Verstand

Verstand

Sehr nützlich und brauchbar, wenn es darum geht, sich auf der Ebene der Ersten Wirklichkeit zurecht zu finden. Als Führer aber völlig unbrauchbar auf der Ebene der Zweiten Wirklichkeit . Auch um Gott begreifen zu können, ist der Verstand keine Hilfe. Das zeigen nicht zuletzt die in Fällen von Leid und Katastrophen immer wieder gestellten „Wie-konnte-Gott-das-zulassen-Fragen“, auf die noch niemand eine Antwort gefunden hat, die unseren Verstand jemals zufriedengestellt hätte.

Verstand ist rückwärts gerichtet. Er ist der Rechner, auf dessen Festplatte unsere Erfahrungen und Beobachtungen gespeichert sind. Aus ihnen zieht er seine Schlüsse, und was er uns vorschlägt klingt meistens „sehr vernünftig“, mehr ist von ihm allerdings nicht zu erwarten. Der Verstand bewegt sich in engen Grenzen.

Intuition ist ihm ebenso ein Gräuel, wie alles Ungreif- und Unbeweisbare. Für Visionen kann er sich nur erwärmen, wenn genügend gute Gründe für ihre Realisierbarkeit sprechen. Auf Experimente mit offenem Ausgang würde er sich freiwillig niemals einlassen, und es muss schon eine gehörige Portion Willen mit ins Spiel kommen, um ihn hier zum Handeln zu zwingen. Insofern ist der Verstandauch ein ziemlich vorsichtiger, ja ängstlicher Berater. Er mag keine Veränderungen, bei denen er befürchten muss, die Kontrolle zu verlieren

Das Problem ist, dass er über das wichtige Kommunikationsmittel der Sprache verfügt. Dadurch müssen wir ihn auch dann einsetzen, wenn es um Fragen geht, von denen er eigentlich überhaupt nichts versteht. Was dabei herauskommen kann, ist gelegentlich in Diskussionen über spirituelle Themen sehr anschaulich zu beobachten ;-))

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