Eine Lücke schaffen

GedankenkaleidoskopEs kommt nicht darauf an, direkten Kontakt zu Gott zu haben, wie Jörg ihn hatte. Das Göttliche ist in uns, denn wir sind Teil von ihm.Es kommt darauf an, die innere Stimme dieses Göttlichen in uns wahrnehmen zu lernen.

Das ist mir nicht neu. Dir wahrscheinlich auch nicht. Doch es ist schwierig, diese innere Stimme wahrzunehmen. Man braucht dazu sozusagen eine Lücke im ständigen inneren Kreisen der Gedanken.

Heute, während meiner morgendlichen Einstimmung, da hörte ich ganz plötzlich diese Stimme. Und sie sagte:

Im Alltag ist es schwer mich zu hören. Versuche folgendes: Frage dich vor jeder Entscheidung, vor jeder Handlung „Was würde Gott mir raten?“.  

Daran wirst du dich anfangs nur selten erinnern. Das ist in Ordnung. Es kommt darauf an, es einfach immer wieder zu üben. Immer wieder diese Lücke durch das Dickicht deiner Gedanken zu schaffen.

Dialog 23

Vieles von dem, was euch beschäftigt sind Gedanken, die euch in immer neuen Verkleidungen überraschen und euch eine scheinbar reale Welt vorgaukeln, mit der ihr gezwungen seid euch auseinander zusetzen, obwohl diese Gedanken gar keine Bedeutung haben und euch folglich vom Erkennen der realen Welt ablenken. In diesem Sinne haben sie eine verhängnisvolle Macht über euch.

Dialog 23, 06.01.1985

Es geht nicht, dass ihr Ordnung in eurem Inneren schaffen wollte, während euer Haus noch in Unordnung ist. Zieht Hausarbeiten deshalb unbedingt vor, auch vor Übersetzungen (Moni) und vor Gesprächen mit mir (Jörg).

Religion liegt in jeder eurer Arbeiten. Es gibt keine, die mehr oder weniger bedeutend wäre. Auch eine Hausarbeit ist ein Gespräch mit mir. Arbeiten, die liegen bleiben, obwohl sie erledigt werden müssten, belasten euch. Wenn euch
aber etwas belastet, seid ihr nicht frei zum Gespräch mit mir. Deshalb müssen diese Dinge erledigt werden.

Kraft liegt im Tun! In ALLEM, was ihr tun könnt. Alles sind Kraftquellen, die ihr euch erschließen könnt.

Du hast gut reden. Du hast ja auch keinen Sohn wie den unseren am Hals. Monika hat gestern viel aufgeräumt und geputzt und das Kind verwandelt alles in wenigen Stunden wieder in ein Chaos. Wie soll man daraus Kraft schöpfen?

Das ist doch eure alltägliche Situation! Ihr glaubt, etwas in Ordnung gebracht zu haben und sofort kommt ein anderer und macht euch einen Strich durch die Rechnung. Ob er nun Sohn heißt oder Zoll oder Prefecture. Wollt ihr jedes mal daran verzweifeln?  Kraft liegt im Tun, das ist alles, was ich dazu sagen kann. Indem ihr auf die Herausforderungen eures täglichen Lebens reagiert, schöpft ihr Kraft, SOFERN IHR DAS IN MEINEM GEISTE TUT. Wenn ihr es aber widerwillig und verzweifelt tut, reibt ihr euch auf. Als ich gesagt habe, Ihr müsst Ordnung UM euch herum schaffen, damit Ordnung IN Euch einkehren kann, habe ich die Arbeit gemeint, nicht das Ergebnis.

Es gibt eine Frage zu Monikas Übersetzung. Was ist unter dem Satz: „Es ist auch der Anfang dich darin zu schulen, das was gleich ist und das was anders ist zu erkennen“ zu verstehen?

Vieles von dem, was euch beschäftigt sind Gedanken, die euch in immer neuen Verkleidungen überraschen und euch eine scheinbar reale Welt vorgaukeln, mit der ihr gezwungen seid euch auseinander zusetzen, obwohl diese Gedanken gar keine Bedeutung haben und euch folglich vom Erkennen der realen Welt ablenken. In diesem Sinne haben sie eine verhängnisvolle Macht über euch.

Indem ihr lernt, die Verkleidungen zu durchschauen, in denen euch solche immer gleichen Gedanken begegnen, tut ihr einen Schritt in Richtung der Erkenntnis wirklich realer Zusammenhänge.

Ihr habt keine Übung im Umgang mit wirklichen Gedanken und seit deshalb immer in Gefahr, euch in der Scheinwelt der irrealen Gedanken zu verlieren, gerade WEIL ihr fälschlicherweise glaubt, euch genau dort gut zurechtzufinden.

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