Dialog 372 – Umgang mit finanziellen Belastungen

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Das Lernziel besteht darin, sie (die Probleme) mit gelassenem Ernst zu betrachten und das eigentliche, das wirkliche Ziel dabei dennoch nicht aus den Augen zu verlieren.

 

Umgang mit finanziellen Belastungen

 

Dialog 372 – Juni 1992

Jörg:
Sind die wachsenden finanziellen Belastungen ein Zeichen dafür, dass wir entscheidende Fehler machen?

An der heutigen Post war nichts Außergewöhnliches. Die Schwierigkeiten wachsen nicht, sie sind einfach da. Jede Rechnung und jede Mahnung ist eine Übung. Das Lernziel besteht darin, sie mit gelassenem Ernst zu betrachten und das eigentliche, das wirkliche Ziel dabei dennoch nicht aus den Augen zu verlieren.

Ihr macht beide den Fehler, dass ihr die Sache anstarrt wie ein Kaninchen die Schlange, dass ihr in Panik geratet bei jeder neuen Forderung. Als dir Monika heute die neue Hiobsbotschaft gebracht hat, bist du sofort in Schweiß ausgebrochen. Angst, Mitgefühl mit Monika, Hilflosigkeit gegenüber den vor euch „hereinbrechenden“ Problemen, das waren so ungefähr in dieser Reihenfolge deine Empfindungen. Falsch! Total verkehrt!

Nichts gegen Mitgefühl, im Prinzip, aber was nützt Monika dein Mitgefühl? Was nützt es ihr, wenn du anfängst zu schwitzen? Und umgekehrt: Was bringt es, wenn Monika dich mit Panik in der Stimme anruft?

Mit gelassenem Ernst muss man solche Nachrichten betrachten. Sie sind ernst, oh ja, das sind sie. Sie sind bedrohlich, gewiss. Aber doch nur, weil ihr es zulasst, dass sie das sind!

Wenn solche Dinge auf euch zukommen, müsst ihr eine Kampfhaltung einnehmen! Ihr müsst eure Energien mobilisieren, und zwar sofort. Nicht schwitzen. Jeder muss seine eigene Kampfhaltung finden. Es gibt nur eine, die zu jedem passt. Und ihr müsst sie finden.

Stellt euch vor, ein Feind bedroht euch. Welche Haltung würdet ihr einnehmen, um die Gefahr abzuwehren. Übt es. Findet es heraus! Es ist die Haltung, die Energien freisetzt, insbesondere in der Bauchmitte. Probiert es aus! Welche Haltung gibt dir und welche Haltung gibt dir und welche Monika das sichere Gefühl unverwundbar zu sein?

Es geht hier nicht um komplizierte Formen. Es geht einfach nur darum, seine ureigene innere Kampfhaltung zu finden. Die, bei der man sich am sichersten und unverwundbar fühlt. Es kann ein in einem bestimmten Winkel ausgestreckter Zeigefinger sein. Oder der Fuß, der in einer bestimmten Weise angehoben und auf den Boden gesetzt wird.

Die Übung lautet: Findet diese Kampfhaltung! Ihr werdet sie brauchen. Dann erst machen spirituelle Übungen einen Sinn. Das ist nämlich ein großer Fehler, der in diesem Bereich immer wieder gemacht wird. Der Mensch besteht nicht nur aus Geist. Er hat auch einen Körper und eine Seele. Alle drei müssen einbezogen werden. Und es ist nur natürlich, dass man auf eine Gefahr mit Abwehr reagiert.