Dialog 340

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Wohlstand fließt all denen meiner Kinder zu die verstanden haben, dass diese Fülle meine Geschenke sind und deshalb niemals etwas Unnötiges sein können. Wohlstand für die, die ihn wollen, weil sie darin meine Liebe sehen, ist etwas ganz anderes „als Geld haben zu wollen“. Es ist, wenn ihr so wollt, eine Form des Glaubens.

Dialog 340 – 28.03.1988

Monika:
Unser gemeinsames Ziel scheint klar geworden zu sein. Wir wollen die Fülle kennenlernen, wollen ein komfortables Leben führen, wollen es uns leisten können Qualität um uns zu haben, wollen wohlhabend und unabhängig sein.

Unser augenblicklicher Standort ist dort wo man den Abgrund sehen kann. Wir sind hoch verschuldet und unser Auto liegt in den letzten Zügen. Wir haben so gut wie keine Einkünfte. Wir leben als Gäste bei Freunden, denen das langsam zu viel wird.

Die einzige „Lösung“ die uns einfällt, nämlich uns bei der Bank erneut zu verschulden, löst sehr unangenehme Gefühle in mir aus. Ich will mich nicht immer neu verschulden müssen! Es muss doch auch noch andere Lösungen geben! Ich will nicht ständig auf morgen warten oder hoffen. Ich will raus aus der Scheiße. Ich will mir keine Kleider borgen, um überhaupt zu einem Vorstellungsgespräch gehen zu können. Ich will nicht länger in abgetragenen Klamotten rumlaufen. Ich will ein erfolgreiches, klares, komfortables Leben führen und mich nicht nochmals so hoch verschulden müssen, um aus der jetzigen Lage zu kommen. Das machen wir seit Jahren. Immer neu verschulden und auf morgen hoffen.

Es muss eine andere Lösung geben. Bitte hilf uns sie zu finden! Um unsere Ziele zu erreichen brauchen wir die Mittel. Aber wieder zur Bank gehen zu müssen wegen eines Kredits, das macht mich fertig! Gibt es denn keine andere Möglichkeit?

Ansonsten habe ich Probleme mit meinen Übungen. Es vergehen oft Tage, bis ich wieder in der Lage bin, die Übungen zu machen und auch dann nur ungenügend. Es fühlt sich an, als hätte ich resigniert. Aber vielleicht sind sie auch nicht mehr passend?

Ihr nähert euch jetzt einem sehr wichtigen Punkt in eurem Leben. Zum ersten Mal seit sehr langer Zeit betrachtet ihr Wohlstand nicht mehr als etwas eigentlich Unnötiges und nicht mehr als etwas, das euch eigentlich nicht zusteht. Es ist selbstverständlich und notwendig geworden. Das ist eine sehr wichtige und absolut unverzichtbare Voraussetzung dafür, dieses Ziel auch zu erreichen. Achtet darauf, dass ihr dieses Bewusstsein nicht mehr aus den Augen verliert – selbst, wenn ihr hier und da einmal gezwungen sein solltet, zur Erreichung dieses Zieles einen Umweg zu gehen.

Kredite können helfen und schaden. Auch die Höhe eines Kredites ist immer eine sehr wichtige Angelegenheit. Leicht kann eine solche Hilfe umkippen und zum Schaden werden. Wann ihr einen Kredit braucht und die Höhe kennt, werdet ihr wissen, wenn es damit soweit ist. Und wenn es soweit ist und ihr es wisst, wird euch die Vorstellung einer Weiterverschuldung auch nicht mehr so viele Schwierigkeiten bereiten – weil ihr wisst wozu es gemacht werden muss. Und das wird eine sehr konkrete Angelegenheit sein, mehr als nur das allgemeine Bewusstsein zu Wohlstand kommen zu wollen.

Monika, euer Wunsch nach Wohlstand und Unabhängigkeit ist nichts anderes als die Einsicht, dass das Gesetz der Fülle wirklich und richtig ist. Es ist ein Schritt nach vorne dieses Bewusstsein entwickelt zu haben. Und dieser Schritt wird euch stärken, jeden Tag ein wenig mehr. DAS ist es, worauf es ankommt. Ihr sollt von nun an in dem Bewusstsein leben, dass euch Fülle zusteht und in Zukunft eure Bedürfnisse in Fülle befriedigt werden, anstatt dass nur für das Notwendigste gesorgt sein wird.

Ihr selbst aber werdet hart für dieses Ziel arbeiten müssen. Stellt euch es so vor, als würdet ihr mit beiden Füßen tief im Dreck stecken und müsstet nun mit einem einzigen Satz auf festen Boden springen. Nur auf festen Boden zu wollen genügt nämlich nicht, man muss die Anstrengung auch unternehmen.

Wenn ihr hart auf dieses schöne Ziel zuarbeitet, werden sich euch die Türen nacheinander ganz von selbst öffnen. Und dann mag es einen Tag geben, wo selbst ein Kredit „passt“, richtig und notwendig ist. Jetzt, in diesem Augenblick ist das noch zu früh. Deshalb dein Unbehagen.

Ihr habt doch erst seit einigen Tagen begriffen, worauf es ankommt: Wohlstand fließt all denen meiner Kinder zu die verstanden haben, dass diese Fülle meine Geschenke sind und deshalb niemals etwas Unnötiges sein können. Wohlstand für die, die ihn wollen, weil sie darin meine Liebe sehen, ist etwas ganz anderes „als Geld haben zu wollen“. Es ist, wenn ihr so wollt, eine Form des Glaubens.

Ich weiß, Jörg, dir geht jetzt durch den Kopf, warum ich so viele Menschen leiden und sterben lasse, die doch auch an mich glauben. Doch das sind Fragen, mit denen du dich nicht beschäftigen sollst. Er einzig wichtige Mensch auf dieser Welt für dich bist du selbst, sofern es dein geistiges Wachstum betrifft. Und im Moment sollte dich dieses Wachstum interessieren, sonst wirst du die Antworten auf Fragen wie die eben gedachte niemals finden und verstehen können.

Zurück zu eurer Kreditfrage: Ihr habt die Quelle gefunden. Sie wird für euch sprudeln, solange ihr euch nicht wieder abwendet. Deshalb lebt und arbeitet von nun an in dem Bewusstsein, dass eure Situation sich ändern wird (und vor allen Dingen muss). Arbeitet dafür. Diese Arbeit ist eine Willensäußerung und muss da sein, wenn etwas in Bewegung geraten soll. Sobald eine erste Änderung in euren Verhältnissen eintritt, ist der Augenblick gekommen eventuell auch über einen Kredit nachzudenken. Das kann schon sehr bald sein, aber noch nicht heute. Heute wisst ihr noch nicht genau genug, was ihr wollt.

Zu deinen Übungen, Monika: Ihr Zweck war vor allem gewesen, dich in meiner Nähe zu halten. Jetzt brauchst du eine wirklich Kraft-Übung:

Suche dir einen ruhigen Moment im Tag aus und setze dich auf einen Stuhl. Deine Haltung sollte bequem sein, aber nicht zu bequem. Es muss fließen können. Die Wirbelsäule sollte gestreckt und gerade sein.
Stell dir vor, du würdest einen Ball von der Größe eines Fußballs in den Händen halten. In dieser Haltung wird sich Energie zwischen deinen Händen konzentrieren und das musst du versuchen zu spüren oder innerlich zu sehen. Versuche es. Du kannst die Hände auf zweierlei Arten halten: Seitlich, als rechts und links des „Energieballs“ oder oben und unten.
Sei dir dabei bewusst, dass deine Hände in dieser Haltung eine hochleistungsfähige Antenne zum Empfang von Energie sind und dein Körper sie in konzentriertester Form aufnimmt.

Dialog 328

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Betrachte die Situation im Moment als eine Phase der Auseinandersetzung zwischen höherem und niederem Ich. Es ist noch nicht entschieden. Das höhere Ich will seine phantastischen Fähigkeiten entfalten, das niedere Ich möchte alles so lassen wie es ist. Das eine ist Geist gewordener Mut, das andere ist Fleisch gewordene Angst. Beide sind stark und nicht zu unterschätzen.

Dialog 328 – 26.01.1988

Ich bin ganz durcheinander. Jetzt habe ich schon zwei Wochen lang meine Essensgewohnheiten verändert und eingeschränkt und ich habe noch kein Gramm abgenommen, sondern wiege mehr als vorher. Und das, obwohl ich jeden Tag Sport treibe. Ich verstehe das nicht, denn damals nach Florians Geburt, habe ich auf diese Weise etliche Kilos verloren. Irgendetwas in mir scheint sich mit aller Gewalt gegen eine Gewichtsabnahme zu sperren. Bitte hilf mir. Es ist so schwer trotzdem durchzuhalten.

Mir ist aufgefallen, dass meine Gewichtsprobleme zeitgleich mit einer Bewusstwerdung begannen. Es gab eine Zeit, so um die 27 – 28, die meinen bis dahin geführten Dornröschenschlaf abrupt beendete. Damals bin ich mir zum ersten Mal meiner Wahrnehmungsfähigkeit bewusst geworden. Und heute empfinde ich die Fettschicht, die verstärkt meinen Bauch bedeckt, als Reaktion auf mein erwachendes Bewusstsein. Es muss als eine Art Schutz gedacht sein, obwohl das natürlich absurd ist.

Bitte, kannst du mir helfen diese Schutzschicht abzubauen, die sich mehr und mehr als belastende Panzerung anfühlt?

Eine Änderung der Essgewohnheiten und dazu regelmäßige sportliche Betätigung sind grundsätzlich schon wichtige Voraussetzungen, will man Gewicht verlieren. Aber es genügt nicht immer oder besser gesagt, die Gründe für Übergewicht sind sehr unterschiedlich.

Du hast schon selbst erkannt, dass deine Fettschicht zum Beispiel nicht einfach nur das Resultat schlechter Essgewohnheiten ist. Wäre es nämlich nur das, würdest du ebenso zügig wieder abnehmen können, wie du zugenommen hast.

Die Fettschicht als Schutzmantel, als Schutz für ein erwachendes Bewusstsein, das ist so absurd gar nicht. Du besitzt außergewöhnliche Fähigkeiten der sensiblen und übersinnlichen Wahrnehmung, von denen du bis jetzt manche, aber noch nicht alle entdeckt, geschweige denn voll entwickelt hast. Manche wirst du auch nie berühren, obwohl sie in den Anlagen vorhanden wären. Du wirst sie als Keim mit hinüber nehmen in eine andere Realität. In jedem Fall aber sind diese Fähigkeiten durchaus schützenswert. Und vor allem hast du von Anfang an gespürt, dass auch du dich selber schützen würdest müssen, denn die „normale Welt“ begegnet Menschen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten im Bereich der Wahrnehmung nicht ohne weiteres und schon gar nicht sofort mit Interesse und Wohlwollen. Auch hier muss erst der „Erfolg“ den Nachweis der Nützlichkeit und Ungefährlichkeit dieser Fähigkeiten erbracht haben.

So viele Jahre hast du mit deinen Fähigkeiten im Ansatz gelebt und warst kaum in der Lage, sie systematisch und vor allem vertrauensvoll und ohne Furcht zu entwickeln. Das geschieht ja erst seit relativ kurzer Zeit. Dein Körper hat sich deshalb wahrhaftig schützend wie eine Mutter um ihr Kind gelegt und alles Feine, Innere, Sensitive mit einer dicken Fettschicht umhüllt, der man auf Anhieb durchaus nicht ansieht, was „hinter“ ihr verborgen ist.

Soweit zum Verständnis der Zusammenhänge. Du hast dich nun daran gemacht diese abzubauen, da dir der ehemalige Schutzpanzer zu eng wird.

Das ist der Anfang eines erwachenden Bewusstseins, die inneren sensitiven Fähigkeiten nun auch nach außen zu tragen, sie aus dem Keller zu holen und endlich ins Sonnenlicht zu stellen, mögen die Leute auch den Kopf schütteln oder vor dir die Flucht ergreifen.

Es ist also ein Anfang an dem du stehst. Du darfst deshalb nicht zu viel erwarten. Mit etwas anderen Ernährungsgewohnheiten und etwas Sport alleine wirst du gegen diesen Panzer nichts ausrichte können. Dazu ist er zu kräftig.

Es ist dennoch wichtig, dass du weiterhin auf deine Ernährung achtest und Sport treibst. Denn das gibt ständige Impulse des Willens nach innen: „Achtung, Achtung, mal alles herhören, wir gehen jetzt raus. Aber erst müssen wir den dicken Schutzpanzer aufweichen!“

Neben diesen Maßnahmen ist aber noch etwas anderes wichtig: Dein Wille schlank zu werden! Dein „kleines“ Ich setzt dir Widerstand entgegen bei deinen Absichten. Du musst deinen Willen mit ihm messen und als Siegerin daraus hervorgehen. Dann wird das Abnehmen in Gang kommen und zügig voranschreiten.

Betrachte die Situation im Moment als eine Phase der Auseinandersetzung zwischen höherem und niederem Ich. Es ist noch nicht entschieden. Das höhere Ich will seine phantastischen Fähigkeiten entfalten, das niedere Ich möchte alles so lassen wie es ist. Das eine ist Geist gewordener Mut, das andere ist Fleisch gewordene Angst. Beide sind stark und nicht zu unterschätzen.

Du musst lernen beide wahrzunehmen. Dann kannst du in diesen Kampf eingreifen und die höhere Seite verstärken. Und erkennen kannst du sie, sei es durch die Benutzen deiner Fähigkeiten sensibel wahrzunehmen, sei es durch Visualisierung der beiden.

Schaffe dir ein Bild von deinem Körperpanzer, von deinem niederen Ich, und schaffe dir ein Bild von deinem höheren Ich. Das geht. Du musst es nur einmal versuchen. Mache dir die beiden sichtbar und dann beobachte ihren Kampf. Du hast dabei die Möglichkeit, in der Visualisierung jede gewünschte Einflussnahme durchzusetzen. Du kannst das „Höhere Ich“ so hoch und so strahlend wachsen lassen, dass es leuchtend über allem steht und dir so Kräfte zufließen lassen, die du für den Kampf brauchst.

Zugleich aber, kehren wir noch einmal dazu zurück, sind die Ernährungsgewohnheiten und Du wirst es schaffen, wenn du nicht locker lässt. Sicher ist es schwer, aber wie alles, so ist ja auch diese Unternehmung zugleich eine geistige Übung. Es lohnt sich also weiterzumachen.

 

Dialog 271

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Und es gibt da etwas in jedem von euch beiden, das weiter sehen kann, als ihr das mit euren Gefühlen und eurem Verstand tun könnt. Und dieses Etwas hat sich gegen eure Pläne zur Wehr gesetzt. Nennt es euren Geist, wenn ihr wollt.

 

Dialog 271 – 28.06.1987

Monika:
Wir verbringen fast überhaupt keine Zeit mehr auf unserem Land. Ich selbst schaffe es nicht, meine Zeit so einzuteilen, dass alle Bereiche, also Haus, Garten und Land abgedeckt sind. Einfach deshalb, weil ich oft sehr kraftlos und schnell erschöpft bin. Das löst Schuldgefühle in mir aus und ich habe Angst, dass mich die Naturgeister nicht mehr akzeptieren werden.

Wenn ich es nicht schaffe, die Dinge richtig für mich zu ordnen, dann weiß ich nicht werden soll, wenn Jörg wirklich im Herbst eine Ausbildung im Gartenbau machen sollte.

Jörg:
Ich quäle mich wegen dieses Platzes auf dem Markt in Concarneau freitags. Irgendwie verletzt es mich tief, dass es mir nach fast 2 Jahren Marktmachen dort noch immer nicht gelungen ist, auch nur den miesesten Platz fest zu bekommen. Immer wieder bin ich an diesem Idioten von Placier gescheitert, aber auch an anderen, die einfach stärker waren als ich und sich vorgedrängelt haben – und das geschieht noch heute.

Jetzt wäre theoretisch die Möglichkeit für den Sommer einen halbwegs brauchbaren Platz zu bekommen – wenn der Placier mitmachen würde, und wenn die Frau „besiegen“ kann, die sich dort schon einzunisten begonnen hat. Ich frage mich, was ich tun und wie ich vorgehen soll. Soll ich mich mit Haut und Haaren in diese Aufgabe stürzen und alles versuchen, um diesen Platz zu bekommen? Oder sehe ich diese Dinge verzerrt? Und wenn nicht, wie sollte ich vorgehen? Dem Placier und dieser Frau den Krieg erklären? Oder was soll ich tun?

Ich spüre irgendwie, dass diese Dinge für mich unerhört wichtig sind, aber ich weiß auch, dass ich mich bei so etwas leicht verrennen kann. Deshalb bitte ich dich um Rat.

 

Jörg, dass du bis heute noch keinen Platz hast, das ist tatsächlich ein Hinweis auf deine Schwäche. Du hast deinen Willen in keiner Weise so geschult, wie das möglich gewesen wäre. Auf anderen Gebieten bist du recht weit gekommen (Pflanzensensibilität), aber ansonsten liebst du es immer noch dich gehen zu lassen und schwach zu sein.

Jetzt lässt sich das natürlich nicht einfach alles nachholen und schon gar nicht erzwingen. Du kannst nicht einfach so tun, als hättest du einen starken Willen. Das würde in einem Desaster enden.

Tu was du kannst und ein bisschen mehr. Das ist immer der richtige Rat. Nutze Gelegenheiten, wenn sie sich dir anbieten. Aufmerksamkeit ist eine der Grundvoraussetzungen seinen Willen zu schulen. (Du aber träumst viel zu viel und verpasst oft wichtige Gelegenheiten.) Aber erzwinge nichts. Ob du mit dem Placier sprichst oder mit der Frau ist deine Sache. Dazu kann ich dir keine Hinweise geben. Nimm das Ganze lieber als Lehre für dich.

Das Problem mit dem Platz ist ein gutes Beispiel für richtiges und falsches Leben:
Um einen Platz zu bekommen, genügt es in manchen Fällen nicht, die Hände in den Schoß zu legen. Man muss vielmehr seinen unbeugsamen Willen auf diese eine Sache richten! Den Menschen will ich sehen, der sich einem solchen Willen widersetzen könnte. Es gibt nicht allzu viele davon.

Es gibt natürlich auch nicht allzu viele Menschen, die einen wirklich unbeugsamen Willen haben, wenn sie auf ein Ziel lossteuern, aber dennoch ist ihre Zahl bedeutend größer. Und von euch beiden gehört keiner dazu. Ihr seid noch viel zu schnell entmutigt, gebt viel zu früh auf, wenn sich die Dinge nicht nach Wunsch (oder Traum) entwickeln. Ihr jammert und klagt, anstatt euren Willen zusammenzunehmen.

Wenn mich etwas entmutigt, dann sind es solche vorwurfsvollen Reden. Ich habe immer das Gefühl, „erst hängt er die Trauben ordentlich hoch, so dass keiner rankommt und dann liest er uns die Leviten, weil wir es wieder mal nicht geschafft haben“.
Ich kenne meine Schwächen, die Punkte also, wo ich mich mehr zusammenreißen könnte. Aber dass ich es nicht tue, hat doch sicher auch seine Bedeutung für mich, oder nicht?

Schon. Aber auf dem Weg möchte ich dich nicht weitergehen sehen. Dann bräuchtest du mich nicht. Denn blind vor sich hin stolpern kann jeder. Dazu bedarf es keiner Führung.

Sieh einmal zu, für den Freitag eine Portion Willen aufzubringen. Eine Extra-Portion. Und dann sieh zu, ob du damit etwas ausrichten kannst. Tue aber nicht mehr in dieser Hinsicht, als du dir wirklich zumuten kannst. Damit will ich sagen: Plustere dich nicht größer auf als du bist, wenn du dich mit jemanden anlegen willst. Prüfe im richtigen Moment was möglich ist und was gleich getan werden muss, dann tue das und fertig, zurück in die Ausgangsstellung. Wenn sich wieder so ein Moment ergibt, tust du es genauso. Vorspringen, handeln und zurück auf deine Position. Du machst oft den Fehler, dich viel zu weit auf „feindliches Gebiet“ vorzuwagen. Dann stehst du da verloren auf einem riesigen Feld, von allen Seiten angreifbar, mit praktisch keiner Rückzugsmöglichkeit. Und anstatt wenigstens einzusehen und sich schrittweise und vorsichtig zurückzuziehen, gehst du dann auch noch weiter und immer weiter vor.

Ich wähle dieses Bild so, weil sich dir deine Welt als ein Kampfplatz darstellt. Andere Menschen erleben die Welt anders und ein jeder hat sein typisches Bild. Wer auf einem Kampfplatz steht muss aber, wenn er heil bleibe will, seine Kräfte genau kennen. Er weiß dann, wie weit er vorwärtsgehen und wann er zurückgehen muss. Und er würde – schon gar nicht, wenn er sich schwach fühlt – niemals außer Sichtweite der eigenen Reihen gehen, denn diese Reihen bedeuten eine sehr wichtige Sicherheit.

Überprüfe dein Leben einmal unter diesen Gesichtspunkten:
Wieviel weißt du von deinen Kräften?
Wie oft unter –oder überschätzt du dich?
Wie oft ist dir wirklich klar, wann du etwas Bestimmtes tust?
Und wie oft stattdessen findest du dich in einer Situation wieder wie einer der aufwacht und nicht weiß, wo er sich befindet?
Wie oft konntest du in deinem Leben bisher einen wirklich starken (wenn auch nicht unbeugsamen) Willen entwickeln? Und was war das Ergebnis?

Monika, als ihr das Landprojekt angefangen habt, hattet ihr Ideen im Kopf. Diese Ideen betrafen vor allen Dingen euch und weniger das Land. Ihr habt es (be)nutzen wollen. Ich meine, dass ihr das inzwischen auch selber recht gut wisst.

An sich ist ja nichts Schlechtes daran, aber es passt nicht zu EUCH. Und es gibt da etwas in jedem von euch beiden, das weiter sehen kann, als ihr das mit euren Gefühlen und eurem Verstand tun könnt. Und dieses Etwas hat sich gegen eure Pläne zur Wehr gesetzt. Nennt es euren Geist, wenn ihr wollt.

Wenn ihr das Land erfolgreich bearbeiten wollt, dann muss es uneigennützig geschehen. Das muss nicht bedeuten, dass man von dem (oder generell von einem) Land nicht leben können darf, im Gegenteil. Aber für euch ist es erst einmal wichtig, dass ihr das Land nicht verplant noch bevor ihr überhaupt mit ihm vertraut geworden seid.

Naturgeister werden dich, Monika, niemals ablehnen! Das solltest du wissen. Nur, wenn du natürlich nicht mehr auf dem Land zu sehen bist, „vergessen“ sie dich natürlich mit der Zeit. Aber sie lehnen dich nicht ab, das kannst du mir ruhig glauben. Sei der Natur nicht böse, wenn sie sich das Stückchen Land wieder geholt hat. Sie hat es nur in „Verwahrung“ genommen, solange ihr nicht da sein könnt. Und sie wird es euch gerne zurückgeben, wenn ihr wieder Zeit habt.

Mach dir also keine Vorwürfe. Du hast nun einmal nicht mehr Zeit als dir zur Verfügung steht. Allenfalls könnte man aus meiner Sicht sagen, dass du die Zeit falsch verwendest. Aber das muss eben aus deiner Sicht zur Zeit so sein.

 

Dialog 175 Teil 2

dialogbild5Vieles, was dich in Bewegung hält, geschieht aus durchaus eigennützigen Motiven. Das ist aber nicht schlimm. Überhaupt nicht. Solange das Ziel gut ist! Was meinst du wie viele Menschen aus innerem Ehrgeiz heraus (und aus Liebe zu ihrem Ego) die erstaunlichsten Leistungen vollbringen? Das Ego ist nun einmal ein wichtiger Motor für euch, daran ist nichts schlimmes. Schlimm wird es nur, wenn der Ehrgeiz sich sozusagen selbstständig macht und unkontrolliert arbeitet.

 

Dialog 175-2, 24.08.1986 

Der Gedanke nach dem Prinzip der Permakultur zu arbeiten ist völlig richtig. Und ich werde euch gerne darin „ausbilden“, doch wird es sich damit ähnlich verhalten wie mit Reiki. Ich bin kein Techniker der Permakultur, ich arbeite nicht nach Methoden und Naturgeister tun das natürlich ebensowenig. Ich würde euch also von einer ganz anderen Ebene aus beraten und das wird euch nicht das Studium der menschlichen Erkenntnisse ersetzen, die für euch auch wichtig sind.

Ansonsten aber hast du Recht: Über eine Bearbeitung des Landes im Geiste und im Sinne der Permakultur ist die Verbindung zum Menschen tatsächlich gefunden. Denn das ist für jede nachvollziehbar, während eure Zusammenarbeit mit mir vor allen Dingen Befremden auslösen könnte, wenn sonst nichts Sichtbares vorliegt.

Insofern stimmt auch eure Beobachtung von heute. Das Land muss tatsächlich eine geschlossene Einheit bilden und es muss sichergestellt sein, dass ihr ohne die ständige Kontrolle des Besitzers arbeiten könnt. Feldmäßiger Anbau kommt deshalb nur begrenzt in Frage.

Zu deinem Ehrgeiz:
Es ist tatsächlich ein Durcheinander in dir. Vieles, was dich in Bewegung hält, geschieht aus durchaus eigenützigen Motiven. Das ist aber nicht schlimm. Überhaupt nicht. Solange das Ziel gut ist! Was meinst du wie viele Menschen aus innerem Ehrgeiz heraus (und aus Liebe zu ihrem Ego) die erstaunlichsten Leistungen vollbringen? Das Ego ist nun einmal ein wichtiger Motor für euch, daran ist nichts Schlimmes. Schlimm wird es nur, wenn der Ehrgeiz sich sozusagen selbstständig macht und unkontrolliert arbeitet. Dann wird die Tätigkeit, die daraus folgt, in der Regel destruktiv sein. Aber diese Gefahr besteht bei dir überhaupt nicht.

Außerdem: Leiste dir ruhig etwas das Gefühl, etwas Besonderes zu sein – Du bist ja auch etwas Besonderes! Und wenn du deinen Willen noch nicht im Griff hast, dann liegt das unter anderem daran, dass du dein Arbeitsfeld noch nicht gefunden hast. Aber warte nur einmal ab, bis es damit soweit ist. Wenn du WIRKLICH DEINEN Bereich hast, in dem du deine durchaus einzigartigen Qualitäten entwickeln kannst. Dann wird dein Wille überhaupt erst aus dem Schatten treten und ich in seiner wirklichen Kraft zeigen. Und dann wirst du in auch beherrschen.

© Monika Laube. Du darfst diesen Artikel zum persönlichen Gebrauch unverändert kopieren und weitergeben, vorausgesetzt dieser Copyright Hinweis steht am Ende des Dokumentes.  Für eine gewerbliche Nutzung nimm bitte Kontakt mit mir auf.

Dialog 175-1

dialogbild5Um mit den Geistern der Naturreiche zusammenarbeiten zu können, müsst ihr Menschen für ein für eure Begriffe ungeheuer sensibles Maß fein werden. Auf diesem Weg befindet ihr euch. Ihr müsst aber außerdem auch ein sehr sensibles Gespür für die Natur erlernen, die euch umgibt. Auf diesem Weg befindet ihr euch ebenfalls.

 

Dialog 175-1  – 23.8.1986

Monika:
Gestern haben wir B. kennengelernt. Er hat etwas angesprochen, das eine starke Resonanz in mir erzeugte. Permakultur. Seinerzeit hatte ich ein Buch darüber gelesen, konnte aber praktisch nicht viel damit anfangen. Und so ist die Idee wieder eingeschlafen. Gestern jedoch schien es mir, als sei das was mir mit den Heilpflanzen und unserem Gemüse so vorschwebt, am besten mit Permakultur zu verwirklichen. Ich verstehe das Prinzip so, dass man das was an von der Natur haben will so in das Landschaftsgefüge einfügt, dass man den Anbau von Pflanzen erst auf den zweiten Blick bemerkt. Außerdem passiere mm mehrere Dinge gleichzeitig, es findet eine Interaktion statt. Pflanzen, die nur eine einzige Funktion erfüllen, nämlich uns zu ernähren, dürfen demnach gar nicht vorkommen. Wenn wir z. B. Hühner halten, dann müssen sie so gehalten werden, dass sie außer als Eierlieferant zu dienen gleichzeitig die Obstbäume düngen und den Boden locker halten. Das ist eigentlich ein schlechtes Beispiel. Ich hoffe, Hühner erfüllen noch mehr Funktionen bei uns. Wir werden daran arbeiten müssen …

Jedenfalls hat das in mir eine Vision ausgelöst. Sollte unser Zentrum Wirklichkeit werden, dann könnte das ganze Land, das dazugehört, ein Beispiel dafür geben, wie wir Menschen uns von der Erde ernähren können. Und zwar ohne jegliche destruktive Auswirkungen, die der herkömmliche und zum Teil auch der biologische Landbau immer haben. Wie wir mit der Erde leben, wie die Erde auch von uns etwas bekommen kann.

Du hast gesagt, es fehlt uns noch die Verbindung zum Menschen. Ist das denn keine Verbindung? Ein Ort, an dem spirituelle Arbeit geleistet wird und der schon rein äußerlich ein Gefühl von Heimat auslöst und auch der Machbarkeit, der rührt doch alle Menschen an, die diesen Ort besuchen werden. Und wir wollen ja unseren Besuchern auch zeigen, was es heißt, mit deiner Energie zu leben und zu arbeiten. Beispiele geben und Möglichkeiten, den Energiekanal zu öffnen und damit zu arbeiten. 

Ich weiß, ich weiß. Wir können ja selbst noch nicht deine Energie in Arbeit umsetzen. Doch auch wenn wir sehr langsam vorankommen – eines Tages werden wir soweit sein, dass wir das auch anderen vermitteln können. 

Da unser Hauptfokus die Energie ist, so meine ich, sollte auch die Energiefrage auf der physischen Ebene eine besondere Rolle spielen. Damit meine ich zum Beispiel, dass wir unseren Energiebedarf über Solar- oder Wind- bzw. Wasserenergie selbst decken können.

Das alles könne wir natürlich nicht alleine schaffen. Mit der Farm wäre der Zeitpunkt gekommen, wo wir als Gemeinschaft größer werden müssen.

Und noch eine Frage zu der Unklarheit in mir:
Ich empfinde es oft als ein einziges Durcheinander und sehr verwoben miteinander, was ich einerseits für mich will und was ich will, um der Welt einen Dienst zu erweisen. Immer ist da auch mein Ehrgeiz dabei, aus der Menge herauszuragen. So bin ich mir nie sicher, ob ich diesen Weg nicht vielleicht gewählt habe, um mein Ego zu nähren. Andererseits – wenn es nur mein Ego wäre, dann hätte ich ja Stewardess bleiben können.

Es hört sich einfach an, wenn du sagst, ich müsse nur wissen, was ich will. Ich will deine Energie umsetzen, ich will Gaia helfen, ich will wachsen. Dennoch verläuft die Mehrzahl meiner Tage so, dass ich weder deine Energie umgesetzt , noch Gaia geholfen habe und jedenfalls nicht spürbar gewachsen bin. Wo ist denn da nur der Haken? Es geht wohl wieder einmal um den Willen, den du meinst. Den man nicht beeinflussen kann, der da ist oder nicht.

Da ich davon ausgehe, dass dieser Wille in jedem Menschen grundsätzlich vorhanden ist, so geht es wahrscheinlich darum, sich auf diesen Willen einzustimmen und in zu aktivieren. Nur – wie macht man das?

Monika, du baust Stück für Stück das Bild zusammen, um das es mir geht. Deine Fortschritte sind phantastisch! Zwar ist immer noch nicht alles so arrangiert, wie ich es einmal haben möchte, aber du bist heut schon weiter als du eigentlich hättest sein sollen. GENUG!

Deine Vision ist zwar noch nicht perfekt – aber nur aus meinem Blickwinkel gesehen. Von eurem aus betrachtet, ist sie schon weit voraus gedacht! Deshalb fordere ich euch auf: Lebt zunächst das, was ihr bis jetzt entwickelt habt. Ich bin außerordentlich zufrieden damit. Und ihr werdet das, was noch fehlt, in der praktischen Arbeit wie von selber kennenlernen: DIE UNMITTELBARE ZUSAMMENARBEIT MIT DEN NATURREICHEN!

Um mit den Geistern der Naturreiche zusammenarbeiten zu können, müsst ihr Menschen für ein für eure Begriffe ungeheuer sensibles Maß fein werden. Auf diesem Weg befindet ihr euch. Ihr müsst aber außerdem auch ein sehr sensibles Gespür für die Natur erlernen, die euch umgibt. Auf diesem Weg befindet ihr euch ebenfalls. Ihr seid in der Bretagne und noch nie habt ihr die Natur so klar gesehen wie dort. Was wiederum speziell Jörgs Schwerpunkt ist, denn er sieht die Natur mit besonders geschärftem Blick, der anderen nicht gegeben ist. Ich möchte, dass er sich dahin entwickelt, auch hinter die Ebenen zu blicken, die er sieht. Aber auch das wird sich entwickeln – wenn ihr erst einmal angefangen habt.

Deshalb sucht euren Hof. Ich werde euch, wenn ihr es nicht selber gemerkt habt, sagen, wenn ihr ihn gefunden habt. Achtet bei eurer Suche nicht so sehr auf überkommene Bilder, sondern denkt an eure Aufgabe. Eure Aufgabe ist die Natur: Sie zu retten, sie zu finden, mit ihr die Zusammenarbeit suchen. Darauf kommt es an! Denkt immer daran! Ab ich werde euch schon lenken, verlasst euch darauf!

Soviel für heute … (Fortsetzung folgt)

© Monika Laube. Du darfst diesen Artikel zum persönlichen Gebrauch unverändert kopieren und weitergeben, vorausgesetzt dieser Copyright Hinweis steht am Ende des Dokumentes.  Für eine gewerbliche Nutzung nimm bitte Kontakt mit mir auf.

Wille

Wille

Der Wille (nicht zu verwechseln mit dem Wollen) ist gestaltende, göttliche Kraft und nimmt unmittelbaren Einfluss auf die Abläufe innerhalb unserer Realität. Der Wille ist der Hausherr der Zweiten Wirklichkeit, während das Wollen auf der Ebene der Ersten Wirklichkeit angesiedelt ist. Wenn wir etwas wollen, wünschen wir es uns herbei, bringen aber damit gleichzeitig zum Ausdruck, dass wir uns wenig oder gar keinen Einfluss darauf zutrauen, das Herbeigewünschte auch zu erhalten. Der Wille dagegen ist zielgerichtete Energie, die kein anderes Ergebnis als das anvisierte zulässt.

Wenn wir beide ein Ziel beschlossen haben, zerbrechen wir uns nicht mehr lange den Kopf darüber, wie es erreicht werden könnte, wir geben den Auftrag an unseren Willen weiter und widmen uns neuen Aufgaben. Wenn der Beschluss im Einklang mit unserem „Plan“ steht, also mehr als nur ein Wunsch war, sondern auch spirituell Sinn macht, dann wird der Wille das Weitere veranlassen. Das bedeutet in der Praxis: Wir haben gute Aussichten, in dieser Sache zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, um dort das Richtige tun zu können.

Dialog 166

Ich möchte, dass ihr selber erst einmal mehr Klarheit in euer Innerstes bringt, was diesen Norden betrifft. Denn damals, als ihr zum ersten Mal dort wart, ist etwas angerührt worden, und gestern ist das wieder geschehen.

Dialog 166, 28.07.08

Monika:
In deinem letzten Text kommen die Begriffe Geist und Wille vor. In Assagiolis Psychosynthese gibt es einen persönlichen und einen höheren Willen. Ist der höhere Wille gleicht Geist? Weiterhin sagt Assagioli man könne den persönlichen Willen dem höheren unterordnen, so dass man ganz vom höheren Willen geleitet werden kann.

Im Prinzip ist wohl dasselbe gemeint, obwohl keine Mensch genaue Worte dafür finden kann, was ich mit Geist bezeichne. Dieser Begriff entzieht sich eurem Vorstellungsvermögen. Den persönlichen Willen dem höheren unterzuordnen ist etwas das, was ich meinte, als ich sagte, ihr müsst den Geist überall dort einfließen lassen, wo euer Wille eine Bresche in Gewohnheiten und alte Ängste geschlagen hat. Hat der Geist erst einmal den Boden durchdrungen, der so geöffnet worden ist, ist er so leicht nicht wieder zu vertreiben – und ihr wachst und wachst mit jedem einzelnen Schritt.

Monika:
Wir haben gestern einen schönen Ausflug gemacht, quer durch die Bretagne an die Nordküste. Damals in unseren ersten Tagen in der Bretagne haben wir bei Regen dort oben zum ersten Mal am Meer gestanden. Es war nicht einmal eine besonders schöne Ecke. Aber wir fühlten uns sehr heimisch dort. Als wir am nächsten Tag aus Angst beschlossen, doch in den Süden zu E.’s Haus zu fahren, da hatte ich sehr deutlich das Gefühl, dass wir einen Fehler begehen, doch die Angst war stärker.

Hier im Süden der Bretagne gefällt es mir zwar auch sehr gut, doch dieses Gefühl von damals hat sich hier nicht in dieser Intensität eingestellt. Waren wir damals schon an einem für uns richtigen Platz gewesen? Heute kommt es mir vor, als war die Fahrt in den Süden der verhängnisvolle Schritt ins Dunkel. Hätten wir uns mutig dort oben anheim gestellt – wärst du dann schon früher mit uns in Kontakt getreten? Bitte verstehe mich nicht falsch. Der Umweg war wohl nötig. Ich möchte nur wissen, ob meine Wahrnehmungen stimmen. Ich habe gestern sehr bedauert, dass wir nicht dort oben geblieben sind. Das Meer hat dort etwas, das ich nicht beschreiben kann, aber es löst eine große Sehnsucht in mir aus.

Der Weg in den Süden war nicht nur nötig, sondern auch wichtig gewesen, denn anders hättet ihr es gar nicht geschafft. Hier im Süden, wo ihr jetzt seid, war euer Platz vorbereitet gewesen und hier habt ihr immerhin auch zu mir gefunden. Ein Umweg war es also keineswegs gewesen, sondern eben euer Weg.

Ich habe nicht vorgesehen, dass ihr in den Norden ziehen müsst. Es ist aber ohne weiteres denkbar, dass ich es noch tue, denn wenn ihr selber eine starke seelische Verwandtschaft dort wahrnehmt, dann wäre das euren Aufgaben natürlich eher förderlicher. Sollte es an der Zeit sein, den Schritt in den Norden zu gehen, werde ich euch dazu natürlich unmissverständlich auffordern.

Derzeit ist das noch nicht der Fall. Ich möchte, dass ihr selber erst einmal mehr Klarheit in euer Innerstes bringt, was diesen Norden betrifft. Denn damals, als ihr zum ersten Mal dort wart, ist etwas angerührt worden, und gestern ist das wieder geschehen.
Doch ihr selber müsst deutlich wissen, was da angerührt worden ist. Fahrt also noch einmal hin und lasst die Landschaft auf euch wirken.

 

© Monika Laube. Du darfst diesen Artikel zum persönlichen Gebrauch unverändert kopieren und weitergeben, vorausgesetzt dieser Copyright Hinweis steht am Ende des Dokumentes.  Für eine gewerbliche Nutzung nimm bitte Kontakt mit mir auf.

Dialog 142

Nur hast du lernen müssen, dass zwischen Traum und Wirklichkeit, zwischen Visualisieren und Manifestieren also, zunächst einmal der Wille steht! Der Wille nicht als Wunsch – den habt ihr durchaus gehabt – sondern der Wille als eigenständige leitende Kraft. Als die Kraft eben, mit der Berge versetzt und Wunder vollbracht werden können.

Dialog 142, 05.06.1986

Monika:
Es geht mir immer noch sehr schlecht, obwohl es eine Erleichterung war, meine Zweifel ausgesprochen zu haben. Es sind jedoch nicht so sehr Zweifel die mir zu schaffen machen, sondern eine sehr tief greifende Verunsicherung. Die ist schon ein paar Wochen alt und ich kann gar nicht mehr rekonstruieren, was eigentlich mit mir geschehen ist. Ich fühle mich wie ein Segel ohne Wind und die Flaute hält und hält an.

Ich traue mich nicht mehr zu träumen, zu visualisieren. Ich habe Angst vor erneuten Erfahrungen, mich zurücknehmen zu müssen. Wozu dann träumen? Ich war mir so sicher gewesen mit dem Haus in Pont Aven. Und ich verstehe einfach nicht, warum das nicht geklappt hat. Das hat mich total verwirrt. Das Haus in Damany gefällt mir zwar besser, weil es irgendwie freundlicher und lichter ist. Doch für unsere Pläne ist es nicht so gut geeignet und es ist nur halb so groß für das gleiche Geld. Einerseits empfinde ich es als eine Beschränkung, andererseits aber als Belastung, weil ich mir einfach noch nicht vorstellen kann, wie wir das Geld dafür manifestieren können und ob wir das überhaupt schaffen. Beschränkend empfinde ich es , weil es bestenfalls für Wochnend-Seminare geeignet ist.

Zwar habe ich Träume, doch ich wage es nicht diese Gedanken weiterzuspinnen. Zu groß wäre ein erneuter Absturz. Ja, so fühle ich mich. Ich bin gesprungen und du hast mich nicht aufgefangen. Und ich bin ziemlich ramponiert wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet.

Meine Einstimmungen sind nach wie vor ein schwacher Abklatsch dessen, was mir schon möglich war. Das dritte Auge spüre ich nur noch manchmal. Andererseits spüre ich die Energie jetzt mehr in den Hände als anderswo. Oft brauche ich nur an Reiki zu denken und schon spüre ich sie in den Händen. Doch mir fehlt dieser intensive Kontakt zu dir, der mir früher möglich war.

Jörg:

Auch ich empfinde unsere Situation zur Zeit als schrecklich verfahren und es will mir einfach nicht in den Kopf, warum das so ist. Haben wir denn in irgendeiner Weise versagt? Machen wir etwas falsch? Wenn ja, warum sagst du uns dann nicht was? Auch mir liegt uns zukünftiges Haus in Damany zur Zeit eher im Magen als dass ich mich darauf freuen könnte. Auch in finde es inzwischen als recht klein für das viele Geld. Meine einzige Sicherheit ist, dass du uns von diesem Haus zumindest nicht abgeraten hast. Aber „unser“ Haus scheint es wohl auch nicht zu sein, oder?

Die Zeiten sind wohl vorbei, wo du uns wirklich „geführt“ hast. Jetzt empfinde ich deine Worte eher als eine Art Begleitung, aber sie drücken für mich längst nicht mehr soviel aus wie früher. Zugleich habe ich aber das Gefühl, dass wir konkrete Führung sehr dringend gebrauchen könnten. Warum stehst du uns nicht mehr so konkret zur Seite wie früher?

Zuerst zu Monika:
Es ist nicht so, dass diese Situation in der ihr jetzt steht, vorgezeichnet war. Dass eure Träume sich nicht erfüllen würden, war keineswegs selbstverständlich. Und als ich dich ermutigt habe, deinen Träumen freien Lauf zu lassen, geschah das durchaus in der Absicht, dich/euch zu diesem Haus zu führen, an das ihr euch schon so nahe herangefühlt hattet. Im Laufe der Zeit stellte sich aber heraus, dass ihr noch Übungen zu absolvieren habt, wenn ihr euren Weg weitergehen wollt. In manchen Phasen (speziell in denen zu Beginn unseres Miteinanders) warst besonders du sehr stark auf mich eingepolt und deine Träume waren sehr präzise.

Aber um sie auch Wirklichkeit werden zu lassen, bedarf es mehr als nur der Fähigkeit zu träumen bzw. zu visualisieren. Dazu bedarf es eines kraftvollen Willens! Des Willens, der Bahnen bricht und sich seine Wirklichkeit selber schafft. Ich habe euch mehrfach gesagt, dass ihr zu wirklichen Leistungen in der Manifestation noch gar nicht stark genug seid. Damals ging es zwar nur um ein Auto, aber das ist dasselbe. Wenn ich euch dennoch ermutigt habe, euch auf die Suche nach eurem Haus zu begeben, dann
deshalb, weil es dabei viel zu lernen gibt.

Ihr seid heute dort, wo ihr „hingehört“. Das ist nicht bösartig gemeint, sondern ganz sachlich. Es IST eine schwere Aufgabe, die ihr euch gestellt habt: Alleine, aus dem Nichts heraus und ohne materielle Hilfe eine spirituelle Gemeinschaft aufzubauen. Und ihr müsst akzeptieren, was ihr vorfindet. Es ist falsch, zum Beispiel das Haus, in dem ihr zur Zeit wohnt, als Rückschritt oder gar als „Strafe“ aufzufassen. Im Gegenteil, es ist ein schöner, kleiner Erfolg, denn so besonders einfach ist es ja offensichtlich nicht, in eurer Gegend ein Haus für die Sommermonate zu finden.

Und ebenso ist es mit eurem zukünftigen Haus: Wenn ihr die Kraft aufbringt, es zu bewohnen und mit Leben zu erfüllen, dann IST es euer Haus. Dann werdet ihr es auch bezahlen können – und dann wird der Platz auch für eure Zwecke ausreichen bzw. es werden sich Lösungen finden lassen. Wenn ihr aber zweifelt und zögert …?!

Euer Wunschhaus, euer „Traumhaus“ also, habt ihr damals nicht gefunden und das ist gut so, denn hättet ihr es gefunden – dieses Haus wäre euch mit Sicherheit über den Kopf gewachsen. Das Haus in Damany muss das nicht notwendigerweise tun. Obwohl es das auch kann. Auch Dinge haben Macht und können sie ausüben. Aber das Haus in Damany HABT ihr gefunden! Das ist ein entscheidender Unterschied zu dem Haus, das ihr nicht gefunden habt. Und deshalb ist es ab jetzt euer Haus und ihr solltet mit guten Gefühlen daran denken, anstatt es schon vorab mit Sorgen zu beladen.

Deshalb, Monika, ist es durchaus nicht so, dass du abgestürzt bist. Nur hast du lernen müssen, dass zwischen Traum und Wirklichkeit, zwischen Visualisieren und Manifestieren also, zunächst einmal der Wille steht! Der Wille nicht als Wunsch – den habt ihr durchaus gehabt – sondern der Wille als eigenständige leitende Kraft. Als die Kraft eben, mit der Berge versetzt und Wunder vollbracht werden können.

Du hast einiges von diesem Willen bereits erworben, vielmehr als du je zuvor besessen hast, denn durch deine Hände fließt heute bereits die reine Energie, mit der Menschen geheilt werden können, aber es ist eben noch nicht die Qualität von Energie, mit der alles Wirklichkeit werden kann, was du dir wünschst.

Du betrachtest das als ein „Sich-zurücknehmen-müssen“, aber das ist es nicht. Es ist ganz einfach ein Spiegel der wirklichen Situation in der ihr steht und der Möglichkeiten, die darin liegen. Nicht mehr und nicht weniger. Als Gründer einer neuen spirituellen Gemeinschaft seid ihr zur Zeit sehr alleine und müsst euch fühlen, wie Pioniere in der Wildnis. Gerade daran aber sollt ihr eure Kräfte schulen.

Es ist nicht schwer, sich an einem ausgewählten Ort wie zum Beispiel Findhorn aufzutanken. Dort haben aber auch viele andere Menschen bereits etwas von ihrer Kraft und ihrer Energie „deponiert“ und es ist leicht, von diesem Depot etwas für sich zu nehmen. Die größere Leistung aber vollbringt ihr zur Zeit, denn ihr habt nichts, auf das ihr aufbauen könnt, und wo ihr hinkommt, findet ihr nur Neuland vor. Lass euch deshalb nicht beeindrucken, wenn zum Beispiel Rebecca von ihrem Aufenthalt dort schwärmt, denn eure Leistung, obwohl nach außen hin sehr viel weniger eindrucksvoll, ist erheblich und hat meine Beachtung.

Ich habe euch einmal gesagt, dass ihr noch Stunden schwärzester Verzweiflung durchleben werdet, bevor ihr den Schlüssel zu eurem neuen Haus im Schloss herumdrehen könnt. Jetzt wisst ihr, dass ich damit nicht nur die Suche nach diesem Haus gemeint habe.

Ihr macht einen Fehler, wenn ihr glaubt, meine Führung würde von nun an bedeuten, dass euch alles leicht von der Hand gehen muss. Ich habe mir euch beide nicht ausgesucht, weil ihr perfekt seid, sondern damit ihr es werdet – und das ist nun mal ein langer Weg. Meine Führung, Jörg, war deshalb am Anfang eine so konkrete Führung, weil ich euch erst einmal auf die Bahn setzen musste. Inzwischen geht es einfach um ganz andere Dinge, als im Januar und Februar.

Inzwischen müsst ihr lernen, euren Willen zu schulen, ihn zur Stärke zu erziehen, denn diese Kraft, die ihr dabei entwickelt, DAS BIN ICH! Das aber müsst ihr euch erwerben, das kann ich euch nicht so einfach schenken. Wo bliebe dann die Leistung? Ihr müsst aus euch heraus die Stärke entwickeln, aus der die neue Gemeinschaft wachsen kann. Dann bin ich mitten unter euch. Dann lebt ihr in meinem Geiste.

Nehmt dankbar an, was ihr vorfindet und hadert nicht ständig mit eurem Schicksal. Nehmt, was man euch gibt, und seid dankbar, dann wird es sich in euren Händen zu Fülle und Reichtum wandeln. Hadert ihr aber und seid ihr unzufrieden und misstrauisch, dann wird die Gabe in euren Händen verdorren, und ihr werdet weniger haben als zuvor.

 © Monika Laube. Du darfst diesen Artikel zum persönlichen Gebrauch unverändert kopieren und weitergeben, vorausgesetzt dieser Copyright Hinweis steht am Ende des Dokumentes.  Für eine gewerbliche Nutzung nimm bitte Kontakt mit mir auf.

Dialog 93

Wenn Angst da ist, sollt ihr diese Angst sichtbar machen, damit ihr sie erkennen könnt. Sonst lähmt sie euch. Wenn Resignation da ist, gilt dasselbe. Es ist nicht schlimm, Angst zu haben, man muss sie nur erkennen und um sie wissen.

Dialog 93, 19.03.1986

Fortsetzung der Botschaft vom 18.3.1986:

Wenn du in der Gruppe Starre empfindest, musst du prüfen, was die Ursache dafür ist. Es kann Starre auftreten, weil man vor Angst erstarrt. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn das Ziel, auf das die Gruppe zuarbeitet, Angst auslöst, die nicht bewältigt werden kann. Wenn diese Angst nicht an Tageslicht kommen kann, wirkt sie im Unbewussten und lähmt alle Entwicklung wie ein Nervengift. Äußerlich scheint die Gruppe noch intakt zu sein, aber in ihrem Inneren hat sie sich verändert oder ist einfach nur stehen geblieben. Dann müsst ihr diesen Punkt finden und ihn bearbeiten.

Eure Aufgabe lautet derzeit, das Haus zu finden, und nicht über Spülmittel zu diskutieren. Versteh mich richtig: Die Diskussion über Spülmittel hat nach außen hin scheinbar ihren Sinn und ihre Berechtigung, aber sie ist auch ein Hinweis darauf, dass die Gruppe sich nicht mehr ihrer eigentlichen Aufgabe zuwenden will.

„Wie lernt man zu wollen“, fragst du? Die Antwort ist ganz einfach: Indem man will! Indem man will, lenkt man seine ganze Energie in ihrer ungeteilten Kraft auf den einen entscheidenden Punkt. Wer nicht wirklich „will“, kann diese Energie nicht fließen lassen. Er hält den größten Teil davon unbewusst zurück, weil etwas in ihm zu sagen scheint: „Sieh dich vor und gib nicht alles in diese Sache. Du musst Kräfte sammeln, weil du bald große Belastungen wirst ertragen müssen.“.

Monika, du musst herausfinden, wie es in dieser Hinsicht um eure Gruppe bestellt ist. Wenn Angst da ist, sollt ihr diese Angst sichtbar machen, damit ihr sie erkennen könnt. Sonst lähmt sie euch. Wenn Resignation da ist, gilt dasselbe. Es ist nicht schlimm, Angst zu haben, man muss sie nur erkennen und um sie wissen.

Diese Gruppe ist ein lebendiger Organismus geworden, er hat einen Pulsschlag, den man erfühlen kann. Versuche herauszufinden, wie kraftvoll, leise oder regel- oder unregelmäßig der Puls der Gruppe zur Zeit schlägt. Vielleicht findet ihr eine Möglichkeit, über eine spielerische Form an diesen Punkt heranzukommen?

Eine weitere Hilfe, die ich dir geben möchte: Die Gruppe ist zwar so klein, dass keiner ihrer Teilnehmer die Rolle eines Beobachters übernehmen und sich damit aus dem Gruppenprozess herausnehmen kann, ohne eben diesen Prozess zu stören, aber es wäre nicht unwichtig, wenn das trotzdem gelänge:
Mein Vorschlage ist deshalb: Wenn du es für richtig hältst, solltest du die Leitung der Gruppe entweder an Jörg oder an Rebecca delegieren und selbst dafür verstärkt die Fokussierung der Gruppe übernehmen. Das ist kein Widerspruch, auch wenn es so aussieht: Die Leitung eines Gruppenabends kann auch nur eine Art „Geschäftsführung“ sein, während der Fokus auf dem Gesamtgeschehen liegt. Du beobachtest also nicht nur die Gruppe, sondern auch ihre Leitung und bist selber nur noch soweit Mitglied, wie diese Rolle das zulässt. Ein schwieriges Verfahren, aber eure Situation ist ja auch eine ganz besondere.

Du hast dich in den letzten Tagen trotz deiner vielfältigen Belastungen sehr für diese Gruppe einsetzt und hast versucht Strukturen zu erarbeiten, die der Gruppe und damit eurer Aufgabe nützen können. Das ist keine geringe Leistung und ich freie mich darüber. Denn du schaffst damit auch die Basis für weitere, schwierigere Führungsaufgaben, die ich für dich vorgesehen habe, und für die du dich ausbilden musst. Du machst deine Sache sehr gut und ich werde deine Arbeit deshalb jetzt weitergehend unterstützen, indem ich auf Jörg und Rebecca einwirken werde.

Hier müssen wir unterbrechen, aber meine Botschaft ist noch nicht zu Ende.

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