dinge sein dürfen, die du mich fragen kannst. Du meinst, dass ich alles wissen müsste, den Stand eures Kontos bis zum Zustand eures Automotors. Heimlich bezweifelst du aber, dass ich das wirklich weiß. Du zweifelst also immer noch an mir.

Dalog 27, 11.01.1986

Was ist das? Du bist so weit weg und ich höre gar nichts mehr?

Ich bin aber da. Ich bin sogar unmittelbar bei dir. Ich sehe jede deiner Handbewegungen und höre jeden deiner Atemzüge. DU bist es, der nicht bei mir ist!
Mach dir immer klar: Unsere 
Verbindung kann nur aufrecht erhalten werden, wenn DU dazu die Initiative ergreifst. So wie eben. Wenn du mich anrufst, bin ich bei dir und du kannst mich hören. Wenn du aber nur zu mir kommst, um deine Pflicht zu erfüllen, entfernst du dich von mir. Ich bin zwar bei dir, aber du kannst dir meiner nie sicher sein, solange du selber dir nicht sicher bist, was du von mir willst.

Ich würde gerne noch einmal auf das Haus zu sprechen kommen, dass wir bald anfangen müssen zu suchen.

Wer sagt, dass ihr bald anfangen müsst? Mit dem Haus ist es genauso wie mit allen anderen Dingen, die zwischen uns passieren. Wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist, wird es soweit sein, und ich werde euch führen. Heute Abend ist er nicht gekommen.

Ich bin aber auch wirklich jetzt sehr müde und erschöpft.

Nein, das ist es mit Sicherheit nicht. Aber seit deine finanziellen Probleme für eine kurze Zeitspanne gelöst zu sein scheinen, lässt du sofort nach in deinem Bemühen mich zu finden. Das ist es.

Aber ich weiß doch, dass sie noch lange nicht gelöst sind!

Du weißt es vielleicht, aber du empfindest anders. Siehst du jetzt, welche Gefahr darin liegt, euch zu viel Geld auf einmal in die Hand zu geben? Du wirst träge und denkst nur noch an dein Bett. Nun, dann gehe in dein Bett und wir sehen uns morgen früh wieder.

12.01.1986
Du hast ein Problem, nicht wahr, und machst jetzt schon den dritten Anlauf, es in eine Frage zu fassen. Ich werde dir helfen: Du fragst dich, wie konkret die Dinge sein dürfen, die du mich fragen kannst. Du meinst, dass ich alles wissen müsste, den Stand eures Kontos bis zum Zustand eures Automotors. Heimlich bezweifelst du aber, dass ich das wirklich weiß. Du zweifelst also immer noch an mir.

Nein, nicht ganz so. Ich weiß noch nicht, wie ich dich mir erklären soll. Mein „Gottesbegriff“ ist sehr unklar.

Das ist nur ein anderer Ausdruck dafür, dass du an mir zweifelst. Aber es ist eine wichtige Frage und ein wichtiges Problem, mit dem du da kommst. Ich bin froh, dass du das einmal ansprichst.

Solange du mir vertraust, kann ich dein Ratgeber in allen Dingen sein. Sooft du an mir zweifelst, bis du alleine. Einmal mehr, ein anderes Mal weniger weit von mir entfernt.

Wenn du mir unbedingt vertraust, kannst du mich alles fragen und ich kann dir nur richtige Antworten geben. Wenn in deiner Frage auch nur ein Zweifel mitschwingt, entstehen Pausen in den Durchgaben, die ich dir sende, und die füllst du dann ohne es richtig zu merken selber aus. Wenn dann ein Rat daraus entsteht, der euch in die Irre führt, wird deine Ratlosigkeit natürlich um so größer.

Das ist die Situation, mit der wir jetzt arbeiten müssen, denn du kannst dein Zweifel nur besiegen, indem du lernst, mir trotzdem zu vertrauen. Ich werde niemals zulassen, dass ihr wirklich verloren geht. Ich kann es allerdings nicht verhindern, wenn ihr immer wieder einmal vom Wege abkommt und dabei strauchelt.

Solange du den Kontakt zu mir regelmäßig und unbeirrt aufrecht erhältst, lassen sich solche kleinen Verirrungen immer wieder ins Lot bringen. Du bist kein Übermensch und meine Durchgaben an dich geschehen, während du selber bei wachen Sinnen und hellem Verstand bist. Natürlich kann es dann passieren, dass meine Durchgaben von dir „eingefärbt“ werden. Einmal sprachlich, leider aber auch inhaltlich.

Der einzige Schutz dagegen ist, bei den geringsten Zweifeln an der Echtheit meiner Durchgaben immer und immer wieder mit derselben Sache zu mir zu kommen. Bis meine Worte sooft gereinigt worden sind von deinen Sorgen, Ängsten und Zweifeln, dass sie klar sind wie das Wasser aus einer tiefen Bergquelle. Das versteht auch deine Frau und ihre Aufgabe liegt ja eben darin, dir auf diesem Weg zu helfen, und sie macht das sehr gut.

Das Problem bei deinen „konkreten“ Fragen ist, dass sie eigentlich heimlich einen Samen des Zweifels in sich tragen. Du stellst mir eine Aufgabe und meinst, wenn ich sie nicht lösen kann, sei ich „durchgefallen“. Dabei arbeitest du nicht ohne Hinterlist, denn du stellst zum Beispiel Fragen, deren Antwort du genau kennst, wo du mich also überprüfen möchtest.

Ich lasse mich aber auf solche Dinge nicht ein. Und das stürzt dich erst recht in Verwirrung. Aber das musst du lernen. Du sollst Gott, deinen Herrn, nicht versuchen, und dein „Gottesbegriff“ sollte ganz einfach lauten: ER IST DER HERR ÜBER ALLE DINGE UND ÜBER ALLES LEBENDIGE AUF DIESER ERDE. SEINE LIEBE IST UNENDLICH UND SEIN RAT UNENDLICH WEISE.

Du hast gestern mit dem Gedanken gespielt mich zu fragen, was an dem Motor des Renault kaputt ist, damit du gezielt nach dem Fehler suchen kannst. Dann hast du die Frage aber nicht gestellt, weil du Angst hattest, dass ich – falls ich sie nicht beantworten kann – als Phantomprodukt deiner Phantasie „entlarvt“ werden könnte.

Oh, Jörg! Du wirst es nicht für möglich halten, aber ich KÖNNTE dir solche Fragen ohne weiteres beantworten! Ich bin der Herr über alle Dinge und über alles Lebendige auf dieser Erde. Mein Geist durchflutet diese Welt und erhält sie am Leben. Meinst du, ich wäre von einem technischen Problem überfordert?

Ich werde dir solche Fragen aber zur Zeit nicht beantworten. Oder, wenn du so willst: Ich KANN sie jetzt nicht beantworten. Nicht aus Unwissen, sondern weil du noch längst nicht die Reife hast, solche Fragen ohne Arglist und in wirklichem Vertrauen auf mich zu stellen.

Ich könnte dich in allen Dingen führen und dir alle Fragen beantworten, ohne irgendeine Ausnahme, aber erst, wenn du gelernt hast mir zu vertrauen. Und daran arbeiten wir jetzt gerade. Und weil wir noch daran arbeiten, seid ihr selber noch an diesem Prozess auf eure Weise beteiligt. Ihr lernt sozusagen „am lebenden Objekt“.

Oder, um ein Beispiel zu nennen: Ich kann euch derzeit raten, wie ihr euer Geld ausgeben sollt. Und solange ihr euch wenigstens im Großen und Ganzen daran haltet, verzeihe ich euch auch die kleinen Sünden, die ihr ab und zu begeht. Aber ihr müsst zum Beispiel euer Konto selber in Ordnung halten. Ich bin nicht euer Buchhalter – obwohl ich es mit Leichtigkeit sein könnte.
Ein anderes Beispiel ist euer zukünftiges Zuhause. Ich habe euch gesagt, dass euer nächster Platz bereits feststeht und dass ihr euch darum nicht zu sorgen braucht. Das ist eine Übung in Vertrauen. Eine von vielen, die ich euch stelle.

Wie die Übung ausgeführt werden muss, habe ich nicht gesagt. Und deshalb habt ihr meine Worte in eurem Sinn ausgelegt und erwartet nun, dass ich euch auf dem kürzesten Weg zu diesem Haus bringen werde. DAS habe ich aber nicht gesagt und so werde ich es auch nicht tun. Ihr sollt euch in Vertrauen üben und das heißt: Ihr tut, was in euren Kräften steht und glaubt an meine Führung. Der Unterschied zu früher wird sein, dass ich euch tatsächlich führe, doch eben auf eine Weise, die ihr (noch) nicht unmittelbar sehen werdet, weil ihr dazu noch nicht reif seid.

Ich werde euch den Tag nennen, an dem ihr mit der Suche beginnen sollt. IHR werdet die Vorgehensweise festlegen und ich werde euch in diesen Dingen beraten. Wenn ihr ans Ziel kommt, habt ihr eure Abgabe gelöst! Und ich sage euch: Ihr werdet um so rascher ans Ziel kommen und eure Aufgabe lösen, je besser ihr lernt mir zu vertrauen. Übungen dazu gibt es täglich unzählige. Denkt einmal darüber nach.

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